In der Proklamation �sthetischer Provokation haben die modernen �sthetiken der Avantgarde die potenzielle Realisierung der Autonomie von Kunst wie von Literatur gesehen. Insbesondere Hugo Balls Schriften belegen diese zentrale kunst- und literaturtheoretische These; ihre Lekt�re entwickelt in Konfrontation mit f�r sie zentralen, weiter reichenden Theoremen eine Vorstellung und Interpretation der �sthetischen 'Formation' von Kritik und Literatur. Oliver Ruf zeigt, dass das damit verbundene provozierende Potenzial einen Akt der Kollision innerhalb der Moderne impliziert, der schlie�lich auch den Weg f�r eine Nobilitierung der 'post-modernen' Diskurse der Gegenwart bereitet hat.