Berlin im Hier und Jetzt: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen zunächst in ein Koma und erwachen dann wieder – regiert vom rasenden Instinkt, alles und jeden zu töten. Erste Medienberichte verunsichern die Bevölkerung: Angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen, Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. In einer Blitzaktion wird eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet, Innensenator Sentheim verhängt den Ausnahmezustand. In diesen dunklen Stunden erhält der investigative Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte...
Da ich mit diesem Buch zum ersten Mal einen Zombie-Roman gelesen habe, kann ich die Geschichte schwerlich anhand des Genres beurteilen. Interessiert hatte mich vor allem die Dimension als Berlin-Roman: Eine Zombie-Epidemie bricht in Kreuzberg und Neukölln aus und es gibt jede Menge Lokalkolorit, auch über diese beiden Bezirke hinaus (Charité, Grunewald usw.). Gefesselt hat mich dann die Dimension als Polit-Thriller: Ganz offensichtlich werden reale Politiker karikiert, es wird eine neue Mauer inklusive Todesstreifen gebaut, Migranten werden verunglimpft. Eine Geschichte, in der Zombies erscheinen, für diese Themen zu benutzen, fand ich recht gut. Aber es lässt sich nicht verleugnen, dass die Geschichte von einem Boulevard-Journalisten verfasst wurde: Viele Szenen sind sensationsheischend (okay, ist dem Genre geschuldet), die Positionen zu Migranten und Krisenmanagement werden nicht innovativ fortgesetzt, sondern recht platt reproduziert und dass dem Ganzen noch eine melodramatische Liebesgeschichte aufgepfropft wird, hätte wirklich nicht sein müssen. Man kann sich die Geschichte gut als Blockbuster produziert von einem Privatsender vorstellen. Ärgerlich sind unter anderem die Tippfehler und einige Ungenauigkeiten, da fehlte schlicht ein ordentliches Lektorat. Auch könnte der Roman leicht den Eindruck erwecken, dass in Kreuzberg und Neukölln fast nur Migranten leben, außerhalb dieser Bezirke aber fast keine. Insgesamt: Ich habe mich unterhalten, aber ein wenig unter meinem Niveau.
Tja, was soll ich sagen? Berliner, lest dieses Buch! Und alle anderen natürlich auch! :D
Wer ein bisschen was für die Zombie-Thematik übrig hat, kommt um dieses Buch sowieso nicht herum, behaupte ich jetzt mal. Denn die literarische Zombie-Dichte in Deutschland ist recht überschaubar, da sollte man „Berlin Requiem“ auf gar keinen Fall auslassen.
Und auch wer sich bisher nicht so an Zombies herangetraut hat, dem sei dieses Buch als Einstieg empfohlen, denn es liest sich fast wie ein Polit-Thriller und bietet mehr Aspekte als nur das übliche Überleben unter Untoten, auch wenn der Horror nicht zu kurz kommt.
Diesen verbindet Autor Peter Huth in seinem Buch mit Science-, Endzeit- und starken Thriller-Elementen und erschafft so mehr als nur eine klassische Zombie-Geschichte. Das hier ist kein post-apokalyptischer, sondern vielmehr ein prä-apokalyptischer Roman. Das Ende ist noch ganz am Anfang und bietet erzähltechnisch so einige neue Ansätze. Eine besonders große Rolle spielen dabei die Politik und die Medien.
Der Autor, seines Zeichens Chefredakteur beim größten lokalen Boulevardblatt Berlins, der B.Z., baut seine Geschichte um eine Gruppe von Journalisten und Politikern auf, rückt dadurch den Fokus auf die Vetternwirtschaft zwischen Politik und Presse, den Umgang mit Informationen und entwirft ein Szenario, das weder die Regierung noch die Medien oder die Bevölkerung in einem besonders guten Licht dastehen lässt. Gesellschaftskritik? Aber hallo!
Wenn man sich den Klappentext zu diesem Zombie-Thriller anschaut, scheint schon die Idee so provokant wie ungeheuerlich: Ein Virus lässt die Toten wieder auferstehen, betroffen scheinen aber nur Bürger Berlins mit Migrationshintergrund zu sein. Was? Absurd! Doch die Menschen sind nicht klüger über die Jahre geworden und vertrauen der Regierung und der Presse. Und so nimmt das Unheil seinen Lauf, begleitet von der Frage, ob die Zombies oder die Dummheit der Menschheit die größere Gefahr für alle darstellen.
Die Handlung des Romans spielt mitten in unserer Gesellschaft, mitten in Berlin. Das Virus tritt erstmalig im Bezirk Neukölln auf und breitet sich schnell unter der hiesigen Bevölkerung aus. Erste Maßnahmen werden vom Berliner Senat ergriffen, es wird eine Mauer um die betroffenen Bereiche hochgezogen, Kreuzberg und Neukölln sind abgeriegelt und Wachposten achten darauf, dass niemand die Zone verlassen kann. Die Infizierten verwandeln sich nach einer Übergangsphase in die uns bekannten wandelnden Toten, allerdings baut der Autor hier einige neue Aspekte ein, die beim Lesen immer wieder die Neugier auf den Ursprung, aber auch vor allem auf den Grund des Ausbruchs dieser Seuche wecken.
Ein besonderer Clou ist für mich die Auflösung um das Virus gewesen, denn wenn ich das Buch richtig verstanden habe, dann ... haha, lest selbst! :)
Zu guter Letzt noch ein bisschen Jammern auf hohem Niveau: Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftigt und hat mich nicht unbedingt vom Hocker gerissen. Er war nicht schlecht, fällt aber recht knapp aus und liest sich zu Beginn etwas stockend. Vielleicht schimmert hier das sonst mehr journalistisch geprägte Texten des Autors durch? Für meinen Geschmack hätte es etwas gefälliger sein können, etwas fließender, aber das alles tut dem Inhalt keinen Abbruch.
