Ein Sexualstraftäter kommt nicht von seinem Freigang zurück.
Wenig später verschwindet ein kleines Mädchen an dem Ort, wo man den oben genannten Mann vermutet.
Die Ermittlungen auf der kleinen Insel beginnen.
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Das Buch konnte mich leider so gar nicht fesseln.
Gleich vorweg möchte ich sagen, dass es nicht am Fall oder der Auflösung liegt – das ist alles in Ordnung. Ich denke aber, dass sich das Buch irgendwie zwischen all den Problemen und Geschichten nebenher verloren hat.
Das zuständige Team der Polizei wurde gerade erst neu zusammengestellt und irgendwie scheint es nur aus „Problemfällen“ zu bestehen? Oder eher gesagt aus Menschen, die alle in ihren vorherigen Teams Probleme hatten / verursacht hatten. Auch unser Protagonist, Frederik, hat eine ziemlich dramatische Hintergrundgeschichte und diese war mir am Ende wohl zu viel. Sie hat sich zu sehr mit dem Fall verwoben und es wurde versucht eine „Dramatik“ / „Nahbarkeit“ zu erzeugen, die ich einfach nicht gefühlt habe. Es wirkte ein gewollter Zufall, der für mich irgendwie plump rüberkam.
Auch denke ich, dass eine gute Geschichte, die sich mit so einem Fall beschäftigt, nicht auch noch eine so dramatische Backstory des Protagonisten braucht. Vor allem scheint dies ja auch eine Buchreihe zu sein (? Auch, wenn es erst einen Band gibt) ... da hätte man sich auch einfach Zeit lassen können. Es wird einfach so, als hätte man versucht, so viel wie möglich in einen Band zu quetschen.
Ja ... man kann wohl sagen, es war mir einfach zu viel Drama drumherum.
Im Polizeiteam gibt es eine mehrgewichtige Person und obwohl unser Protagonist sehr empathisch und tolerant wirkt, wird genau bei dieser Person auf die Körperfülle gezielt. Das Ganze ist nur zweimal vorgekommen, aber besagtes Teammitglied kam auch nicht oft vor.
Aber das Emotionen etc am „Speck von jemandem abprallen“ ist irgendwie echt keine korrekte Aussage ...
Vielleicht hätte ich alles mehr gefühlt, hätte mich der Schreibstil mehr gecatcht. Leider war er mir zu sachlich und gradlinig und ... nicht emotional genug. Für mich war es wie eine kühle Abhandlung und ich konnte einfach nicht mitfiebern.
Schade.
Hörbuch
Markus Hoffmann hat angenehm gelesen, auch wenn das Tempo für meinen Geschmack doch recht langsam war und ich das Hörbuch auf einer schnelleren Geschwindigkeit hören durfte / musste.
Die Charaktere wurden ganz okay dargestellt, auch wenn ich mir noch eine größere Varietät bei den Stimmen gewünscht hätte – und bei den Emotionen.