Endlich habe ich das 2023 erschienene Bilderbuch der Afrikawissenschaftlerin, Referentin für intersektionale rassismuskritische Bildungsarbeit und Podcasterin Josephine Apraku in die Finger bekommen. Und bin begeistert! Apraku erzählt eine Geschichte über Abschiednehmen und Traurigsein, aber vor allem eine Geschichte über eine große, wunderbare Familie. Yaos Uroma ist gestorben. Aus der ganzen Welt kommt Yaos Familie nun zusammen, um Tschüß zu sagen. Yao fliegt zum ersten Mal, nach London und danach nach Accra in Ghana. Alle treffen sich hier, essen gemeinsam, weinen gemeinsam, tanzen gemeinsam. Und feiern das Leben von Uroma Grace.
„Tschüss Uroma“ ist ein bereicherndes Buch zum Vorlesen, für Kinder mit großen, weitverteilten Familien genauso wie für Kinder ohne. Wichtige und interessante Aspekte wie Überführungen oder auch die Ungerechtigkeit von Reisepasswertigkeit werden auf Yaos abenteuerlicher Reise angeschnitten. Die Diversität der Familie, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Trauerkultur sind sehr sorgsam und rund in die Geschichte eingebettet. Dieses besondere Buch über Abschied und Zusammenkommen macht Freude, ich habe große Lust bekommen, es vorzulesen.