Fazit: Durch die Wahl der Schauplätze war für mich als Berlinerin die Wirkung beim Lesen enorm! Ich weiß nicht, ob mich das Buch ebenso stark gepackt hätte, wenn es in einer mir unbekannten Stadt gespielt hätte. Aber egal ob nun Hamburg, München oder ein kleines Dorf auf dem Lande, die Realitätsnähe macht in "Berlin Requiem" für mich den größten, positiven Unterschied zu seinen Genrekollegen aus den USA aus. Das Buch packt und fesselt, weil es der Gesellschaft den Spiegel vorhält.
In Berlin grasiert eine neue Krankheit. Einmal infiziert, verwandelt man sich nach einigen Stunden in so etwas wie einen Untoten und attackiert Gesunde, um sie zu beißen und auf diese Weise anzustecken. Kreuzberg und Neukölln sind durch eine Mauer abgeriegelt, Türme mit Scharfschützen bewachen die neue Todeszone, die Bevölkerung dort ist mehr oder weniger aufgegeben worden. Angeblich können nur Menschen erkranken, die „das Türken-Gen“ in sich tragen. Menschen ohne Migrationshintergrund fühlen sich erst einmal sicher und der Sündenbock für die prekäre Lage scheint festzustehen.
In dieser Situation ergreift der in Ungnade gefallene Politiker Sentheim die Gelegenheit, um sich wieder ins politische Spiel zu bringen. Und dem Journalisten Robert Truhs werden brisante Informationen zugespielt.
So fand ich’s:
Über die erste Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, es ist weder ein ordentlicher Splatter-Zombie-Entzeitschocker noch eine sozialkritische Ausleuchtung der menschlichen Natur. Das Buch ist irgendwas in der Mitte, ein bisschen von beidem, aber nichts davon mit Leidenschaft. Es entwickelte sich kein wirklicher Lesefluss, ich stockte gelegentlich, musste den einen oder anderen Satz bewusst noch einmal lesen.
Die Ereignisse wurden lange Zeit ziemlich distanziert geschildert. Das Verhalten der einzelnen Personen kam mir manchmal unlogisch vor, ich verstand die Motivation dahinter nicht und ich konnte auch keine emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen. Warum genau beispielsweise der Polizist Mike Fegin durchdrehte und begann, auf die Untoten zu schießen, habe ich nicht wirklich verstanden. Was bewegte ihn? Selbst als er zum Opfer wurde, beobachtete man seinen Niedergang mit analytischer Ruhe.
Andeutungen über Ereignisse in Roberts Vergangenheit in Warschau nervten, weil sie ständig präsent waren, man aber nicht dahinter kam, was wem nun dort passiert war. Robert erfuhr als Journalist mehr als der Normalbürger, aber auch als ihm hoch brisante Informationen zugespielt wurden, überkam ihn angesichts des Ausmaßes eine ungewöhnliche Ruhe und er fasste erst einmal den Entschluss, den Journalismus aufzugeben. Aha … ?
Nach der Hälfte des Buches fing ich aber Gott sei Dank doch an, meinen Spaß an dem Buch zu haben.
Gewisse Puzzelteile, die ich ahnungslos erst einmal zur Kenntnis nahm, fügten sich nun zusammen, so manches (wenn für meinen Geschmack auch nicht genug) wurde erklärt und die Spannung steigerte sich gehörig.
Aus Angst, Machtgier, Dummheit, dem Wunsch nach Erfolg und Publicity oder falsch verstandenem Ehrgefühl machten die Menschen plötzlich Dinge, die einen erst erschreckten – aber mich nach einem kurzen Nachdenken doch feststellen ließen, dass es gar nicht so unwahrscheinlich war, was da geschildert wurde. Der Autor zog den Beteiligten die Maske der Gutbürgerlichkeit vom Gesicht und wir blickten in eine Fratze.
Das Ausmaß menschlicher Abgründe und auch die erwartete blutige Zombie-Apokalypse wurden gekonnt in Szene gesetzt, die Spannung blieb über die zweite Buchhälfte hoch.
Es gibt einige nette Anspielungen (der Name Truhs für einen Reporter liegt ja nur haarschaf neben dem englischen Wort truth, die namenlose Kanzlerin wurde als „das Mädchen“ bezeichnet), die ich sicherlich nicht alle erfasst habe. Als die abgeriegelte „Kontrollierte Zone“ beiläufig mit „KZ“ abgekürzt und ein Einmarsch mit „rigoroser Vernichtung aller Bewohner“ diskutiert wurde, blieb die Gänsehaut nicht aus. Die Vergleiche mit der Zeit des kalten Krieges inclusive Mauer durch Berlin und Schießbefehl lagen sowieso auf der Hand.
Am Ende erfuhr die Geschichte noch einen kleinen, aber feinen Dreh, der mir ausgesprochen gut gefiel.
Nach den Anfangsschwierigkeiten war das unterm Strich doch ein Buch, das mich sowohl mit Zombie-Action als auch mit ebenso gruseligen Einblicken in die menschliche Natur gut unterhalten hat.
