In der wildromantischen Landschaft des südlichen Schwarzwalds erfüllt sich auf dramatische Weise das Schicksal zweier ungewöhnlicher Frauen. Die junge Julie erhält von einer entfernten Verwandten einen wunderschönen alten Berghof geschenkt. Doch es gibt eine Julie soll herausfinden, warum das Haus - einstmals das einzige Hotel weit und breit - seinen Zauber verlor und in einen Dornröschenschlaf fiel. Julie, die sich auf den ersten Blick in den Berghof verliebt hat, beginnt in alten Tagebüchern zu stöbern und taucht ein in eine Welt aus Leidenschaft, Eifersucht und tödlicher Liebe.
Ich habe dieses Buch von meinem Vater geschenkt bekommen, der es sich in der örtlichen Buchhandlung empfehlen ließ, da es bei uns im Schwarzwald spielt und sogar unsere Ortschaft einmal erwähnt wird. Für das Personal der Buchhandlung und für meinen Vater, der sich kaum für erzählende Literatur interessiert, schien dies ein ausreichendes Qualitätskriterium zu sein. Aus eigenem Impuls hätte ich ein solches Buch nie gelesen. Wie auch in anderen populären Genres wie Fantasy oder Krimi gibt es im Bereich "Historischer Roman" zu viel Durchschnittsware, die sich aufgrund geschickter Marketingstrategien dennoch durchsetzen kann. Ich versuche, diese Art von Trivialliteratur zu meiden, in welche dieses Werk sich nahtlos einfügt.
Der Handlungsverlauf ist vorhersehbar und mit einer faden, überflüssigen Rahmenhandlung überstülpt. Das Buch wirkt oberflächlich, da aufdringlich konstruiert und schlecht recherchiert, die Figuren bleiben eindimensional. Die authentische Beschreibung des Alltags auf einem Schwarzwälder Bauernhof oder in einer abgelegenen Dorfgemeinschaft Anfang des 20. Jahrhunderts ist nicht im Interesse der Autorin. Vielmehr geht es um elementare menschliche Motive und Taten, um Neid, Leidenschaft und Obsession, Besitzansprüche, Verlustängste, die zu Mord und Intrigen führen. Der Schwarzwald ist hierfür die gewählte, aber letztendlich beliebige Kulisse für eine Geschichte, die eindeutig von einer Touristin verfasst wurde, welcher das Detailwissen fehlt um Eigenheiten der Landschaft und Gerätschaften eines Schwarzwaldhofes benennen zu können. Nur ein Beispiel: als ich die Szene las, wie die beiden Frauen BLAUbeeren (statt HEIDELbeeren) pflücken, verlor ich jeden restlichen Respekt vor den Bemühungen der Autorin.
Insgesamt ist das Buch zu modisch geschönt und voller feministischer Klischees, was sich in der Namensgebung und den Lebensläufen ihrer Heldinnen spiegelt - lauter schöne, starke, zielstrebige junge Frauen mit hübschen Namen, die trotz innerer Unsicherheiten und äußerer Schicksalsschläge dennoch selbstbewusst ihren Weg gehen. Nichts neues also. Wie gemacht als Drehbuch für einen ebenso seichten deutschen TV-Film.
PS: Wer mir bezüglich des Begriffs Heidelbeeren nicht glaubt, kann den Unterschied zu Blaubeeren gerne googlen.
This book shocked me. It was so fucking intense. The fighting. The insults. The "I will kill my fetus by jumping off that thing there". Like bitch, hold the fuck up, why was that in my grandma's book case? :D
I could hardly put down this book... I loved the descriptions of the beautiful countryside, the smells and views - made me nostalgic and a bit homesick for Germany. Alas, I wouldn’t have wanted to live then and be exploited or manipulated like poor Rosanna.
Another excellent "historical" novel from this author. This one had less to do with any particular historical events but told a story about women set in a certain time (turn of the 19th to 20th century) in a small town near Freiburg, with an accurate description of how people at that time lived.