Dirk Bernemann enttäuscht nie — oder zumindest fast nie. Die meisten seiner Werke habe ich gelesen, seine vielen Worte, Sätze begleiten mich schon seit etwas 10 Jahren, damals war ich erst 15. Auch deshalb war ich eine der Vorbestellerinnen. Freudig habe ich auf das Buch gewartet und wurde letztendlich (fast) nicht enttäuscht. Denn Bernemann wird im Schreiben immer besser, beschreibt präzise, erzeugt Bilder und ist gut darin, die gesellschaftliche (Ab)Spaltung darzustellen. Bernemann ist ein unfassbar begabter Beobachter.
„An und für sich“ hat mir der Roman sehr gut gefallen, nur war er leider zu kurz! Was natürlich sowohl für als auch gegen ihn sprechen kann. Deshalb habe ich das Buch auch nur häppchenweise konsumiert, habe es mir aufgespart, um nicht alles an einem Tag zu verschlingen. Satt bin ich aber trotzdem nicht geworden.
P.s.: Herr Bernemann, ich möchte Sie überhaupt nicht unter Druck setzen, aber wir brauchen mehr Stoff!