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Tausend widerständige Territorien: Strategien für eine ökologische Revolution von unten

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Kann die Klimakatastrophe mit staatlichen Mitteln wirkungsvoll bekämpft werden? Kann mit dem Ausbau erneuerbarer Energien und einem ›Green New Deal‹ eine gerechte, ökologische Wende erreicht werden? Peter Gelderloos vertritt die Ansicht, dass die internationalen Regierungen strukturell nicht in der Lage sind, die Klimakrise zu lösen. Doch es gibt auch Hoffnungsschimmer. Überall auf der Welt arbeiten Graswurzelbewegungen in lokalen Gemeinschaften an der Verwirklichung ihrer Visionen einer Alternativen, revolutionären Antwort auf die Zerstörung des Planeten. Ihre Kämpfe richten sich oft gegen die neuen Megaprojekte und ›grünen‹ Energieinfrastrukturen, die von der neokolonialen, technokratischen Politik gefördert werden. Dazu interviewt Gelderloos Aktivist*innen für Ernährungssouveränität in Venezuela, indigene Gemeinschaften in Brasilien, die ihr Land wieder aufforsten, Anarchist*innen, die gegen Biokraftstoffplantagen in Indonesien kämpfen, und viele andere. Er berichtet von erfolgreichen ökologischen Kämpfen weltweit, die uns schon heute utopische Ausblicke auf eine lebenswerte Zukunft für alle geben – wenn wir es wagen, uns durch diese Perspektive ermutigen zu lassen.

328 pages, Paperback

Published August 14, 2024

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Peter Gelderloos

26 books124 followers
Peter Gelderloos is an American anarchist activist and writer.

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Profile Image for Halber Kapitel.
359 reviews17 followers
May 13, 2025
Gelderloos analysiert Strukturen und Abhängigkeiten im Kapitalismus, die die Klimakatastrophe unabwendbar scheinen lassen, beleuchtet selbstorganisierte Widerstände gegen den Ökozid (auch die Besetzung des Hambacher Forstes spielt eine Rolle) und zeigt, warum von NGOs und staatlichen Akteuren keine Lösung, von lokalen Initiativen aber eine Zukunft nach dem erwarteten Kollaps zu erwarten sei. Ein gängiges anarchistisches Narrativ im Grunde, in der Ausführung mal fesselnd, mal ermüdend dargestellt. Das vorletzte Kapitel, der Versuch einer positiven Utopie, irritiert durch viele Details wie Umsiedlungen und Verbotsverfahren, die ohne zentralisierte Machtausübung nicht wirklich realistische Szenarien sind. Verquickt mit Bullerbü-Landwirtschaftsphantasien und den üblichen Szene-Sprechblasen, ist dieses Kapitel richtiggehend ärgerlich. Etwas deplatziert, aber dennoch interessant, ist die abschließende Betrachtung internationaler Gerichtsbarkeit und ihrer Grenzen am Beispiel der Nürnberger Prozesse und des postkolonialen Aussöhnungsprozesses mit Indigenen in Kanada.
Was also tun? So interessant das Buch stellenweise ist, so ratlos bin nach der Lektüre. Entweder Vollzeit-Klimaaktivist werden und damit 100% für eine Perspektive in der Perspektivlosigkeit kämpfen - oder lebenssituationsbedingt in seinen (vulgo: meinen) bürgerlichen Strukturen (Job, Familie, Freunde) verbleiben müssen und darob gefrustet den blumigen Ausführungen anarchistischer Theoretiker lauschen. Oder einfacher ausgedrückt: Ich habe Wissen gewonnen, Weisheit aber null.
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