Das letzte Juni Wochenende war leider von Regen und kühlen Temperaturen geprägt und dieses Buch, von dem ich schon hie und da Gutes gehört habe, schien mir genau der richtige Lesestoff für einen trüben Sommertag zu sein und er brachte mir dann tatsächlich die gewünschte Sonne in meine Lesestube.
Ich will ausnahmsweise nicht zu viel schreiben und dieses Buch zerreden und analysieren bis zum geht nicht mehr. Die Geschichten vom Erwachsen werden und Erwachsen sein der Mitglieder der Kirschkernspuckerbande haben mir dermassen gut gefallen, dass ich dieses Werk kurzerhand zum schönsten Buch des ersten Halbjahres küren möchte. Vom ersten bis zum letzten Kapitel haben mich die Erzählungen von den Kirschkernspuckern richtiggehend verzaubert und ich konnte nicht mehr aufhören mit lesen bis ich beim Schluss angelangt war.
Ich glaube, dieses Buch ist für Leser/-innen so ab mindestens 35 Lebensjahren aufwärts geschrieben. Auf den nur 320 Seiten wird auf charmante aber auch direkte Art sage und schreibe ein Zeitraum von 40 Jahren abgehandelt, beginnend anno 1960, und es sind ein paar wunderschöne Anekdoten zu markanten zeitgeschichtlichen Ereignissen oder Erfindungen mit eingeflochten. Der Sprachwitz des Schriftstellers Gernot Gricksch trifft punktgenau mein Humorzentrum und ich habe gegrinst und hie und da kichernd und glucksend gelesen aber auch an ein paar Stellen nachdenklich das Buch kurz auf den Schoss sinken lassen...
Ja, ich weiss das dieser Roman etliche Klischees enthält, nicht besonders anspruchsvoll und sehr leicht zu lesen ist und ich eigentlich deswegen einen oder vielleicht auch zwei Amazon Sterne abziehen sollte, aber ich will nicht! Nö! Dieses Buch hat das gewisse Etwas, ging mir zu Herzen und ich ziehe den Joker der mir erlaubt die Objektivität einfach mal wegzulassen und meine Wertung rein subjektiv und nach Bauchgefühl zu vergeben und das sind 5 Amazon Sterne. Punkt!