Von den Älteren lernen wir über Widerstandsfähigkeit, die subtilen Freuden des Lebens und die Bedeutung von Geduld und Verständnis. In ihren Geschichten und Erfahrungen sehen wir ein Spiegelbild des Lebens selbst, mit all seinen Höhen und Tiefen. Marcel Mayr begann mit gerade einmal 16 Jahren die Ausbildung zum Altenpfleger. Er erlernte dabei nicht nur einen Beruf, sondern gewann durch den Umgang mit älteren Menschen auch an Lebenserfahrung. In dem Buch spricht Marcel ehrlich und offen über die Herausforderungen in der Pflege, zeigt aber auch, welche schönen und unbezahlbaren Momente er als Altenpfleger erfahren durfte. Dabei lässt er uns teilhaben an den Lebensweisheiten und Ratschlägen, die ihm mit auf den Weg gegeben wurden.
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Schon lange wollte ich ein gutes Buch zum Thema Altenpflege lesen. Hier habe ich eine sehr gute Wahl getroffen. Die beiden Autoren haben Wunderbares geleistet. Sie haben es gewusst, wie sie die informative Seite mit der Emotionalen verbinden und das auf möglichst behutsame und rücksichtsvolle, aber auch unterhaltsame Art und Weise. Marcel Mayr, ein wohl erzogener junger Mann, klug und empathisch noch dazu, hatte mit 16 seine Ausbildung zum Altenpfleger angefangen, und arbeitete einige Jahre in diesem Beruf. Was er zu berichten hat, ist nicht nur Insiderwissen, was aber schon an sich sehr kennenlernenswert ist. Es menschelt mitunter auch sehr. Man wird auch emotional mitgenommen. Bei diesem Thema kein wunder eigentlich. Dennoch. Der Hauptkonflikt, der oft genug zur Sprache kommt und wie ein roter Faden durch das Buch geht, ist die Diskrepanz zwischen dem Grundgedanken der Altenpflege, den Marcel auch lebt: Er ist stets bestrebt, seinen Patienten zu helfen, denkt dabei an ihr Wohlbefinden, ihre Würde usw. Dagegen steht der alles beherrschende neoliberale Ansatz der heutigen Wirtschaft, dem sich auch die Altenpflege beugt, er kennt solche Begriffe wie Würde und Rücksicht nicht. Geld steht über allem. Und gerade in der Altenpflege wird dieser Konflikt deutlich sichtbar. Rein menschlich handelt Marcel richtig, häuft aber auch die Überstunden an, die sein Chef oft nicht akzeptieren will, um nur ein Beispiel zu nennen. Auf den Punkt gebracht steht es auf S. 149: „Das Pflegesystem wurde so lange Zeit monetarisiert, die Politik hat mir den Entscheidungen, die sie getroffen hat, und auch mit den Entscheidungen, die sie nicht getroffen hat, nicht nur die Altenpflege, sondern die Pflege generell finanziell so sehr gedrückt, dass die Arbeit am Menschen mittlerweile zweitrangig ist und sich alles nur noch darum dreht, wie das meiste Geld mit dem geringsten Einsatz herausgeholt werden kann.“ Kein Wunder, dass man eines Tages nicht ein Teil dieses Systems sein mag, denn das bedeutet auch tagtägliche Selbstausbeutung zugunsten der wenigen, die davon zu profitieren wissen. Auch die Geschichten aus dem Leben findet man hier reichlich: Die Schicksale der Menschen, die mitunter auch die Haare zu Berge stehen lassen. Aber auch die sozusagen erfolgreichen Lebensverläufe, die auf ihre eigene Art zu denken geben. Einige Lebensweisheiten findet man hier, eingebettet in diese Geschichten aus dem Leben, denn die Fragen des Glücks, des Sinns des Lebens treiben den jungen Marcel rum, gerade weil er viel mit den Alten zu tun hat, die in der Lage sind, auf das Leben zurückzublicken und ihre Schlüsse zu ziehen. Sehr schön, gekonnt, erzählt ist das Ganze. Mit Sinn und Verstand. Sehr gern gelesen.
Marcel Mayrs Buch "Was die Alten schon gecheckt haben und ich jetzt auch: Mein Leben als Altenpfleger" hat mich von der ersten Seite an mitgerissen. Als ausgebildeter Altenpfleger gibt Mayr ehrliche Einblicke in seinen Berufsalltag und erzählt anonymisierte Fallgeschichten, die tief berühren und viel über das Leben verraten. Bereits mit 16 Jahren begann er ein Schülerpraktikum in der Altenpflege, das ihn neun Jahre lang prägte.
Mayr schildert die Herausforderungen und die emotionalen Höhen und Tiefen der Pflegearbeit, besonders während der Corona-Pandemie. Trotz schwieriger Arbeitsbedingungen nahm er sich immer Zeit für seine Patienten, erfüllte ihnen letzte Wünsche und brachte frischen Wind in alte Strukturen.
Sein Buch ist ehrlich, unterhaltsam und oft bewegend, ohne rührselig zu sein. Mayr zeigt die Missstände im Pflegesystem auf, ohne zu dramatisieren. Dieses Buch ist eine wertvolle Lektüre für jeden, der sich mit der Thematik Pflege auseinandersetzen möchte. .............................. Bitte beachten Sie, dass diese Bewertung auf einem kostenlosen Produkt basiert, das ich im Rahmen des Vine-Programms erhalten habe, und dass mein Urteil ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen beruht.
Berufe in der Pflege werden meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig wertgeschätzt und somit war ich schon sehr gespannt auf „Was die Alten schon gecheckt haben ich jetzt auch“ von Marcel Mayr. Mayr hat bereits im Alter von gerade einmal 16 Jahren eine Ausbildung zum Altenpfleger gemacht und berichtet nun in seinem Werk darüber, was er in der Zeit gelernt hat, wie er durch die Menschen um ihn herum gewachsen ist und was ihm der Beruf als Altenpfleger bedeutet.
Dabei schreibt Mayr, der den Beruf insgesamt neun Jahre ausgeübt hat, wie ihn die älteren Menschen beeinflusst haben, wie sie ihm bei einigen Themen zum Umdenken bringen konnten und was der Beruf an sich aus einem Menschen machen kann. So werden Pfleger an sich heutzutage immer noch viel zu wenig wertgeschätzt, sondern arbeiten auch oft an der Belastungsgrenze und darüber hinaus, weil immer Not am Mann ist und jeder pflegebedürftige Mensch andere Bedürfnisse hat.
Das Werk ist insgesamt informativ, oftmals berührend, aber auch an vielen Stellen humorvoll geschrieben, sodass man ein doch recht ernstes Thema, das im Grunde genommen uns alle angeht, nicht zu trocken geschrieben ist.
Marcel gibt in seinem Buch den Alltag als Altenpfleger wieder, erzählt dabei unglaubliche Geschichten und was ihm die Alten dabei gelernt haben. Ich hatte vorher nicht soooo die Ahnung von der Altenpflege und durch das Buch bekommt man einen guten Eindruck was da abgeht. Die Geschichten sind berührend und spannend. Es lässt sich flüssig lesen.