'Letzter Atem' von Michael Kibler ist das mittlerweile 16. Buch der Serie um Steffen Horndeich und ich empfinde es als der perfekte Zeitraum um aufzuhören. Trotz vielen Lokalitäten, die ich kenne, trotz der sehr sympathischen Charaktere, habe ich das Gefühl, dass Kibler versucht etwas zu konstruieren. Die Reihe hat deutlich an Geschwindigkeit verloren und auch der dramatische Tod von Janas Freund Ben trägt nicht dazu bei, dass das Buch einen besseren Verlauf nimmt. Ich glaube ich und auch einige Leser hätten sich nach dem übertriebenen Drama in 'Bittere Lüge' ein bisschen weniger von eben diesem gewünscht und die Weiterentwicklung des Charakters Bens wäre sicher ebenfalls sehr spannend gewesen.
Auch der Kriminalfall hat mich dieses Mal wirklich nicht abgeholt und ich fand ihn teils an den Haaren herbeigezogen. Wieder ist dem Autor nicht gelungen die Rückblenden so zu gestalten, dass ein Zusammenhang bestand. So war der letzte Fall irgendwie einfach zu lösen als Leser, so ist dieser komplett Zusammenhanglos auf den letzten 20-30 Seiten gelöst und man sitzt da und denkt sich, woher das gekommen ist.
Von daher hoffe ich, dass es noch einen super Abschluss gibt und dann die Reihe ihr Ende findet.