Mit diesem Buch habe ich schon geliebäugelt, seit es erschienen ist. Momentan interessieren mich Zombies zwar nicht mehr ganz so, wie das damals der Fall war, aber das ist auch gar nicht weiter schlimm. Denn die Zombies sind eigentlich nur Nebenfiguren in diesem Roman. Vielmehr geht es um Politik und – was mich sehr gefreut hat – Journalismus. Unser Protagonist ist der Journalist Robert Truhs, allerdings kommen im Laufe der Geschichte auch andere Charaktere zur Sprache. Zum Beispiel Sara, die mit Robert schon befreundet ist, seit sie Kinder sind. Die beiden führen mehr oder weniger eine on/off-Beziehung. Zwischen Robert, Sara und deren Chef und langjährigen Freund Christian gibt es auch ein Geheimnis, das in Saras Gesicht eine große Narbe hinterlassen hat. Immer wieder werden gewisse Geschehnisse in Warschau erwähnt und das bildet nochmal zusätzlich einen Anreiz, weiterzulesen. Ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass es zu einem so großen Teil um Politik geht, aber letztendlich war das nicht wirklich schlimm. Hätte ich es vorher gewusst, hätte es mich wahrscheinlich abgeschreckt. Was mir außerdem gut gefallen hat, war der Aspekt mit der Mauer und dass es in Berlin spielt. Die Protagonisten sind schon etwas älter und haben den Mauerfall miterlebt und da ist es natürlich ein merkwürdiges Gefühl für sie, wenn da auf einmal wieder so eine steht. Ein wichtiger Teil war auch Rassismus, da Türken den Virus scheinbar zuerst bekommen haben. Das ruft in der Bevölkerungen große Unruhen und Abneigungen hervor. Den Schreibstil fand ich eher gewöhnungsbedürftig. Man könnte zwar sagen, schonungslos ehrlich aber manchmal wirkte mir genau das ein bisschen zu gezwungen. Die Erklärung für die Zombies am Ende fand ich gut gelungen, es war auf jeden Fall mal was anderes. Auch wenn das Ende eigentlich noch ziemlich offen ist, bin ich damit zufrieden gewesen. Fazit: Wer auf der Suche nach einem Buch ist, in dem Zombies die Hauptrolle spielen, der ist mit diesem hier falsch beraten. Wenn man sich aber darauf einlassen kann, dass vor allem Politik in so einer Krise auch eine große Rolle spielt, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick wagen. Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn es mich jetzt nicht umgehauen hat.
In Berlin ist ein rätselhafter Virus ausgebrochen, bei dem die Infizierten zuerst ein ein Koma fallen. Wenn sie wieder erwachen, haben sie einen zwanghaften Instinkt und die Aggression jeden anderen Menschen anzufallen. Da dieser Virus seinen Ursprung in den Vierteln Neukölln und Kreuzberg hat, sind schnell in den Berichte im Umlauf, die die Bevölkerung verunsichern. Es scheint als wenn nur Menschen mit Migrationshintergrund für diesen Virus anfällig sind. Das betroffene Gebiet wird sofort durch eine neu errichtete Mauer abgeriegelt, und nichts und niemand darf hinein oder heraus. Es wird der Ausnahmezustand verhängt. Alles soll nur zum Schutz vor der Seuche sein, doch ist dies die Wahrheit, oder steckt mehr dahinter? Und reicht es aus, oder wird bald ganz Deutschland und die ganze Welt unter diesem Virus leiden? Befällt er wirklich nur Menschen mit Migrationshintergrund? Was ist Wahrheit und was ist Propaganda? Mitten drin der Journalist Robert Truhs, dem Material zugespielt wird, dass an den Aussagen von Sentheim nichts wahres dran ist. Der Innenminister Sentheim versucht die Bevölkerung zu beruhigen, in dem er behauptet, dass nur Menschen mit dem "Türken-Gen" für die Seuche anfällig sind. Seine Anhänger, die schon sein Buch "Debatte Deutschland" verschlungen haben, stehen hinter ihm. Doch was wird aus Robert, und dem Material das er zu gespielt bekommen hat, und was ist mit seiner Kollegin Sarah, die durch Geheimgänge nach Kreuzberg eindringt. Sie möchte nach 20 Jahren ihre Familie wiedersehen. Wie wird es enden, mit den politischen Intrigen und Verwicklungen?
Robert Truhs ist Journalist und stolz auf seinen Erfolg den er vor einiger Zeit hatte. Doch jetzt scheint dieser nachzulassen und seine Zeit als großer Reporter abzulaufen. Er wirkt egoistisch und ausgebrannt, und steckt in einer Sinnkrise. Ob er weiterhin sein Leben so egoistisch verbringen kann und will, wie momentan, sich keine Gedanken über die Konsequenzen seines journalistischen Handelns zu machen, ohne Rücksicht auf die Opfer auf seinem Karriereweg.
Sarah Samir, Roberts Kollegin und ein Kind zweier Nationen. Doch ist sie mehr als nur Roberts Kollegin, sehr viel mehr, doch leider wollen sich die beiden dies nicht eingestehen. Und so haben sie immer wieder seit ihrer Jugendzeit kurze Affären und Beziehungen miteinander. Zudem ihre Kindheit und ihre Vergangenheit sie auch noch zusätzlich belastet, gerade jetzt wo dieser Virus ausgebrochen ist. Für sie stellt sich die Frage, ob sie anfällig ist.
Christian von Possen ist Roberts Chef. Doch auch diese Beiden kennen sich schon sehr lange. Es verbindet sie beide eine Hassliebe, aber auch die Liebe zu Sarah. Er kennt keine Grenzen und geht über Leichen um eine Lawine im Namen der Wahrheit los treten zu können. Auch vor Roberts Karriere und seinen guten Namen macht er nicht halt.
Olaf von Sentheim, Buchautor und Sentaor Berlins. Eigentlich ist er schon wegen eines Skandals auf dem absteigenden Ast und dabei seinen Posten zu verlieren. Doch gibt er nicht auf, den der Ausbruch der Krankheit gibt ihm die Chance zu einem neuerlichen politischen Höhenflug mithilfe seiner Anhänger. Doch ist er wirklich derjenige, der den Ton angibt, oder wieder nur eine Marionette die zum Sündenbock gemacht wird?
In der Handlung tauchen viele verschiedene, vielschichtige Charaktere auf, die der Leser auf ihren Wegen und bei ihren Erlebnissen begleitet. Sie wirken ein klein wenig klischeehaft und holzartig, verbirgt sich doch hinter ihnen unberechenbare Protagonisten, die teils vorhersehbar und teils unvorhersehbar handeln. Alle haben im Laufe der Handlung mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, und sich mit ihrer Gegenwart und der möglichen Zukunft zu befassen. Sie müssen Entscheidungen treffen, die nicht einfach sind und manchmal auch nicht nachvollziehbar im ersten Moment. Es gibt auch noch viele weitere Nebencharaktere die im Verlaufe der Handlung auftauchen und wieder verschwinden. Klare Linien zwischen Gut und Böse, oder Gewinnern und Verlieren sucht man hier vergebens, diese gibt es nicht, da jeder irgendetwas auf seine Art verliert, sei es sein Ansehen, sei es Freunde, Familie oder ganz andere Dinge.
