Als in einer Sturmnacht im verwilderten Garten des leerstehenden Gutshauses Holthusen in Kiel-Schilksee eine alte Eiche auseinanderbricht, offenbart sich In dem hohlen Baumstamm kommen die sterblichen Überreste des seit drei Jahren vermissten Kalli Holthusen zum Vorschein. Von einem Moment auf den anderen war der Sechsjährige wie vom Erdboden verschluckt, die Ehe seiner Eltern Anne und Clemens zerbrach darüber. Zu allem Unglück kann niemand der Mutter vom Auffinden Kallis berichten, denn auch Anne Holthusen ist seit der Trennung verschwunden. In die damals angemietete Wohnung ist sie nie eingezogen, und nicht einmal engste Freunde und Familienangehörige wissen, wo Anne steckt. Da geht etwas nicht mit rechten Dingen zu, das wittern Telse Himmel und Wanda Holle sofort. Weil sich Wandas Nachbar, der Kriminalkommissar Olaf Wuttke, hartnäckig weigert, aktiv zu werden, ermitteln die findigen Freundinnen auf eigene Faust. Ihre Suche führt die Hobby-Detektivinnen unter anderem in ein Besetzercamp gegen Bauvorhaben im Olympiahafen und zur schrulligen Ex-Nachbarin der Holthusens. Und schließlich machen sie eine Entdeckung, die sie niemals erwartet hätten.
Ich fand den 2. Band rund um Wanda & Telse sogar noch besser als den 1. ☺️ Die Autorin versteht ihr Handwerk und schafft es, einen spannenden (und teilweise gruseligen Kriminalfall in ein gemütliches Setting einzuspeisen. Wanda, Telse, Olaf, Camilla und Co. sind mir schon im 1. Band ans Herz gewachsen, jetzt, wo man sie schon kennt, hat es sehr heul Freude bereitet, ihre Entwicklung zu sehen. Spannend fand ich diesmal auch die wirklich vielfältigen Ermittlungsansätze (u.a. in einem Besetzercamp). Das Ende hätte noch etwas „dramatischer“ sein können, aber so wars zumindest realistisch. Sehr charmant war auch wieder der Lokalkolorit, den ich sehr zu schätzen wusste. Es hat schon etwas besonderes, wenn man alle Örtlichkeiten persönlich kennt 🌊 Ich hoffe sehr auf einen 3. Band der Reihe ☺️
„Orkantief“ ist das zweite Buch um die Freizeit-Detektivinnen Telse Himmel und Wanda Holle aus der Feder von Susanne Bergstedt, das in sich abgeschlossen ist, also ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.
Beim täglichen Spaziergang entdeckt Matilde Albers im Garten der Nachbarsfamilie Holthusen, dass die alte Eiche in der letzten Sturmnacht durch Blitzeinschlag schwer beschädigt wurde. Sie ist regelrecht zerborsten, der Stamm ist innen hohl und neben allerlei Blätter und dergleichen findet sie den seit drei Jahren vermissten, damals 6jährigen Kalli. Sein Vater ist mittlerweile weggezogen, von Anne, seiner Mutter, fehlt jede Spur.
Telse und Wanda bleibt der Leichenfund nicht verborgen, auch haben sie vor kurzem Annes Bruder kennengelernt und so ist es für sie nur logisch, dass Annes Verschwinden nicht nur viele Fragen aufwirft sondern dass auch nach ihr gesucht werden sollte. Ihr Nachbar, der Kriminalhauptkommissar Olaf Wuttke, sieht dies ganz anders und so bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich selbst auf Spurensuche zu begeben. Denn den beiden ist klar, dass hier ganz und gar was faul ist.
Es ist ihr zweites Mal, schon in „Quallenplage“ war ihr detektivischer Spürsinn gefragt und nun ist es wieder so weit. Telse Himmel und Wanda Holle sind zwei agile, gewitzte, sehr rührige Protagonistinnen, die nicht locker lassen. Ihre feinen Antennen fangen all die Infos auf, die andere leicht übersehen könnten. Sie ermitteln weitläufig und wenn sie mal nicht weiter wissen, ist schon mal Telses Tochter Juliane mit ihrer schnellen Internetrecherche gefragt.
„Orkantief“ bietet einen unterhaltsamen Krimi mit viel Lokalkolorit. Auch schätze ich sehr, dass zur ersten Orientierung eine Karte der Kieler Bucht mitsamt dem Ort des Geschehens – Schilksee – auf der rückwärtigen Buchinnenseite abgedruckt ist. Nicht nur die beiden Hauptakteurinnen, auch die anderen Charaktere sind gut getroffen. Die Dialoge sprühen nur so vor Witz und Charme, das Buch ist ein amüsantes, kurzweiliges und sehr unterhaltsames Lesevergnügen.
