„Bitte … finde mich.“ Der grausame Psychothriller für Fans von Stephen King
Ein einziger Anruf von seiner ehemals besten Freundin Laura genügt, um Nico aus seinem geordneten Leben zu reißen. Eigentlich hat er mit seinem Job als Kameramann und seiner wunderschönen Freundin Nadine alles, wovon er immer geträumt hat. Nur das Verschwinden von Laura vor 10 Jahren lässt ihn nach wie vor nicht los. Er will herausfinden, was damals mit seiner besten Freundin passiert ist, doch je näher er dem Geheimnis kommt, desto mehr seltsame und verstörende Dinge passieren auch in seinem eigenen Leben. Als Laura ihn erneut kontaktiert und bittet, sie zu finden, lässt Nico alles stehen und liegen und reist nach New Orleans, dem Ursprung der mysteriösen Anrufe. Dort muss er sich einer grausamen Wahrheit stellen, die nicht nur Lauras Leben, sondern auch sein eigenes in tödliche Gefahr bringt …
Die beste Freundin ist ein Hörbuch, das polarisiert und mich mit gemischten Gefühlen zurückgelassen hat. Der Schreibstil ist grundsätzlich flüssig und bildhaft, allerdings verliert sich die Geschichte gerade im ersten Teil häufig in Details, die den ohnehin langsamen Einstieg zusätzlich ausbremsen. Vieles wirkt überladen, während Wesentliches erst sehr spät an Fahrt aufnimmt.
Die Figuren sind zwar nachvollziehbar angelegt, bleiben aber emotional auf Distanz. Rückblenden sollen Tiefe schaffen und die enge Verbindung der Hauptcharaktere erklären, sind jedoch nicht immer klar als solche erkennbar und sorgen stellenweise eher für Verwirrung als für Spannung. Auch die Grenze zwischen Realität, Einbildung und Wahnsinn verschwimmt so stark, dass man sich als Hörer zeitweise orientierungslos fühlt.
Thematisch setzt das Buch stark auf explizite Darstellungen von Sexualität und Gewalt. Diese Elemente dominieren die Handlung und wirken nicht immer notwendig für die Geschichte, sondern eher provokativ. Wer subtilen Psychothrill oder Cosy Crime erwartet, wird hier definitiv nicht fündig.
Positiv hervorzuheben ist der überraschende Twist etwa zur Mitte der Geschichte, der vieles in ein neues Licht rückt und das Interesse deutlich steigert. Ab diesem Punkt gewinnt die Handlung an Spannung und entwickelt einen Sog, den man zuvor vermisst hat. Allerdings ist diese Wendung Geschmackssache — sie kann faszinieren, aber auch das Gefühl hinterlassen, bewusst in die Irre geführt worden zu sein.
Der Sprecher konnte mich leider nicht überzeugen. Die sehr nüchterne, gleichförmige Betonung nimmt der Geschichte zusätzlich an Atmosphäre und verstärkt den Eindruck von Distanz zu den Figuren.
Insgesamt ist Die beste Freundin ein Hörbuch mit interessanter Grundidee und mutigen Ansätzen, das jedoch unter einem zu langen Einstieg, übermäßiger Detailverliebtheit und einer sehr drastischen Themenwahl leidet. Wer experimentelle Thriller mit extremeren Inhalten mag, könnte dennoch Gefallen daran finden — für mich blieb es ein durchwachsenes Hörerlebnis.
Die beste Freundin: Ein packender Psychothriller voller Nervenkitzel
Das vorliegende Werk steht vor der Herausforderung, inhaltliche Elemente zu erörtern, ohne dabei die Spannung durch Spoiler zu verderben.
Der Schreibstil ist geschmeidig und angenehm, was das Leseerlebnis bereichert. Die Verwendung bildhafter Darstellungen und klarer Formulierungen zieht den Leser in die Handlung hinein, auch wenn die Detailverliebtheit manchmal überhandnimmt und an der Prägnanz der Erzählung nagt.
Die Charaktere sind authentisch gestaltet und verleihen der Geschichte Tiefe, was es dem Publikum ermöglicht, mit ihnen zu fühlen und zu leiden. Besonders hervorzuheben ist der unerwartete Twist in der Mitte der Geschichte, der mysteriöse Handlungsstränge effektvoll auflöst und das Interesse des Lesers wachhält.
Dennoch ist die explizite Darstellung von Sexualität und Gewalt eine umstrittene Entscheidung, die das Werk für Liebhaber des Cosy-Crime-Genres weniger zugänglich macht. Diese Szenen, obwohl nicht vulgär oder grafisch übertrieben, könnten einige Leser abschrecken. Ein weiterer kritischer Punkt ist die Unklarheit der Flashbacks, die gelegentlich nicht klar erkennbar sind und somit verwirrend wirken.
Abschließend bleibt die Hoffnung bestehen, dass dies nicht das letzte Werk des Autors ist. Das Publikum erwartet gespannt weitere Publikationen und deren Entwicklung.
Habe das Buch als Hörbuch genossen, welches von Gerrit Petersen gelesen wurde. Dieser hat eine angenehme und warme Stimme. Fitzek Leser werden das Buch mögen. Es war nicht langweilig mit Nico, dass obwohl die Sexszenen zu Beginn etwas seltsam erscheinen, doch später im Buch aufgelöst werden.
Nico erhält in den Nächten Anrufe und glaubt, dass diese von seiner seit zehn Jahren verschwundenen Freundin Laura stammen. Nico zweifelt an seinem Verstand.Schließlich wird er zum „Ermittler“ und reist nach Amerika, um Gott, wie er glaubt, Laura finden zu können.
Es plätschert zunächst etwas dahin und seine Partnerin Nadine nervte mich teilweise etwas, mit Ihren Ansichten und Vorlieben.
Es schien als sei das Buch für die männlichen Leser/Hörer verfasst.
Mir ging das mit den Anrufen und Nicos Zustand fast n Tick zu lang, doch ab dem zweiten Drittel musste ich einfach dranbleiben. Für von Gewaltszenen abgeneigte Personen, ist dieses Buch meiner Meinung nach nichts. Verdiente 4,5 Sterne.
Ich wollte eigentlich aufhören zu lesen – ich hatte einen Krimi erwartet und stattdessen Erotik bekommen. Aber ich habe weitergelesen und es wurde ein "ok" Buch. Einige Aspekte waren ziemlich nervig (die Langsamkeit der Handlung, seine Freundin, Nico selber).
Abgesehen vom speziellen Anfang konnte man es lesen, ist jetzt aber nicht weltbewegendes.