Das Cover hat gleichzeitig einen geheimnisvolle und düstere Atmosphäre. Es zeigt als Motiv einen Blick über Berlin, mit dem Berliner Fernsehturm, einem Wahrzeichen der Stadt, im Mittelpunkt. Das Foto wirkt wie eine alte Fotografie aus den Zeiten des Kalten Krieges, so um 1945 herum und hat eine etwas triste und traurige Stimmung. Der Himmel wurde durch blaue Farbe, wie mit Aquarellfarbe, hervorgehoben und darüber befindet sich in der Mitte des Covers ein roter Fleck, der an verschmiertes Blut erinnert. Durch die drei geteilte Farbgebung entsteht ein richtiger Eyecatcher, außerdem sind auch ein paar der Gebäude auf dem unten zu sehendem Stadtbild rot markiert. Der Autorenname und der Titel befinden sich in der oberen Hälfte in einem schwarzen Kreis, der leicht erhaben ist. Dadurch fallen sie einem sofort ins Auge. Das Cover passt seht gut zur Handlung des Romans und spiegelt dessen Stimmung wieder, zudem macht es neugierig auf den Inhalt. Auch der Titel ist passend gewählt, so hat doch das Wort Requiem die Bedeutung Totenmesse, bzw. Seelenmesse.
Peter Huth hat einen flüssigen, realistischen, klaren und spannenden Schreibstil. Es fällt einem nicht schwer in die Geschichte einzutauchen und der Handlung zu folgen, sowie auch die Charaktere und ihre seelischen Abgründe kennenzulernen und zu verstehen. Dazu zählen nicht nur die Protagonisten und menschlichen Nebencharaktere, sondern auch die durch den Virus in Zombies verwandelten Menschen. Man bekommt Einblicke in ihre Vergangenheit und sie werden sehr realistisch und lebensnah dargestellt. Immer wieder werden auch Orte und Geschehnisse bildhaft dargestellt, so dass es einem während des Lesens leicht fällt in die Atmopshäre des Geschehens hinein zu finden, auch ohne das immer wieder das Spannungsniveau erhöht wird, möchte man dennoch wissen wie es weiter geht. Statt immer wider den Spannungsbogen zu erhöhen, wird hier subtiler gearbeitet, mit den politischen Machenschaften, der Ausweglosigkeit der gesamten Situation und einem kleine Hoffnungsschimmer. Die düstere und beklemmende Atmosphäre ist geradezu greifbar.
Während man der Handlung folgt, so wird man auch immer wieder an geschichtliche Ereignisse, wie den kalten Krieg, die Judenverfolgung und die Mauer erinnert, die schon einmal Berlin teilte. Man begleitet während der Lazarus-Virus ausbricht, die meiste Zeit den Journalisten, später dann aber auch einige der anderen Charaktere und erlebt so die Geschehnisse aus den unterschiedlichsten Sicht- und Denkweisen. Wer einen gruseligen Zombiethriller erwartet, der hat das kleine Wörtchen "Roman" auf dem Cover übersehen. Die Zombies, die durch den Virus entstehen sind nur die Grundlage für einen Roman mit Thriller Elementen, und könnten jederzeit durch eine andere Seuche ausgetauscht werden. Die Politik und das Geschehen darum herum ist das wichtigere Element und auch das spannendere. Denn man merkt deutlich, wie viel Ahnung der Autor von diesen Dingen hat als Chef-Redakteur bei der BZ. Nachdenklich machen einen die vielen Elemente, die auch an die Vergangenheit der deutschen Geschichte erinnern, wie das der Virus nur Menschen mit Migrationshintergrund befallen soll, aber die Wahrheit verheimlicht wird, oder das eine Mauer Berlin teilt. Die Auflösung um die Herkunft des Virus am Ende ist das Besondere und Überraschende, doch möchte ich nicht vorgreifen und dieses Geheimnis verraten. Erschreckend und nachdenklich machend ist aber auch die Tatsache der im Roman vorhandenen Gutgläubigkeit der Menschen, die den Berichten der Politik und Presse blind vertrauen, das alles unter Kontrolle ist und so dann auch das Unheil seinen Lauf nehmen kann. "Berlin Requiem" ist ein Roman der spannend ist, aber auch nachdenklich macht und viel Raum zum nachdenken bietet über die Gesellschaft. Es fällt einem nicht schwer, sich diesen Virus, oder eine ähnliche Katastrophe in der Realität vor zu stellen. Wenn man keinen blutigen Horror, aber spannende, realistische und intelligente Unterhaltung sucht, kann ich Euch diesen Roman nur empfehlen.
Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar
🆁🅴🆉🅴🅽🆂🅸🅾🅽 "Berlin Requiem" von Peter Huth ⭐⭐⭐⭐ Von 5 Sterne
🆉🆄🅼 🅱🆄🅲🅷 In Berlin bricht unerwartet ein Virus aus, dieser lässt die infizierten in Ohnmacht fallen und später als Zombies wieder erwecken, alles was sie dann nur noch wollen ist töten. Ein Teil von Berlin wird somit abgeriegelt, was die Anwohner denken ist das es nur mit Migrationshintergrund zur Folge hat infiziert zu werden, doch der Schein trügt.
🅼🅴🅸🅽🅴 🅼🅴🅸🅽🆄🅽🅶 Ein Teil Berlin ist abgeriegelt, Soldaten und Polizisten sorgen an den Grenzen für Ordnung aber auf Dauer kann sich dies keiner anschauen. Sie merken selbst um so lauter es durch Schüssel wird um so mehr Zombies werden es. An sich eine sehr aktionreiche und teils brutale Geschichte, man darf die jeweiligen Angriffe der Zombies miterleben als wäre man selbst das Opfer. Der Journalist Robert Truhs stürzt sich ins Getümmel das er dabei selbst drauf gehen könnte stört ihn hier nicht, Hauptsache Ruhm und Reichtum anhand seiner Aufnahmen. Dies ist ein Protagonist den ich von Anfang an überhaupt nicht leiden konnte. Ebenso einige andere spielen hier eine große Rolle mit denen ich definitiv nicht warm geworden bin. Sehr aktionreiche, chaotisch und gefährlich bis hin zu Intriganten Verhalten ist hier alles dabei. An sich hat mir die Geschichte gut gefallen, dennoch muss ich sagen hat mir etwas gefehlt.
