Samuel Becketts Interesse fur die deutsche Literatur und Kultur ist unbestritten. Dieser international besetzte Band ergrundet Becketts Auseinandersetzung mit deutschem Kulturgut in seinen Werken, in Manuskriptfassungen und in den noch unveroffentlichten Tagebuchern, die Beckett wahrend seines Aufenthalts in den 1930er Jahren in Deutschland verfasste. Daruber hinaus kommen intertextuelle Schnittpunkte zwischen Beckett und klassischen wie zeitgenossischen Autoren zur Sprache. Die Beitrage werfen so einen einmaligen Blick auf die deutschen Einflusse in Becketts Werk und untersuchen seine Wirkung auf jungere deutschsprachige Autoren wie W.G. Sebald, Peter Handke und Michael Lentz.
Jan Wilm, geboren 1983, studierte Anglistik und Amerikanistik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er mit einer Arbeit über J. M. Coetzee promovierte. Als Literaturwissenschaftler arbeitete er an der Technischen Universität Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt sowie dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Er ist Schriftsteller, Übersetzer unter anderem der Werke von Maggie Nelson und Literaturkritiker für Publikationen wie die "Neue Zürcher Zeitung", die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Los Angeles Review of Books" und das "Times Literary Supplement". 2016 erschien von ihm das Buch "The Slow Philosophy of J. M. Coetzee", 2019 der Roman "Winterjahrbuch". Wilm lebt in Frankfurt am Main.