Wenige Wochen nach Abschluss des Lehramtsstudiums ereilt Susi eine Hiobsbotschaft: Sie muss ihr Referendariat in der oberfränkischen Provinz absolvieren, fernab ihrer geliebten Heimatstadt München. Für Trauerarbeit bleibt kaum Zeit, denn das Ministerium kennt keine Gnade und drängt auf einen raschen Umzug. Nur ihr Tagebuch steht Susi als treuer Begleiter in diesen dunkeln Stunden zur Seite. Hier schildert die junge Lehrerin ihren neuen Alltag und verrät die ungeschönte Wahrheit über ominöse Treueschwüre, technikhassende Dino-Kollegen und pubertierende Mitmenschen im Motivationstief ...
Als @Schulranzenfrau bringt "Susi Seidl" täglich tausende Instagram-User zum Lachen. Ihr selbstkritischer Humor und ungeschönter Blick hinter die Kulissen des (Corona-)Schulalltags treffen offensichtlich einen Nerv! Dass ihr beißender Witz auch abseits von Memes funktioniert, beweist die "Frau mit Klasse" nun in ihrem ersten Buch.
Ein wunderbar schwarzhumoriger Blick auf Sinn und Irrsinn des Schulbetriebs: ehrlich, lustig, pointiert.
Puh, das war .. anders als ich es erwartet habe. 😅 Das Buch klang perfekt für mich und ich hatte mir einige lustige Schul-Anekdoten erhofft, die das mir bekannte tägliche Chaos einer jungen Lehrerin widerspiegeln und mich zum schmunzeln bringen. Stattdessen bin ich etwas fassungslos von den Erzählungen der Protagonistin (ich hoffe nach wie vor, dass es KEIN autobiografisches Buch ist)! Es ist erschreckend, dass eine so empathielose, herablassende und schon fast gemeine Frau Lehrerin geworden ist. Mit jedem Kapitel habe ich mich gefragt, warum sie diesen Beruf gewählt hat, wenn sie ihn offenbar abgrundtief hasst und keine Lust auf Kinder bzw Jugendliche hat? 🤔🤡 Kein Wort der Freundlichkeit und Wertschätzung über ihre Schüler*innen, nur Verachtung, Hohn und Herabwürdigungen. Auch wie sie über ihr Kollegium spricht, ist erschreckend. Dabei weiß sie natürlich alles besser und ist so viel klüger als die anderen. 🙄🙄 Es war wahrlich kein Lesevergnügen und ich kann jedem nur hiervon abraten und der Autorin einen anderen Beruf empfehlen. Vielleicht als Bestatterin, um keinen lebenden Menschen Schaden zuzufügen ✌🏻
So stell ichs mir vor Nach der Schule Lehrer werden? Haha, selten so gelacht, denn genau wie Susi es hier beschreibt, stell ich mir das vor. Man wird nicht ernst genommen, hat völlig überzogene Erwartungen und dann wird einem die Vorbereitung auch noch buchstäblich zerrissen. Ein wundervoller Einblick in die völlig unterbezahlte und überarbeitete Welt einer jungen Lehrerin und Referendarin. Wertschätzung findet man hier wohl nur bei den Schülern, denn die waren mir tatsächlich am sympathischsten, genau wie Susi. Dem Schulalltag mit Ironie und Sarkasmus zu begegnen, ist wohl die mittlerweile gängigste Art und Weise. Ich würde es nicht anders machen. Trotz allem Spaß und Witz, der hier zur Unterhaltung beiträgt, ist es doch immer wieder ein Kampf. Nicht nur das Lehramtstudium selbst, auch die Zeit danach sind schlichtweg untragbar, genau wie die Zustände an den Schulen. Ein schöner Augenöffner, dass das Bildungssystem unbedingt reformiert werden muss und wir viel mehr Fokus auf die Kinder und Jugendlichen legen müssen, denn sie sind unsere Zukunft
Sarkastische Schilderung des Wahnsinns im Referendariat an bayerischen Schulen, die sich (zum Leidwesen vieler Referendar:innen) recht nah an der Realität bewegt. Viele (stellenweise recht klischeebeladene) Stereotype und eine Prise schwarzer Humor führen zu einigen unerwarteten Lachern, regen aber auch zum Hinterfragen des Systems "gymnasiales Referendariat" an. Der Schreibstil ist ansprechend und dem Inhalt angepasst, wodurch eine kurzweilige Lektüre entsteht. Klare Empfehlung für alle Refs, Lehrkräfte und Schüler:innen.
Vor allem dann witzig, wenn man an der gleichen Seminarschule war und erkennt, wie nah sich die beschriebenen Charaktere an der Realität befinden. Die Selbstdarstellung war dafür zuweilen etwas anstrengend 😅