🅼🅴🅸🅽 🅵🅰🆉🅸🆃 Wenn man auf Aktion und Zombies steht ist das sicher auch etwas für euch.
Berlin im Oktober: Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen in ein Koma und erwachen dann plötzlich wieder - reagiert vom rasenden Instinkt zu töten. Die Bevölkerung ist verunsichert: Angeblich sind nur Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert, der Senat errichtet eine Mauer um das betroffene Gebiet. In diesen dunklen Stunden erhält der Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte ... (Klappentext)
Zitat: "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt" sagt Ben " Besser nicht" (Seite 292)
Meine Meinung: Als erstes sollte ich eine Warnung aussprechen, denn kleinen Vermerk auf dem Cover kann man leicht übersehen. Dieses Buch enthält keinen Thriller, trotz zahllosen Zombies, sondern einen Roman über den Absturz einer Zivilisation.
Hier beschreibt der Chefredakteur der B.Z. wie seine Heimatstadt Berlin untergeht. Dabei zeigt er Gewinner und Verlieren, Siegern und Verlierern und falschen Propheten.
Wie würdest du reagieren, wenn die Menschen die du liebst, von einer Seuche bedroht wird?
Wie weit würdest du gehen, um deine Lieben zu schützen?
Wie lange hält unsere Menschlichkeit, wenn alle Damme brechen?
Was ist die Wahrheit wert?
Peter Huth beantwortet diese Fragen nicht, aber er gibt einen Ausblick auf das was sein könnte. Warum er dafür gerade Zombies wählte, kann ich nicht sagen. Doch die Bilder, die er in diesem Buch zeichnet sind, sind grausam realistisch und drastisch. Dabei geht er auch mit seiner eigenen Zunft (Journalisten) nicht zimperlich um.
Ich empfand dieses Buch als unglaublich helftig, in seinen Bildern und seiner Wirkung auf mich. Ich konnte und wollte nicht in eins durch dieses Buch rutschen. Immer wieder brauchte ich etwas Leichtes für Zwischendurch, das mich von der düsteren Szenerie ablenkte. Die romantische Seite meiner Seele wünscht sich, das diese Aussicht auf unsere Gesellschaft unrechtmäßig übertrieben ist, doch der realistische Teil meines Inneren weiß, das es vielleicht sogar noch schlimmer werden könnte. Dies erklärt wahrscheinlich auch mit, warum ich nicht von dem Buch lassen konnte. Bis zur letzten Seite hoffte ich noch, das die Menschen sich besinnen, das die Menschlichkeit siegen würde. Eine Hoffnung, die sich wie so oft nicht erfüllte.
Die Charaktere, die wir durch diese Geschichte begleiten sind vielschichtig. Teils unvorhersehbar und teils berechenbar, doch alle müssen im Laufe der Geschichte mit ihrer Vergangenheit, mit ihrer Gegenwart und möglichen Zukunft befassen.
Da ist Robert Truhs, dessen große Zeit als Reporter scheinbar vergangen ist, vielleicht ist er auch nur ausgebrannt. Weder weiß er es so genau, noch erfährt es der Leser. In der Krise erlebt er auf jeden Fall eine Art Sinnkrise und er muss sich überlegen, ob er sein Leben weiter so egoistisch weiter verbringen kann - ohne sich über die Opfer seiner Karriere Gedanken zu machen.
Sarah Samir ist eine Kollegin von Robert. Doch eigentlich ist sie mehr. Schon seit ihrer Jugendzeit führt sie eine On/Off-Beziehung mit Robert. Sie gehört zu den vielen Opfern Roberts, auch wenn sie sich nicht als solches sieht. Doch als Kind zweier Nationen, ist sie vor allem ein Opfer der Umstände.
Christian von Possen ist Robert Freund und Chef. Irgendwie verbindet sie beide eine zerstörerische Hassliebe. Christian kennt keine Grenzen, hat sie nie kennengelernt und tritt damit eine Lawine los und alles im Namen der Wahrheit.
Olaf von Sentheim - Senator Berlins und eigentlich schon abgesägt auf Grund eines Skandals, tritt zu einem neuen politischen Höhenflug an. Er hält sich selbst für einen Strippenzieher und muss irgendwann erkennen, das man ihn zur Marionette und Sündenbock machen wird.
All diese Personen, werden von vielen Weiteren während der Geschichte flankiert. Wer hier nach Gewinnern sucht, wird nicht fündig werden. Jeder verliert, wenn auch jeder auf seine Art.
Ich habe mich auf Grund seines Klappentextes für dieses Buch entschieden. Allerdings nicht auf Grund des ganzen Klappentextes. Ab dem Zeitpunkt, dann dem ich Krankheit , Berlin und Migrationshintergrund gelesen habe, wusste ich das ich das Buch lesen will. Das Wort Zombie haben meine Augen dann schon ganz bewusst nicht mehr an meinen Verstand weitergeleitet. Den ganz ehrlich: Ich mag keine Zombies. Ich kann mit so ziemlicher Ausgeburt der Literatur leben - Vampire, Werwölfe, Hexen und Zauberer - aber Zombies geht gar nicht. Ihr habe bisher auch nicht eine Rezi zu einem Zombie-Roman bei mir gelesen und werdet es auch sicher nicht. Doch dir hier ist kein typischer Zombie-Roman. Die Zombie sind eher eine Metapher für ein Krankheit die schon länger bei uns grassiert. Dafür das wir immer bei denen die Schuld suchen, die sich am wenigsten wehren können. So wie hier, wo aus den Lazarus-Virus ganz schnelle ein Mohamed-Virus und ein Türken-Gen wird. Nur um die allgemeine Bevölkerung ruhig zu halten. Doch die Wahrheit ist viel schlimmer und sie wird verheimlicht, weil Emporkömmlinge ihre Chance sehen.
