Mit Aber nach drei Strophen ist Schluss! liefert Renate Bergmann alias Torsten Rohde mittlerweile den 20. Band der beliebten „Online-Omi“-Reihe – und auch dieses Mal wird man nicht enttäuscht.
Renate Bergmann, die Kult-Oma mit ihren charmant altmodischen Ansichten, zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. Für Renate gibt es Traditionen, die man nicht brechen darf, und dazu gehört zu Weihnachten ganz klar der Gänsebraten und die Buttercremetorte. Doch ausgerechnet in der festlichsten Zeit des Jahres sorgen Bauarbeiten im Haus für Chaos. Gemeinsam mit ihren Freunden Ilse, Kurt und der gesamten Hausgemeinschaft nimmt Renate den Kampf gegen das Weihnachtschaos auf, um das Fest zu retten.
Was diesen Roman besonders auszeichnet, sind die vielen Anekdoten über Renates Hausgemeinschaft, bei denen der Leser oft schmunzeln und manchmal laut lachen muss. Renate hat natürlich zu allem eine Meinung, und genau das macht sie so sympathisch.
Der Schreibstil ist wie gewohnt leicht und flüssig, was das Lesen zum Vergnügen macht. Die humorvollen Dialoge und der charmante Ton lassen die Seiten nur so dahinfliegen. Ich habe mich köstlich amüsiert und fand es herrlich, wie die typische Renate-Art auch in diesem Band wieder voll zur Geltung kommt.
Ein kleiner Kritikpunkt: Für ein Weihnachtsbuch hätte es ruhig ein wenig weihnachtlicher sein dürfen. Die chaotischen Bauarbeiten nehmen viel Raum ein, wodurch die Festtagsstimmung manchmal etwas in den Hintergrund rückt.
Insgesamt war es jedoch ein herrlich unterhaltsamer Roman, den ich sehr genossen habe. Wer Renate Bergmann kennt und liebt, wird auch diesen Band nicht aus der Hand legen können.
4,5/5 ⭐️