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Kinsky

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127 pages, Hardcover

First published January 1, 2007

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Paul Divjak

14 books

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January 30, 2025
Paul Divjak lässt uns Teilhaben an den confessiones des Kinskys. Aus einer unbestimmten Erzählsituation heraus spricht dieses Kinsky-Ich zu einem ebenso unbestimmten Adressaten und berichtet intensiv und unmittelbar von seiner Kindheit, seiner Adoleszenz und seines jungen Erwachsenenalters.

Intensiv und unmittelbar teilt sich dieses Ich mit, von einer unbezwingbaren Notwendigkeit getragen, das wilde und ereignisreiche bisherige Leben Revue passieren zu lassen: die hohen Höhen und die tiefen Tiefen, die vielen Exzesse und den unbedingten Willen, sich durchzusetzen und zu beweisen, das Leben zu spüren, komme, was wolle.

Kinsky erzählt uns - oder prahlt er nicht vielmehr? - im mündlichen Duktus, unstrukturiert und impulsiv, rückblickend von seiner Tätigkeit als junger Broker, viele Millionen durch Lügen machend, viele Millionen ob der Lügen wieder verlierend; von seinem hedonistischen Lebensstil voller Nachtclubbesuche, Alkohol, Drogen und Sex; von geheimdienstlichen Aktivitäten am Balkan und daraus resultierenden Verfolgungswahn; von gescheiterten und scheiternden Beziehungen zu Freunden, Kollegen und Partnerinnen. Versatzstücke von Action- und Thriller-Filmen aus Hollywood blitzen hier und da schemenhaft auf.

Nicht ganz zu einem kohärenten Bild lassen sich diese Einzelepisoden zusammenführen, nicht so ganz glaubwürdig ist die Erzählung jenes Kinskys, der zugibt, durch seinen exzessiven Lebensstil seine Psyche und seine psychische Funktionsfähigkeit zerstört zu haben. Stimmt das alles, was dieser Kinsky erzählt, kann das überhaupt stimmen, oder sitzt man gerade einer seiner Geschichten auf?

Ein kurzweiliges Buch, getragen von der geschwinden Unmittelbarkeit seines Erzählmodus.
Profile Image for Samuel.
18 reviews
October 7, 2007
Keine Ahnung was das soll. Und keine Ahnung, wie der Rezensent so gut darüber schreiben konnte. Mir erschließt sich das Buch jedenfalls nicht. Ich finde es langweilig, ganz schön selbstverliebt und letztendlich überflüssig.
Da erzählt einer aus seinem Privat- und Berufsleben, wie er nach abgebrochenem Stu-dium zu Broker wird, viel Geld macht, nach dem Crash aber in Europa neu Fuß fassen muss, was ihm auch gelingt.
Da wird also einfach beschrieben, wie der Weg war, ein paar Highlights hervorgehoben und viel davon erzählt, wie toll er doch ist.
Aber es interessiert einfach nicht, absolut nicht. Der Typ ist vollkommen unspannend weil so vollkommen mainstream, dass man fast schon wieder kotzen muss – aber selbst das erlangt das Buch dann doch nicht.
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