Dies alles ist nicht so fiktiv, wie wann vielleicht glauben will. Im Grunde gibt es sogar ein Beispiel welches noch gar nicht so lange her ist und auf welches auch der Autor sich bezieht - HIV. Auch diese Krankheit wurde genutzt um eine Minderheit noch mehr auszugrenzen. Man kann nur hoffen, das die Wahrheit am Ende immer siegt.
Dieses Buch beginnt mittendrin und hört auf bevor es endet. Es lässt viel Raum für Spekulationen und Diskussionen. Und obwohl fiktiv, ist es erschreckend Real. Alles was hier gezeigt wird, war schon einmal und wird wahrscheinlich wieder sein. Dafür benötigt es nur einen kleinen Stoß und die Dominosteine werden wieder fallen. Was dann aus uns wird, liegt allein an uns.
Fazit: Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Punkten. Nicht für Spannung oder Dramatik, sondern für den Realismus, der noch immer in mir nachwirkt. Dafür das dieses Buch mehr als nur eine kurze Lektüre für mich war, die schnell vergessen ist.
Als allererstes gilt mein Dank dem Verlag, welcher mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich hatte anfangs wirklich gar keine Ahnung, worum es überhaupt geht, lediglich der Klappentext hat mir einen kleinen Einblick gegeben.
Der Autor ist mir bis dato auch völlig unbekannt gewesen, aber ob ich vielleicht einen neuen Stern am Roman- Himmel für mich entdeckt habe, könnt ihr hier nachlesen.
Ich muss an dieser Stelle ehrlich gestehen, dass ich mir lange Gedanken darüber gemacht habe, wie ich dierse Rezension schreibe und vor allem, was ich schreibe, denn ich war mir lange zeit wirklich unschlüssig darüber.
Der Schreibstil des mir unbekannten Autors hat mir zwar ganz gut gefallen, darum brauche ich gar nicht zu streiten, eher das drumher ist die Sache, dir mir ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet hat.
Schon im Klappentext wird man darauf aufmerksam gemacht, welches Thema PeterHuth aufgreift und auch, wenn Zombies inzwischen ein gängiges Thema zu sein scheinen, ist dieses Buch doch etwas völlig anderes.
Inmitten von Berlin bricht eine Art Virus aus, welches jedoch nur die Menschen mit Migrationshintergrund bekommen zu scheinen. Durch die Presse und die Regierung wird diese Meinung nur noch verstärkt und selbst der Journalist Robert Truth scheint bald nicht mehr zu wissen, was er überhaupt noch glauben soll.
Dadurch, dass das Szenario mittten in Berlin, quasi mitten unter uns spielt, bekommt das ganze Buch noch ein extra.. Leckerli und jedesmal, wenn ich dachte, ich habe jetzt in etwa die Richtung eingeschlagen, in welche der Autor mich bringen wollte, war ich doch völlig auf dem Holzweg und ich muss gestehen, mit dem Ende konnte mich der Autor wirklich überraschen.
Ich hatte zwar - trotz dass ich ihn wie oben erwähnt, ganz gut fand - anfangs ein paar kleine Startschwierigkeiten beim "Reinkommen" in das Buch, aber einmal angefangen, hatte ich einfach das Gefühl, nicht mehr aufhören zu können, bis das Buch beendet ist.
Ich konnte zudem einige der Handlungen und Denkweisen einiger Protagonisten nicht ganz nachvollziehen und gerade Sarah, war mir da manchmal... ich will nicht sagen, unsympatisch, aber gerade bei einer bestimmten Handlung konnte ich ihre Reaktion einfach nicht nachvollziehen, ich habe mich auch Stunden danach noch nach dem Warum gefragt.
Alles in allem ist es Peter Huth gelungen, ein Buch zu schreiben, weiles mich überraschen konnte und welches trotz einiger vielleicht kleinerer Logik - und Handlungsfehler durchaus zu empfehlen ist, da es so packend und realitätsnah ist, dass es fast schon wieder wahr werden könnte.. eines Tages.
Berlin im Hier und Jetzt: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen zunächst in ein Koma und erwachen dann wieder – regiert vom rasenden Instinkt, alles und jeden zu töten. Erste Medienberichte verunsichern die Bevölkerung: Angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen, Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. In einer Blitzaktion wird eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet, Innensenator Sentheim verhängt den Ausnahmezustand. In diesen dunklen Stunden erhält der investigative Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte …
Meine Meinung:
Ich hatte schon einige Zombie Bücher gelesen, meistens aber von amerikanischen Autoren, umso gespannter war ich wie ein deutscher Autor sich in dem Zombie Gerne schlägt. Ich muss sagen ich wurde angenehm überrascht und meine Erwartungen wurden noch übertroffen. Der Prolog beginnt schon sehr spannend, 2 kleine Jungs die ein Spiel spielen, ein düsteres Frage - Antwort Spiel natürlich kommt auch die Frage nach dem Tod vor. Kurz danach kann der Leser einen Wikipedia Eintrag über den Tod lesen. Man weiß zwar nach kurzer Zeit was es mit den Eintrag auf sich hat, was es allerdings mit den beiden Jungs auf sich hat erfährt der Leser erst ziemlich am Ende. Dies gefiel mir sehr gut, der Leser bekommt Eindrücke und Tatsachen zu lesen weiß aber im ersten Moment nichts damit anzufangen, da sich erst nach und nach die Puzzelteile zusammen setzten lassen. Dadurch gelingt es dem Autor unglaublich an Spannung aufzubauen, diese Spannung hält sich durch das gesamte Buch. Diese Buch packt den Leser und lässt ihn nicht mehr los. Das möchte man auch gar nicht das man diese Buch nur sehr schwer aus den Händen legen kann. Auch nach dem Auslesen bleibt die Geschichte im Kopf und man denkt darüber nach, den eines ist sicher dieses Buch zeigt uns auf wie manipulativ wir Menschen doch sind.
