Wie lasst sich das Mogliche regieren, ohne es zu reglementieren? Dieser Band beschaftigt sich mit dem Verhaltnis von Wissensformen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts 'Regierung' im Sinne einer Organisierung und Durchformung von Gesellschaft ermoglichen, zu Konzeptionen dessen, was Robert Musil als Moglichkeitssinn bezeichnet hat: eine Form des Wissens, die uber das Faktische, das Gegebene, das Notwendige hinausgeht. Mit Schwerpunkt auf literarische Texte der Zwischenkriegszeit skizziert der Band ein Facher und Disziplinen ubergreifendes Wissen vom strategischen Einsatz des Moglichen, das wissenschaftliche Fragestellungen mit gesamtgesellschaftlichen Interessen und asthetischen Fragen verbindet.