Allein in einer Nacht im Februar am Majdan sind es mindestens 25 Menschen, die bei den Zusammenstößen ums Leben kommen, seit Beginn der Proteste in der Ukraine sterben mehr als 80 Menschen, über Tausend werden verletzt. Erst die vielen Opfer – so die brutale Logik dieses Aufstands – brachten das Machtsystem des Wiktor Janukowytsch zum Einsturz. Mit den Schüssen vom Majdan besiegelte das Regime sein eigenes Ende. In diesem Buch kommen vor allem Stimmen aus der Ukraine selbst zu Wort, Schriftstellerinnen, Dichter, Intellektuelle. Aber auch Autoren aus anderen Ländern beschreiben den historischen Prozess. Das Buch wird zur Momentaufnahme eines Aufstands. Die Zeit, um die es geht ist: jetzt. Mit dem Buch betreiben wir Geschichtsschreibung des Augenblicks.
Texte von Anastasija Afanasjewa | Juri Andruchowytsch | Yevgenia Belorusets | Elmar Brok | Roman Dubasevych | Kai Ehlers | Orlando Figes | Jörg Forbrig | Timothy Garton Ash | Rebecca Harms | Yaroslaw Hrytsak | Tamara Hundorowa | Olexandr Irwanez | Halyna Kruk | Wolodymyr Kulyk | Andrij Ljubka | Maria Matios | Adam Michnik | Switlana Oleschko | Martin Pollack | Andrij Portnov | Taras Prochasko | Roman Rak | Mykola Rjabtschuk | Konrad Schuller | Ostap Slyvynsky | Natalka Sniadanko | Timothy Snyder | Olexandr Stukalo | Natalia Yeryomenko | Serhij Zhadan
• "Ich hoffe sehr, dass wir, die Ukrainer, beim Aufbau unseres neuen Staates genauso reif, verantwortungsbewusst, modern, organisiert und zivilisiert sind wie während unserer Revolution, dem Euromajdan." (S.23) - Andrij Ljubka • "Die Majdan-Bewegung will ein Reformprogramm formulieren, das es bisher nicht gibt, und sucht nach einer neuen gesellschaftlichen Kraft, die es ebenfalls noch nicht gibt." (S.33) - Andrij Portonov • "Die EU wird die nach Freiheit strebenden Bürger unterstützen, doch über das Schicksal der Ukraine kann nicht in Brüssel oder Moskau entschieden werden, sondern allein in Kiew." (S.81) - Elmar Brok • "Der Majdan ist ja nicht nur ein konkreter Platz in Kiew, auf dem Unzufriedene zusammenkommen. Der Majdan ist in diesen anderthalb Monaten zu einem eigenen Format geworden, so etwas wie seinerzeit die polnische Gewerkschaft Solidarność." (S.113) - Serhij Zhadan • "Es ist ein Aufstand gegen Ungerechtigkeit, Korruption, fehlende Rechtsstaatlichkeit und gegen die Verletzung der Menschenwürde." (S.123) - Maria Matios • "Der Majdan stützt sich auf gegenseitiges Vertauen und Gemeinschaft und ist zu einem Ort der gesellschaftlichen und kulturellen Kreativität geworden, zu einem Ort der Zivilgesellschaft, die jeden vor der Willkür des Regimes und der eigenen Angst schützt. Der Majdan ist ein Ort der Rückkehr zu uns selbst geworde , zu einem Ausgangspunkt für eine neue Ukraine." (S.155) - Halyna Kruk
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