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Terranova #2319

Perry Rhodan - Die Siedler von Vulgata

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Sie sind terranische Kolonisten - und erhalten Besuch von der Terminalen Kolonne
Auf der Erde und den Planeten der Milchstraße schreibt man das Jahr 1344 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - dies entspricht dem Jahr 4931 alter Zeitrechnung. 13 Jahre sind vergangen, seit eine Veränderung der kosmischen Konstanten die Galaxis erschütterte.
Mittlerweile hat sich die Lage normalisiert: Der interstellare Handel funktioniert wieder, die Technik macht große Fortschritte. Da erreicht die Terminale Kolonne TRAITOR die Milchstraße. Diese gigantische Raumflotte gehört zu den Chaosmächten, die mit der Galaxis ihre eigenen Pläne verfolgen. So genannte Kolonnen-Forts entstehen überall, um die zivilisierten Welten unter die Knute TRAITORS zu zwingen. Eines dieser Forts - TRAICOON 0098 - wird im Solsystem zerstört, doch sein Kommandant kann fliehen.
Währenddessen macht die Terminale Kolonne in anderen Sektionen der Milchstraße von sich reden. Sogar der unbekannte Planet Vanderbeyten ist von ihren Auswirkungen betroffen. In diesem Fall trifft es DIE SIEDLER VON VULGATA...

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First published January 27, 2006

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About the author

Titus Müller

66 books22 followers
Geboren am 15.10.1977 in Leipzig. Studierte in Berlin Literatur, Geschichtswissenschaften und Publizistik. 1998 gründete er die Zeitschrift „Federwelt“ und war bis 2001 Herausgeber und Redakteur, bei einer Gesamtauflage von 18.000 Exemplaren. Heute erscheint die Zeitschrift im Uschtrin Verlag. 2002 veröffentlichte Titus Müller mit 24 Jahren seinen ersten Roman „Der Kalligraph des Bischofs“. 2005 wurde er mit dem C.S. Lewis-Preis ausgezeichnet, dotiert mit einem fünfwöchigen Schreiburlaub auf der Isle of Wight. Im gleichen Jahr belegte er den zweiten Platz beim Würth-Literaturpreis der Universität Tübingen.

2008 erhielt sein Roman „Das Mysterium“ den Sir Walter Scott-Preis in Bronze als einer der drei besten historischen Romane der letzten zwei Jahre. Für den Roman „Nachtauge“ wurde er 2014 im Rahmen einer Leserumfrage zum Histo-König des Jahres gewählt. Im selben Jahr nahm ihn die Schriftstellervereinigung P.E.N. (PEN-Club) auf.

Titus Müller ist verheiratet und hat zwei Söhne. Er lebt mit seiner Familie im Hügelland zwischen Isar und Inn.


Wer ich bin
"Als Kind grüßte ich jeden Morgen einen Mann, ohne ihn zu kennen. Es war eine Gewohnheit, die ich liebte. Nie haben wir ein Wort gewechselt, das kurze Heben der Hand machte uns zu Vertrauten. Wohin er ging, während ich zur Schule fuhr, weiß ich nicht. Nach meinem letzten Schultag sah ich ihn nicht wieder. Während des Studiums erfand ich ein neues Ritual. Ich entdeckte ein Schild am Nebeneingang zum Universitätscampus: „Post und Lieferanten“.
Gebunden durch eine stille Absprache mit mir selbst, betrat ich das Gelände nur noch durch diese Hinterpforte. Nach meinem letzten Tag, als habe man darauf gewartet, wurde die Pforte mit einem schmiedeeisernen Tor verschlossen. Heute verwittert das Schild für „Post und Lieferanten“. Niemand braucht es mehr.

Ungelesene Bücher stelle ich nicht ins Regal, nur die gelesenen. Es ist mir gleich, ob ich dabei Buchreihen auseinanderreiße.

