Jump to ratings and reviews
Rate this book

Abenteuer meines Lebens: Heinrich Schliemann erzählt

Rate this book

328 pages, Hardcover

First published January 1, 1958

Loading...
Loading...

About the author

Heinrich Schliemann

246 books16 followers
Was a German businessman and amateur archaeologist, and an advocate of the historical reality of places mentioned in the works of Homer. Schliemann was an archaeological excavator of Troy, along with the Mycenaean sites Mycenae and Tiryns. His work lent weight to the idea that Homer's Iliad and Virgil's Aeneid reflect actual historical events.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
0 (0%)
3 stars
1 (100%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for Liedzeit Liedzeit.
Author 1 book125 followers
February 21, 2026
Dieses Buch enthält die Selbstbiographie Schliemanns, die seine Kindheits- und Kaufmannstage beschreibt (1822 - 1868), das Amerika-Tagebuch (1850 - 1852), Teile des Ostasien-Tagebuchs (1865) sowie die Briefe, die er an seinen alten Schulfreund Wilhelm Rust schrieb.

Man erfährt also nichts, oder wenn, dann nur nebenbei etwas, über seine Ausgrabung Trojas und seiner weiteren Forschungsarbeiten.

Die Biographie ist natürlich hochinteressant. Er erleidet Schiffbruch und strandet in Holland, wo er als Bote eine Beschäftigung findet. Er lernt Sprachen, unter anderen Russisch, geht nach St. Petersburg und macht da sein Vermögen, hauptsächlich wohl, während des Krim-Kriegs. Man muss ihn also als Kriegsgewinnler bezeichnen. Der Herausgeber geht aber insgesamt sehr milde mit ihm um, und das, obwohl das Buch in der DDR erschien, wo ich mit mehr Kritik gerechnet hätte. Andererseits, so viele Helden hat Mecklenburg-Vorpommern nicht hervorgebracht. Immerhin zitiert er diesen schönen Satz Schliemmanns: „Aufrichtig gesagt, Geiz und Habsucht sind bei mir stärker als die Sehnsucht nach deinem Land gute in Mecklenburg, und solange der Krieg dauert, ist wohl keine Möglichkeit, mich von Mammon loszureißen.”

Er benötigt ein halbes Jahr um Englisch zu lernen, und ein halbes Jahr für Französisch. Für Italienisch, Spanisch und Portugiesisch dann nur noch je sechs Wochen. Holländisch wird nicht einmal erwähnt. Russisch, Polnisch, Schwedisch. Neu-Griechisch, Alt-Griechisch. Latein natürlich.

Seine Methode besteht darin, viel laut zu lesen, keine Übersetzung macht, tägliche eine Stunde nimmt, Geschichten aufschreibt und auswendig lernt. Und dann lernt er den ganzen Vicar of Wakefield auswendig. Er behauptet natürlich, dass das jeder so machen kann. Vielleicht sollte ich also versuchen, die Promessi Sposi auswendig zu lernen, um endlich Italienisch zu beherrschen.

Das Amerika-Tagbuch ist längst nicht so spannend wie man vermuten sollte, seine Berichte über China und Japan um so mehr.

Die Briefe an Rust sind dann allerdings nur noch für Schliemannspezialisten von Interesse.
Displaying 1 of 1 review