So wollte ich mein Kind nicht zur Welt bringen!: Was Frauen für eine selbstbestimmte Geburt wissen müssen | Schutz vor und Verarbeitung von Übergriffen ... Wie wir leben wollen)
Die Ankunft ihres Babys wird von vielen Frauen herbeigesehnt. Doch wenn es so weit ist, machen bis zu 40 Prozent der Gebärenden belastende, gewaltvolle, sogar traumatische Erfahrungen im Kreißsaal. Sie werden zu Eingriffen gedrängt, erleben psychische und physische Übergriffe, Vernachlässigung und Fremdbestimmung – und werden danach mit diesem verstörenden Erlebnis allein gelassen.
Lena Högemann wirft einen feministischen Blick auf die klinische Geburtshilfe. Sie zeigt, warum Hebammen und Ärzt*innen sich so häufig über das Selbstbestimmungsrecht der Frauen hinwegsetzen und welche Folgen das hat. Sie verbindet ihre eigenen Erfahrungen und die anderer Mütter (und Väter) mit einer kritischen Analyse des Systems. Das erste Buch, das Frauen ehrlich auf die Geburt vorbereitet und nach belastenden Erfahrungen Hilfe bietet.
Sehr gutes Buch um gängige Interventionen und das System Geburtshilfe zu hinterfragen. Als Hebammenstudentin sehr empfehlenswert zu lesen! Es werden viele spezifische Situationen, Perspektiven hervorgehoben die Alltag in einem Kreissaal sind und angeleitet, diese kritisch zu hinterfragen! Ob ich das Buch einer Schwangeren Person empfehlen würde, bin ich mir nicht sicher… Auch wenn das Buch eine sehr wichtige Arbeit und Debatte Rund um das Thema Gewalt in der Geburtshilfe ist, ist es aus traumatisierter Sicht geschrieben und kann jenachdem viel Angst erzeugen. Sich zu informieren über Rechte und Leitlinien ist sehr wichtig, würde aber eher auf Bücher wie „Die selbstbesimmte Geburt“ verweisen, um Schwangere nicht zu sehr mit negativem im Hinblick au die Geburt zu beeinflussen. Es ist jedoch ein schmaler Grad.. Tolles Buch für mich!
Unbedingte Leseempfehlung für alle, denen eine Geburt bevorsteht, die eine Geburt begleiten oder eine traumatische Geburt erfahren mussten. Aber vor allen Dingen sollte es eine Pflichtlektüre für Hebammen, Ärzt*innen und Pfleger*innen werden.