Ich tauche beim Schreiben in die Lebenswelt zurückliegender Jahrhunderte ein. Durch diese Reisen in eine Zeit von Seuchen, Schwertern und Dampflokomotiven sehe ich den eigenen Alltag mit neuen Augen. Wir leiden darunter, dass das Leben an uns vorbeirauscht. Wir arbeiten, schlafen, essen, arbeiten, schlafen, essen – und wünschen uns, wieder zu hören, wie am Morgen eine Amsel singt. Wir wünschen uns, die Ameise zu sehen, die eine Tannennadel schleppt. Wir wollen den Wind spüren, der über unsere Wangen streicht. All das ist jeden Tag da, die Amsel, die Ameise, der Wind. Nur wir sind blind geworden durch unsere Lebensgeschwindigkeit.

Was ich sammele, halte ich den Menschen hin. Kleine Fundstücke: eine Murmel, eine Vogelfeder, eine alte Bahnfahrkarte. Ich bin Sammler, Staunender und Entdecker von Beruf."

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Profile Image for Deborah.
203 reviews16 followers
May 31, 2017
In diesem SciFi Roman verlässt Titus Müller sein gewohntes Genre des historischen Romans und wendet sich der Zukunft zu. Die Frage, die sich stellt ist, "Was wäre wenn?" Wie alle guten SciFi Romane, beschäftigt sich auch Die Siedler von Vulgata mit tief gehenden philosophischen Fragen. Titus Müller greift hier vor allem ein Thema auf: Liebe.

In dem Namen Vulgata verstecken sich bereits viele Hinweise auf die Geschichte. Die Vulgata ist die lateinische Übersetzung der Bibel, die von der katholischen Kirche irgendwann auf den gleichen Status des griechischen und hebräischen Urtexts gesetzt wurde, auch wenn es nur eine Übersetzung ist. Doch Traditionen haften schwer und verändern sich nur selten. So wird die Vulgata auch heute noch in römisch-katholischen Kirchen gebraucht und im Vatikan spricht man bis heute Latein. So ist auch die Siedlung Vulgata in diesem Roman eine an Traditionen gekettete Kultur. Gegründet von Flüchtlingen, die aus Glaubensgründen ihren Heimatplaneten verlassen mussten, ist die Kultur in 66 Häuser aufgeteilt, die nach den 66 Büchern der Bibel, also der Vulgata, benannt sind. Ehen dürfen nur zwischen benachbarten oder zwischen eng beieinander liegenden Häusern geschlossen werden. Der autokrate Herrscher, der Patriarch, kommt aus dem Haus Offenbarung. Immer.

Doch während die Gesellschaft scheinbar so stark durch die Vulgata Bibel gegliedert ist, kennt niemand dieses Buch. Alle technischen Geräte der ersten Siedler wurden gemeinsam mit einer einzigen Kopie des Heiligen Buches weggeschlossen und niemand hat dieses jemals gelesen. Statt dem Buch regieren 520 Gesetze das Leben in Vulgata und diese sind zum größten Teil Verbote.

Als ein Junge namens Arrick das Heilige Buch entdeckt und darin über Liebe liest, verändert dies sein ganzes Leben.

Die Frage wie weit Nächstenliebe geht, ist eine interessante Frage und Titus Müller geht diese Frage mit viel Geschick und Fingerspitzengefühl nach. Die Hauptfiguren gehen sehr schwierige Wege um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen, stehen vor moralisch sehr herausfordernden Entscheidungen und der kompliziertesten aller Fragen: Wie liebt man seine Feinde, wenn diese einen töten wollen? Liebe in ihren Facetten, Herausforderungen und Veränderungen hat Titus Müller meiner Meinung nach wunderbar dargestellt.

Losgelöst vom Perry Rhodan Zyklus kann diese Geschichte ganz allein faszinieren. Erschienen 2006 hat die Geschichte heute mehr Aktualität und Brisanz denn je. Wie gehe ich mit den Fremden um, die meine Gesellschaft zu überschwemmen scheinen. Was bedeutet Liebe, wenn der Fremde so anders ist, dass ich scheinbar keine Anknüpfungspunkte habe?

Nicht umsonst hat der Roman den bedeutenden C.S. Lewis Preis 2005 gewonnen.
48 reviews16 followers
February 8, 2017
Ein großartiges Buch. Man kann Parallelen zur gegenwärtigen politischen Situation und dem Umgang mit fremden Kulturen ziehen, wenn man möchte. Sehr lesenswert, auch für nicht Science Fiction Fans, da sich der Sci-Fi-Anteil des Buches in Grenzen hält.
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