Das Cover:
Das Cover fiel mir sofort ins Auge, auf den ersten Blick wirklich es geheimnisvoll und düster gleichzeitig wirkt es aber auch trist und traurig und somit spiegelt es die Geschichte und Stimmung des Buches wieder! Kurzum ein gelungenes Cover.
Fazit:
Ein packender Thriller der einen packt und nicht mehr los lässt! Absolute Leseemphelung für jeden Thriller Fan! Natürlich aber auch für alle anderen die keine Berührungsängste mit Zombies haben! Deshalb bekommt dieses Buch verdiente 5 von 5 Sternen.
An dieser Stelle möchte ich mich herzlich bei dem Heyne Verlag für die Zusendung des Leseexemplares bedanken!
In Berlin ist ein merkwürdiger Virus im Umlauf. Zunächst steht die Behauptung im Raum, dass nur Bürger mit Migrationshintergrund betroffen sind und all diejenigen Ohne, sich in Sicherheit wägen können. Doch die Infizierten werden immer mehr. Denn, obwohl sie zunächst ins Koma fallen und dann unerwarteter Weise wieder erwachen, haben sie nur ein Ziel: Die anderen Menschen zu töten. Die Regierung lässt eine Mauer um das zunächst betroffene Gebiet ziehen und nennt es die kontrollierte Zone. Doch als sich einer der Polizisten in das Gebiet wagt und nicht mehr wieder kommt, sieht Innensenator Sentheim seine Zeit gekommen und verhängt den Ausnahmezustand - obwohl er weiß, dass sich nicht nur die "Ausländer" mit diesem Virus infizieren können. Der Journalis Robert Truhs versucht alles in seiner Macht stehende zu tun, damit die Ordnung in Berlin nicht völlig aus dem Ruder läuft.
Meine Meinung:
Den Klappentext und das Cover fand ich recht ansprechend. Doch konnte mich das Buch nicht kriegen. Ich hatte Probleme in die Geschichte rein zukommen und war sehr lange Zeit einfach nur verwirrt. So ging es mir ca. bis zur Hälfte des Buches. Danach hatte ich noch ein wenig Spaß mit der Geschichte, konnte mir sehr vieles bildlich vorstellen, aber überzeugen konnte es mich daher nicht.
Was mir gut gefallen hat, waren die Perspektiven. Das ich in diesem Buch zum Größten Teil einen Journalisten begleiten durfte, der es in dieser Zeit, wirklich nicht einfach hat. Denn mit brisanten Informationen, die der Regierung vor Ort nicht gefallen wird, lässt sich nicht gut leben. Auch das man einen kleinen Einblick in sein Leben von Früher kriegt, hat mir gut gefallen.
Auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite als nervig empfunden, habe ich Teile der Bevölkerung. In meinen Augen hat der Autor hier mit der Naivität der Menschen ein wenig übertrieben. Das es Menschen gibt, die einer Person alles glauben, was sie sagt, ohne sich selber darüber Gedanken zu machen - okay. Aber das bis aus wenige Ausnahmen alle diesem besserwisserischen und heroischen Sentheim folgen, war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Das Ende konnte mich erreichen und hat mir definitiv besser gefallen, als der Anfang.
Fazit:
Das Buch hat definitiv Potenzial und ich könnte mir durch aus vorstellen, dass über dieses noch einige Zeit gesprochen wird, da es doch interessante Punkte anspricht. Ich denke, dass es vielen Lesern gefallen wird, die auf Zombie Geschichten stehen und denen, die nicht jede Aussage hinterfragen
Peter Huth, geboren 1969 in Kleve/Niederrhein, arbeitete als Reporter in Köln und Berlin. Ab 2003 hielt er sich für längere Zeit in Marrakesch auf. Er schrieb mehrere Romane und Sachbücher, seit 2008 ist Huth Chefredakteur der BZ.
Zum Inhalt:
Berlin: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen, der alle Infizierten erst mal ins Koma fallen lässt. Bis sie wieder erwachen und mit dem zwanghaften Instinkt alles und jeden zu töten. Die Medien versuchen die Mitbürger zu beruhigen, angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen. Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. Schnell wird um das betroffene Gebiet eine Mauer gezogen und der Ausnahmezustand verhängt. Bis bei Journalist Robert Truhs ein Hinweis eingeht der die noch bestehende Ordnung entgültig kippen könnte.
Meine Meinung:
Die Geschichte ist eine Mischung aus Politthriller und Zombieroman.
Die verschiedenen Protagonisten wie z.B. Robert (Journalist), Sentheim (Politiker) und Sarah (Moderatorin bei einem Nachrichtensender) verleihen dem Buch Vielseitigkeit.
Robert, immer auf der Suche nach der besten Story und den realistischsten Bildern.
Sarah, in Robert verliebt, auf der Suche nach ihrem Vater, der in der Sperrzone lebt
und von dem sie nicht weiß, ob er sich angesteckt hat.
Und Sentheim, der Innensenator, der in dieser Krise nur an seine Karriere denkt.
Alles in allem sehr authentisch und glaubwürdig geschrieben, daß man meinen könnte,
es passiert tatsächlich. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, es kommt keine Langeweile auf. Unverhofftes Ende, aber lest selbst.
Cover:
Das Cover ist wahrer Eyecatcher und man sieht ihm schon an, dass es sich bei seinem Inhalt um einen Thriller handelt. Sehr gelungen.
Fazit:
Tolles Buch, für Zombiefans ein Muß! Rasanter Schreibstil, sehr realistisch und spannend bis zum Schluß. Hat mir super gefallen.
