Das Buch enthält während vorwiegend beruflicher Reisen gesammelte Eindrücke, Bilder, Begegnungen und während der Aufenthalte in den besuchten Ländern entstandene »Aufschreibungen«. Die Landschaftsschilderungen erinnern in ihrer Genauigkeit und Anschaulichkeit an Adalbert Stifter, dessen Spuren Ilse Tielsch in Oberplan (Horní Plana) ebenso folgt, wie jenen des Freiherrn von Eichendorff im südmährischen Grußbach (Hrusovani), Gerhart Hauptmann auf Hiddensee und in Agnetendorf, oder dem heute noch von Geheimnis umwobenen, als Karl Postl in Südmähren geborenen Charles Sealsfield in Amerika. Im Zusammenhang mit dem Erlebnis des Orients tauchen Erinnerungen an die Märchen der Kindheit aus der Erinnerung auf. ›Heute, da sich in diesen Ländern gewaltige politische und gesellschaftliche Veränderungen abspielen, haben diese Berichte dokumentarischen Wert‹, schreibt der Slavist Alois Woldan im Jahrbuch der Österreich-Bibliothek St. Petersburg in diesem Zusammenhang.
Ilse Tielsch, 1929 in Auspitz/Hustopece in Mähren geboren, lebt als Schriftstellerin in Wien. Studium der Zeitungswissenschaft und Germanistik, 1953 Promotion. Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs und des OeSV sowie Gründungsmitglied des Literaturkreises Podium. Veröffentlichung von Romanen und Gedichten, u.a. »Das letzte Jahr". Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Viele Preise und Auszeichnungen, u.a. Anton-Wildgans-Preis, Andreas-Gryphius-Preis, Südmährischer Kulturpreis. Zuletzt erhielt sie den Franz-Theodor-Csokor-Preis für ihr Lebenswerk.
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Ilse Tielsch, born in 1929 in Auspitz/Hustopece in Moravia, lives as a writer in Vienna. Studied newspaper science and German language and literature, doctorate in 1953. Member of the Austrian P.E.N. Club and the OeSV and founding member of the Podium literary circle. Publication of novels and poems, including "The Last Year". Her books have been translated into numerous languages. Many prizes and awards, including the Anton Wildgans Prize, Andreas Gryphius Prize, South Moravian Culture Prize. Most recently she received the Franz Theodor Csokor Prize for her life's work.