Was machst du, wenn dir das Schicksal einen Streich spielt?
Hörst du auf zu atmen? Hörst du auf zu leben?
Mia dachte, nichts könnte ihr Leben aus der Bahn werfen, bis ein Schicksalsschlag alles veränderte. Freunde, Arbeit, Leben ... das Ich ... Diese Reise sollte sie an ihr Ziel führen. Jedoch rechnete sie nicht mit Samuel. Er stellte ihre Welt auf den Kopf und ließ Mia alles überdenken.
Findet sie ihr Ziel? Oder hindert sie jemand daran, es zu erreichen?
Bücher zu schreiben ist das Eintauchen in andere Welten. Eli Beth fühlt sich genau dort geborgen und erfindet seit frühester Kindheit Geschichten und Welten, in denen sie ihre Leser entführt. Immer ausgestattet mit Notizbuch, Leidenschaft und einer guten Tasse Kaffee verarbeitet sie ihre Ideen zu wundervollen Romanen.
Für einige wird der Schreibstil der Autorin wohl etwas gewöhnungsbedürftig sein, aber ich finde ihn sehr authentisch und er hat definitiv Wiedererkennungswert. Ich jedenfalls finde ihn wunderbar und das schon seit ich „Grenzenlos“ den Debütroman von Elisabeth Wagner gelesen habe.
„Bring mich heim“ hat dazu noch einen ganz speziellen Aufbau was Kapitel und Perspektiven angeht. Die Geschichte geht über gute 3 Jahre und wird aus Mias und Samuels Sicht erzählt. Damit der Leser aber nicht alles als Rückblende erzählt bekommt und ich denke auch um die Spannung zu erhalten, wird die Geschichte in der Gegenwartsform erzählt. Das wiederum bedeutet für den Leser einige Zeitsprünge. Hört sich jetzt vermutlich kompliziert an aber wenn man das System einmal verstanden hat, ist es ganz leicht. Die Überschrift eines jeden Kapitels gibt an aus welcher Sicht gerade erzählt wird, wo das ganze stattfindet und in welchem Jahr. So switchen wir mit den Figuren zwischen 2011 und 2013 hin und her und bekommen nur die wirklich wichtigen Ereignisse mit, hautnah. Zudem bietet uns der Perspektivwechsel auch die Möglichkeit ein und dieselbe Situation aus der Sicht beider Protagonisten zu erleben, was wirklich wahnsinnig spannend ist.
Die Protagonisten Mia und Samuel sind mir gleich ans Herz gewachsen. Mia erleben wir anfangs als lebendige und unbeschwerte junge Frau, die Ziele hat und weiß was sie will. Ein ungeheurer Schicksalsschlag jedoch nimmt ihr alles was sie je geliebt hat. Mia dreht sich um 180 Grad. Sie entzieht sich immer mehr dem Leben und fällt in ein bodenloses Loch. Sie wirkt von Anfang an so realistisch, dass man sie gerne einfach bei der Hand nehmen möchte um sie zu trösten. Erstaunlich fand ich aber, sie dabei zu beobachten wieder aus diesem dunklen Loch rauszukommen. Mit jedem Lächeln das Mia zustande bringt, ging mir das Herz auf. Keine Ahnung wie es ein fiktiver Charakter schafft, dass man sooo unglaublich mit ihm mitfühlt. Aber Mia erscheint einfach so real, dass man das Gefühl hat vollkommen bei ihr zu sein. Ich hatte nach einer Weile auch ein völlig klares Bild von ihr vor Augen.
Sam kann ich mir optisch nicht ganz so klar vor Augen führen. Dafür hat er einen unglaublich tollen Charakter. Er ist herzlich, geduldig, charmant, sehr aufmerksam und wahnsinnig einfühlsam. Ich mag jetzt gar nicht zu viel über ihn verraten, nur das er wirklich eine ganz wunderbare Figur abgibt. Von solchen Männern würde ich gern mehr lesen.
