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Warum Klasse zählt

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Was sind soziale Klassen? Was kennzeichnet sie, wie entstehen sie und wie wirken sie sich auf das Leben der Menschen aus? Der amerikanische Soziologe Erik Olin Wright hat sich ein Leben lang mit diesen Fragen beschäftigt und die bedeutendste sozialwissenschaftliche Neuformulierung der Klassentheorie vorgelegt. Sein klassischer Aufsatz »Klasse verstehen« sowie ein ausführliches Interview mit Wright darüber, warum Klasse zählt, liegen mit diesem Band nun erstmals in deutscher Übersetzung vor.

Die Klassentheorie kennt drei große Traditionen: Stratifizierungsansätze definieren Klasse anhand individueller Eigenschaften und Lebensbedingungen, weberianische Ansätze anhand von Mechanismen der Chancenhortung und marxistische Ansätze anhand von Mechanismen der Ausbeutung und Herrschaft. Für Wright besteht die zentrale Aufgabe nun darin, diese Mechanismen zu verstehen, um sie in einem Erklärungsmodell zu vereinen, das die Mikroebene der Klasseneffekte, die sich an Eigenschaften von Individuen zeigen, mit den Wirkungen der Makroebene, die durch die Art der strukturellen Positionen auf dem Markt und in der wirtschaftlichen Produktion generiert werden, verbindet. Ein Meilenstein der Klassentheorie!

110 pages, Paperback

Published September 25, 2023

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About the author

Erik Olin Wright

57 books167 followers
Erik Olin Wright was an American analytical Marxist sociologist, specializing in social stratification, and in egalitarian alternative futures to capitalism. He was the (2012) President of the American Sociological Association.
Erik Olin Wright received two BAs (from Harvard College in 1968, and from Balliol College in 1970), and the PhD from University of California, Berkeley, in 1976. Since that time, he has been a professor of sociology at University of Wisconsin - Madison.
Wright has been described as an "influential new left theorist." His work is concerned mainly with the study of social classes, and in particular with the task of providing an update to and elaboration of the Marxist concept of class, in order to enable Marxist and non-Marxist researchers alike to use 'class' to explain and predict people's material interests, lived experiences, living conditions, incomes, organizational capacities and willingness to engage in collective action, political leanings, etc. In addition, he has attempted to develop class categories that would allow researchers to compare and contrast the class structures and dynamics of different advanced capitalist and 'post-capitalist' societies.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Jonas.
219 reviews5 followers
December 13, 2025
3,25/5- Die Klassenanalyse hat mir sehr gut gefallen. Sie ist relativ frei von Moralismen und zeigt eine gute, dichte Analyse von Klassen und wie diese entstehen. Dabei sind seine 3 Hauptpunkte die individuellen Attribute, die Chancenhortung und dann das Resultat Klasse als Ausbeutung und Herrschaft. Die Argumentation ist logisch stringent und ich habe wenig bis nichts auszusetzen.
Das Interview hat mir hingegen gar nicht gefallen. Es gab hauptsächlich schwache theoretische Ansätze, welche entsprechend schwach argumentiert waren. Hier weise ich nur auf seine Analysen des Marktes und der Wirtschaft per se hin. Vielleicht würde er seine Betrachtung „realistisch“ definieren, ich fand sie einfach schwach. Das am Markt herrschende Verhältnis, sowie die Folgen der weiter existierenden Entfremdung und Fetischisierung wurden m.E. komplett ignoriert, was ich sehr schwach fand.
Profile Image for Electric.
630 reviews1 follower
September 28, 2023
Gute Zusammenfassung von Wrights Klassenanalyse, im Interview wird auch deutlich dass er mit seinen konkreten Forderungen und Strategien seiner Analyse hinterherhinkt. Trotzdem sehr konziser Einblick in diesen wichtigen Theoretiker. Gutes Nachwort zur Einordnung.
3 reviews
January 3, 2025
Das Buch bietet eine grandiosen Überblick über Arten der Klassenstrukturierung und lässt Kritik an den einzelnen Modellen nicht zu kurz kommen. Gerade im Bezug auch die stratifizierende Klassenanalyse und deren fehlende Perspektive von Herrschaft und Machtausübung findet sich Kritik wieder. Insofern auch relevant für aktuelle Diskurse. So würde ich jeden Klassismusexperten gerne bitten das Buch zu lesen bevor er/sie das M0wl aufreißt. Erik Olin Wright stellt hier eine Kombination der verschiedenen Klassenanalyse vor, welche im Kern nicht von der marxistischen Perspektive abweicht. Während also Theorien zu Schichten, Habitus und sozialer Schließung die zugrunde liegenden Machtverhältnisse ausblenden geschieht das hier nicht. Wright wirft auf warum es gut und schlecht Jobs gibt und macht daran deutlich das jede Folge der Klassengesellschaft keinen Sinn ergibt wenn die Besitzverhältnisse nicht beleuchtet werden. Der Besitz an Produktionsmitteln und die Herrschaft darüber also.
Profile Image for Tine.
10 reviews5 followers
February 20, 2024
Prägnant und schön übersetzt. In der soziologischen Forschungslogik der Gegenwart finde ich es aber trotzdem irgendwie schwer, sein Modell der kombinierten Klassenanalyse in der konkreten Forschung umzusetzen und dabei trotzdem zielgerichtet zu arbeiten ohne irgendwelche "Wir leben in einer Gesellschaft" Ausschweifungen, gerade im Kontext einer präzisen, analytischen Sozialstrukturforschung. Aber dass es insbesondere dort eine Herausforderung ist, merkt er ja auch an.
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