Orkantief ... der Titel und die Kurzbeschreibung des Buches klangen vielversprechend. Obwohl es der 2. Band ist und ich den 1. nicht gelesen habe, war es kein Problem, mich in die Geschichte schnell einlesen zu können. Die Hauptprotagonisten Wanda Himmel und Telse Holle sind liebenswerte Freundinnen, nicht mehr die Jüngsten und wohnen nebeneinander, also eigentlich wohnt Telse in Wandas Gästehaus. Auf der Rückfahrt nach Kiel lernen sie an Bord eines Fährschiffes das Ehepaar Morten und Kai kennen und kommen ins Gespräch. Telse erzählt von ihrem Hobby, der Fotografie und erfährt, dass es in ihrem Nachbarort Schilksee ein interessantes Fotoobjekt, nämlich ein verlassenes Haus gibt, welches Mortens Schwager und seiner Schwester gehört. Das Haus steht verlassen, nachdem ca. drei Jahre vorher Mortens Neffe von dort plötzlich verschwand und nie wieder auftauchte. Zwei Wochen nach dem Verschwinden des Kindes verschwand auch die Mutter - Mortens Schwester. Irgendwann zog dann ebenfalls Mortens Schwager fort und seitdem steht das Haus leer. Telse und Wanda machen sich einige Tage später auf nach Schilksee, um das verlassene Haus zu fotografieren. Kurz darauf gibt es ein schweres Gewitter, nach welchem Verlauf eine Nachbarin eine furchtbare Entdeckung beim verlassenen Haus machen. Telse und Wanda wittern ein Verbrechen und beginnen, auf eigene Faust zu ermitteln, sehr zum Ärger ihres Nachbarn, dem Kriminalhauptkommissar Olaf Wuttke. Die Geschichte ist nett zu lesen und gut verständlich. Wer aber einen spannenden Kriminalfall erwartet, der wird enttäuscht sein. So werden bestimmte Inhalte, die mit dem eigentlichen Fall wenig zu tun haben, sehr in die Länge gezogen., z.B. wird über fast zwei Kapitel hinweg, eine "Schatzsuche" beschrieben, die einen Streit zwischen den Freundinnen wieder schlichten soll. Die Auflösung des Falls ist schon sehr konstruiert sowie auch die "Zusammenarbeit" mit dem Kriminalhauptkommissar und den beiden Hobby-Detektivinnen. Fazit: Nette seichte Urlaubslektüre.
Die Gestaltung des Covers finde ich toll, die Hintergrundfarbe ist sehr intensiv und die vielen Details gefallen mir sehr gut.
Dies ist bereits der zweite Fall für die Freundinnen Himmel und Holle, dieser ist aber ohne Vorkenntnis problemlos lesbar.
Nach einem Sturm, der über Schilksee hinweggeht werden die sterblichen Überreste des kleinen Kalli gefunden. Seit drei Jahren sind der Sechsjährige und seine Mutter Anne wie vom Erdboden verschluckt. Zuerst verschwand der Junge spurlos, dadurch zerbrach die Ehe der Eltern, Anne soll daraufhin unbekannt verzogen sein. Doch stimmt das? Die beiden Freundinnen Telse Himmel und Wanda Holle wollen mehr darüber hinausfinden und ermitteln auf eigene Faust, mit viel Humor und scharfen Verstand. Ein Camp von Umweltschützern möchte den Ausbau der Olympia Anlage "Fligender Holländer" verhindernd, Telse versucht dort mehr zu erfahren...
Ein wirklich tolles Buch mit viel Spannung und überraschenden Wendungen. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Telse und Wanda sind so sympathische Charaktere und ihre Ideen und Ermittlungen sind mehr als unterhaltsam. Toll fand ich auch die Beschreibungen der Kieler Umgebung. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Ich mochte ja schon den ersten Fall von Himmel und Holle, Quallenplage, und auch Orkantief ist wieder ganz nach meinem Geschmack.
Das Cover ist auf den ersten Blick einfach mit schönen Ostsee-typischen Motiven gestaltet, aber am Ende des Buches macht dann auch die Schaufel der 2 Personen einen Sinn. Innen gibt es noch eine Karte der Handlungsorte für Menschen, denen Kiel und Umgebung fremd ist und die Gummistiefel dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Inhaltlich geht es um zwei Vermissten-/Todesfälle, die Telse Himmel und Wanda Holle mit Hilfe des Nachbarn, Kriminalkommissar Olaf Wuttke, lösen wollen. Dabei gibt es Reibereien, Nebenschauplätze zu den Themen Umweltzerstörung und suspekten Immobilienvorhaben, so einige Wendungen und ganz viel Kieler Lokalkolorit. Die beiden Damen und auch der Kommissar sind typisch norddeutsch, etwas eigen, aber sehr sympatisch.
Ein sehr gut zu lesender, warmherziger cozy crime Roman. Orkantief ist übrigens eigenständig, man muss also den ersten Fall nicht vorher gelesen haben - ich würde es aber doch empfehlen, ganz einfach weil man die Figurenkonstellation mit den Nuancen ihrer Beziehungsaspekte besser versteht, wenn man Quallenplage kennt. Ich freu' mich schon auf weitere Fälle dieses großartigen "Ermittlungsteams".
Hat mir nicht ganz so gut gefallen, wie der erste Teil, da mir der Fall um den es ja eigentlich ging, zu oft in der Geschichte in den Hintergrund gerückt ist.