Auf den Inhalt der Geschichte mag ich auch nicht näher eingehen. Der Klappentext gibt so wenig preis und das ist auch gut so, denn die Zusammenhänge und das Verhalten der Protas werden erst in den letzten Kapiteln richtig schlüssig. Was ich allerdings sagen kann, ist dass die Geschichte mich in vielerlei Hinsicht oft überrascht hat. Sei es der Verlauf oder das Handeln der Figuren, ich weiß nicht wie oft die Autorin mich sprachlos zurückgelassen hat. Dadurch das die Charaktere so real erscheinen, habe ich mit ihnen mitgelitten, mich oft dabei ertappt wie mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert wurde und mir so manches Mal verzweifelt gewünscht, ich könnte irgendetwas für die beiden tun.
Fazit & Bewertung
Mia und Sam haben mich völlig begeistert. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal so emotional gefangen war. Mias Geschichte hat mich tief berührt und mitunter verzweifeln lassen während Sam so viel Energie und Hoffnung mit sich bringt.
Ein wunderbarer Roman über Kampfgeist, Lichtblicke und die Kraft der Liebe.
Meinung: Die ehrgeizige Mia erkrankt ganz plötzlich schwer und stürzt in ein tiefes emotionales Loch, aus dem sie keinen Ausweg sieht. Durch die Krankheit zieht sie sich mehr und mehr in sich selbst zurück, kann Berührungen anderer Menschen nicht mehr ertragen und sieht nicht, das es in Ordnung ist, glücklich sein zu dürfen. Auf Anraten ihres Therapeuten, macht sie sich auf, sich selbst zu finden. Sie startet, mit Wohlwollen ihrer Familie, eine Tour durch Europa.
Bereits an ihrem ersten Tag begegnet sie Samuel. Der junge Mann flüchtet vor seiner eigenen Realität und seinem Vater, der dubiosen Geschäften nachgeht. Während Mia sich eher planlos auf den Weg macht, hat Samuel ein ganz klares Ziel vor Augen. Beide haben nicht mit dem jeweils anderen gerechnet. Von Anfang an herrscht eine besondere Magie zwischen den beiden und so ist es nur eine Frage der Zeit bis sie sich näher kommen. Doch Mia braucht lange um Vertrauen zu fassen. Sie hat Angst davor, Samuel zu sehr an sich zu binden. Als sie seine und vor allem ihre Gefühle endlich zulässt, ist es schon fast zu spät....
Das Cover zeigt ein vermeintlich glückliches losgelöstes Pärchen. Im Hintergrund erkennt man eine Zeichnung des Grazer Glockenturms.
Elisabeth Wagner erzählt sehr einfühlsam die Geschichte einer jungen Frau, die auf der Suche nach sich selbst ist. Ihre Krankheit hat Mia, die einst wirklich taff und lebensfroh war, zu einer sehr introvertierten, ängstlichen Person werden lassen, die niemanden gern und schon gar nicht nah an sich heran lässt. Sie steckt voller Selbstzweifel und stellt sich permanent die Frage, warum es gerade sie treffen musste. Als sie Samuel kennen lernt, öffnet sie sich ihm nur sehr sehr zaghaft und auch erst dann, als sie erkennt, das sie ihn selbst mit ihrer schroffen Art weder täuschen noch abschrecken kann.
Samuel sorgt dafür, das Mia erkennt, das sie ein Recht auf Glück hat, das sie Gefühle zulassen darf und das sie vor nichts Angst haben muss. Samuel ist ein freundlicher, aufgeweckter Charakter, der versucht Mia durch seine sensible Art aus sich herauszulocken. Und wie man schnell feststellt, hat er damit Erfolg. Doch auch Samuel hat Sorgen, mit denen er nicht so recht umzugehen weiß. Ist es richtig Mia damit zu belasten ? Oder ist es doch einfacher, einen Schlußstrich unter die aufkeimende Beziehung zu ziehen ?
Sprachlich und grammatikalisch ist das Buch sicher noch ausbaufähig, aber die Geschichte ist sehr emotional erzählt und lässt mich als Leser von Anfang an nicht mehr los. Es gibt einige Überraschungsmomente und Wendungen die man so nicht hat kommen sehen. Sowohl Mia als auch Samuel sind charakteristisch toll herausgearbeitete Protagonisten in deren Lage man sich gut hineinversetzen kann. Bei Mia ist mir das allerdings etwas besser gelungen.