Ich habe das Cover mal zuf��llig auf einer Seite gesehen war total angetan, leider war es wie eine Art Werbung und mir blieb der Buchname nicht im Kopf ausser das Wort Berlin. So eher ist das ein Danke an die nette Mitarbeiterin von Thalia in Schloss-Arkaden in Braunschweig, ich bin mit meinen paar Infos zu der Dame gegangen und die hat sich die Zeit genommen mit mir solange ihren Pc zu qu��len bis ich das Buch in der Hand hielt. 10000 DANK daf��r :) so nun zum Buch. Es ist mein erstes vom Autor Peter Huth und damit war mir sein Schreibstil Neuland ;) Aber es wird nicht mein letztes Buch von ihm sein. Berlin wird von einer Seuche heimgesucht, die tote wieder auferstehen l��sst, aus Panik wird erneut eine Mauer gezogen um die nicht Infizierten zu sch��tzen. In dieser H��lle lernt man den Journalisten Robert kennen der gerade eher am Boden scheint, sein Erzfeind wird Senator und er findet gerade alles eher Ungerecht. Die Seuche schiebt man den T��rken zu das man dann das T��rken-Gen nennt , die sind damit schuld das es soweit gekommen ist. In dem Dreh wir schieben es auf die Ausl��nder da WIR Deutschen ja nie so was bekommen w��rden ! Ein Video das Robert aber sieht bringt diese These zum Umkippen.
Ein Buch was man gelesen haben MUSS, alles ist dabei. Politik, Liebe, Eifersucht und und und... Das Buch ist nicht in diese Schiene Zombie-B��cher zu stecken da es zeigt das es erschreckend schnell auch uns erwischen k��nnte und damit eine Seuche uns dahin rafft. Vielleicht nicht gerade was f��r Zart besaitete , aber f��r Zombie Freunde doch lesenswert :)
Ich habe das Cover mal zufällig auf einer Seite gesehen war total angetan, leider war es wie eine Art Werbung und mir blieb der Buchname nicht im Kopf ausser das Wort Berlin. So eher ist das ein Danke an die nette Mitarbeiterin von Thalia in Schloss-Arkaden in Braunschweig, ich bin mit meinen paar Infos zu der Dame gegangen und die hat sich die Zeit genommen mit mir solange ihren Pc zu quälen bis ich das Buch in der Hand hielt. 10000 DANK dafür :) so nun zum Buch. Es ist mein erstes vom Autor Peter Huth und damit war mir sein Schreibstil Neuland ;) Aber es wird nicht mein letztes Buch von ihm sein. Berlin wird von einer Seuche heimgesucht, die tote wieder auferstehen lässt, aus Panik wird erneut eine Mauer gezogen um die nicht Infizierten zu schützen. In dieser Hölle lernt man den Journalisten Robert kennen der gerade eher am Boden scheint, sein Erzfeind wird Senator und er findet gerade alles eher Ungerecht. Die Seuche schiebt man den Türken zu das man dann das Türken-Gen nennt , die sind damit schuld das es soweit gekommen ist. In dem Dreh wir schieben es auf die Ausländer da WIR Deutschen ja nie so was bekommen würden ! Ein Video das Robert aber sieht bringt diese These zum Umkippen.
Ein Buch was man gelesen haben MUSS, alles ist dabei. Politik, Liebe, Eifersucht und und und... Das Buch ist nicht in diese Schiene Zombie-Bücher zu stecken da es zeigt das es erschreckend schnell auch uns erwischen könnte und damit eine Seuche uns dahin rafft. Vielleicht nicht gerade was für Zart besaitete , aber für Zombie Freunde doch lesenswert :)
Autsch! Als bluephönix mir dieses Buch in die Hand drückte, mochte ich gar nicht glauben, was der Klappentext versprach: Ein Virus, das nur "Menschen mit Migrationshintergrund" befällt und diese zu Zombies macht? Immerhin versprach der Blick auf den Hintergrund des Autors, dass die Wahrheit hinter dem Splatter vielleicht doch nicht so einfach mit dem "Türken-Gen" erklärt wäre.
Nach der Lektüre bin ich zwar der Meinung, dass dieser Horrorroman nicht wirklich die Kriterien des Abos erfüllt, er mich aber trotzdem stellenweise unterhalten hat, auch wenn er sich wie die Vorlage zu einer Sat1-Eigenproduktion liest.
Der Autor stellt deutsche Politiker genauso dar, wie man sie sich hinter ihrer Fassade vorstellt und auch das Verhalten des Mobs erscheint traurig realistisch und vorstellbar, betrachtet man nur die Zusammenrottungen gegen Flüchtlingsunterkünfte, wie sie derzeit an der Tagesordnung scheinen.
Grundidee: Zombie-Apokalypse durch Infizierung, in der auch politische Machen- und Seilschaften nicht zu kurz kommen. Charaktere:: unzählig viele Untote, Journalisten wie Robert Truhs, Sarah Samir und Ben Lieving, Politiker wie Olaf Sentheim und Hennig von Sterb. Handlungsschauplatz:: Berlin in der Gegenwart. Handlung: Fängt etwas schleppend an, entwickelt sich aber recht schnell zu einem rasanten und sehr blutigen, brutalen Schlagabtausch zwischen Infizierten und Lebenden. Ende & Auflösung: Passend zur Rahmenhandlung und nachvollziehbar.
Ich empfand den Schreibstil von Peter Huth als eingeschränkt. Er nutzt vorhersehbare Metaphern und ist wenig Ausdrucksstark. Die Handlung, die in dem Buch aufgebaut wird ist vorhersehbar und der Autor verliert sich in Nebenschauplätzen. Das meiste, dass passiert ist vorhersehbar.
Mir machte das Buch wenig Spaß und ich würde es nicht weiter empfehlen. Eine schöne Idee, von der Story her traurig umgesetzt und durch den Schreibstil das Autors ruiniert.
Interessant seine Heimatstadt mit einer solchen Lage konfrontiert zu sehen. Ein unterhaltsames, interessantes Buch. Nicht zu Zombie-lastig wie ich finde sondern eher die moralischen Hintergründe über die Berichterstattung und dem Umgang mit gewissen Informationen im Vordergrund. Fand ich gut aber mehr als 3 Sterne geb ich hier nicht.