Berenice ist Tierkommunikatorin und kann mit schwierigen Pferden telepathisch Kontakt aufnehmen – behauptet sie zumindest. In Wirklichkeit schummelt sie sich durchs Leben und zieht den Leuten mit ihren Lügengeschichten das Geld aus der Tasche. Bis sich eines Tages tatsächlich ein sprechendes Pony bei ihr Berenice soll helfen, einen verschwundenen Pferdekumpel aufzuspüren. Ehe sie sich versieht, ist sie einem handfesten Skandal auf der Spur, stolpert von einer peinlichen Situation in die nächste und verknallt sich in den Tierarzt.
Plus: Fängt gut an, nervt nicht durch Beschreibungen von Innenleben anhand körperlicher Symptome, viele Details aus dem Pferdehalterinnendasein, neuer Twist des "Figuren erhalten immer 2x einen Schlag auf den Kopf"-Trope. Minus: Lahme Liebesgeschichte, im Mittelteil zu viel Verzettelung in unlustigem Slapstick, gekürzt und gestrafft hätte ich es lieber gelesen.
Das war besser als ich erwartet habe. Durchaus komisch, aber weil die Autorin auch was von Pferden versteht, eben auch sonst ein nettes Buch. Das mit den Kopfverletzungen war etwas bedenklich, aber ich gehe davon aus, dass keiner der das liest es nachahmen wird. Sie liest das Buch selbst, und traf auch gerade das Shetty sehr gut. Ich hatte mal selbst eins, zu meinem grösseren Pferd dazu, und habe mir vorgestellt, dass die sich auf den Wecker gehen mit den immer gleichen Witzen. Zu zweit ist einfach nicht ideal.
Ein super Buch fürs Kopfausschalten und Schmunzeln. Ein bisschen ruppig erzählt Bockhorst von dem Traum mit Tieren sprechen zu können. Die Protagonistin eine sehr sympathische, chronische Lügnerin, beweist wie man mit dieser Sehnsucht Geld verdient. Aber was passiert eigentlich, wenn dieser Traum tatsächlich in Erfüllung geht und dann auch noch ein Verbrechen aufzuklären ist? In einer Mischung aus Humor, Dorfidylle, Krimi und Familiendrama entlädt sich dieses Gedankenspiel auf 280 unterhaltsamen Seiten.
Ich mag Helene Bockhorsts Humor sehr, dementsprechend fand ich diesen Roman auch toll! Klar, man muss sich drauf einlassen und sich mit der Absurdität anfreunden, aber hey, da bin ich doch gerne dabei: ein sprechendes, freches Pony? Sign me up!