Die Geschichte von Mia steht hier, durch ihre Krankheit, ihre Ängste und Probleme, die Annäherungen an Samuel und der Weg zu sich selbst, ganz klar im Fokus, was ich zwar einerseits gut finde, andererseits aber auch dafür sorgt, das Samuel ein bisschen zu kurz kommt und auch ihr gemeinsamer "Europatrip" etwas oberflächlich erzählt bleibt. Ich hätte mir einen kleinen Touch mehr Hintergrundwissen zu den einzelnen Städten gewünscht, ein paar unvergessliche Erlebnisse die die beiden teilen und vielleicht auch einfach etwas mehr über Samuel.
Fazit: Ein sehr berührender Roman über die Macht der Liebe und über eine Reise zum eigenen Ich. Elisabeth Wagner nahm mich mit auf eine emotionale Tour und konnte mich mit ihren liebevoll ausgearbeiteten Charakteren begeistern.
Klappentext "Was machst du, wenn dir das Schicksal einen Streich spielt? Hörst du auf zu atmen? Hörst du auf zu leben?Mia dachte, nichts könnte ihr Leben aus der Bahn werfen, bis ein Schicksalsschlag alles veränderte. Freunde, Arbeit, Leben ... das Ich ...Diese Reise sollte sie an ihr Ziel führen. Jedoch rechnete sie nicht mit Samuel. Er stellte ihre Welt auf den Kopf und ließ Mia alles überdenken.Findet sie ihr Ziel? Oder hindert sie jemand daran, es zu erreichen?" Quelle: Amazon
Erster Satz "Ich hatte es geschafft." aus "Bring mich heim" von Elisabeth Wagner
Meinung Eigentlich führt Mia ein glückliches Leben. Sie hat einen supersüßen, heißen Freund, eine liebe beste Freundin, spielt sehr gut Klavier und ihr geht es einfach nur gut. Bis ihre Welt eines Tages zusammenbricht und sie alles verliert. Mehr schlecht als recht kommt sie über diese Lebensphase hinweg und beschließt eine Reise durch Europa zu machen. Auf dieser Reise lernt sie Samuel kennen, der sich sofort in Mia verliebt und einiges verändern wird. Was für einen schweren Schicksalsschlag sie erleidet und den Grund ihrer Reise verrate ich nicht, das müsst ihr selbst nachlesen. Was es genau mit Samuel auf sich hat natürlich auch. :P Elisabeth Wagners Schreibstil ist sehr flüssig und ausgesprochen emotional. Die erste Hälfte des Buches ist zwar nicht so rasant und dennoch kann man die Gefühle der Protas sehr gut nachfühlen. Die ein oder andere Träne rollte schon da über meine Wangen. In der zweiten Hälfte nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und zum Schluss bleibt wohl kein Auge trocken. Aber nicht nur traurige und nachdenkliche Momente machen dieses Buch aus, sondern auch die Fröhlichen und Glücklichen. Man kann mitlachen, mitweinen und mit-wütend-sein. Teilweise konnte ich sogar das Flair der europäischen Städte durch die Zeilen hindurch spüren. Mia ist eine keineswegs perfekte, aber wunderbare, liebenswürdige und sympathische Protagonistin. Ich habe sie unheimlich schnell in mein Herz geschlossen und man lernt die tiefsten Ecken ihrer Seele kennen. Aber auch Samuel gewinnt den Leser schnell für sich, da er einfach ein absoluter Traumtyp ist. Zudem bringt seine Sicht der Dinge eine spannende Abwechslung in die Erzählung. Die Liebesgeschichte, die sich langsam und still anbahnt, ist einfach nur wunderschön aufgebaut und total natürlich. Nichts daran wirkt konstruiert oder gewollt, es ist einfach irgendwie perfekt. "Bring mich heim" lässt einen über das Leben selbst und die Rolle der Liebe im Leben nachdenken. Trotz minimaler Schwächen, die fast nicht nennenswert sind, konnte mich das Buch mitreißen und begeistern.
Fazit
4,5/5 Leseeulen Dieses Buch sollte definitiv mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich habe gelacht und geweint, die Protagonisten lieb gewonnen und werde die Geschichte definitiv in Erinnerung behalten. Eine klare Leseempfehlung!
Wow... Ich habe zwar etwas gebraucht um reinzukommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr auf die Seite legen. Die Geschichte hat mich tief berührt. Das Ende war sehr gut gemacht.