Paco, ein 16jähriger Pima-Indianer, sucht im amerikanischen Südwesten nach seinem gestohlenen Lieblingsfohlen und nach Carrie, der Tochter eines reichen Farmers, die als einzige das Pferd reiten konnte.
Rez.: Der für seine Jugendromane bekannte Autor (zuletzt "Nur einer kehrt zurück", BA 1/95) beschreibt in seinem neuesten Roman das harte Leben im amerikanischen Südwesten im letzten Jahrhundert. Sein Held ist ein etwa 16jähriger Pima-Indianer, der auf der Suche nach seinem gestohlenen Pferd viele Abenteuer erlebt, bevor er es wieder in sein Dorf zurückbringen kann. Die Personen sind lebendig und individuell gestaltet, die Landschafts- und Naturschilderungen atmosphärisch dicht. Egli wirft - geschickt in die spannende Handlung integriert - Fragen wie die nach Missionierung, Bewertung von Religionen, Ausbeutung und Unterdrückung der Indianer durch die Weißen, Leben in und mit der Natur auf. Ab 13. (IK: Abenteuer).
Werner J. Egli wurde am 5. April 1943 in Luzern geboren, wo er auch die Primar- und Sekundarschule absolvierte. Danach machte er eine Lehre als Positiv-Retuscheur und arbeitete mehrere Jahre als Grafiker und Werbetexter. In dieser Zeit fing er an zu schreiben. Eglis erste Arbeiten waren erfolgreiche Krimis und Westernromane, die er unter verschiedenen Pseudonymen verfasste.
1970 bis 1973 war Egli mit seiner damaligen Lebensgefährtin Paula und dem Halbwolf Dusty in Nordamerika "on the road". Über diese Reise schrieb er mit "Heul doch den Mond an" einen Klassiker der modernen Jugendliteratur.