»Es war nicht seine Entscheidung gewesen, hierherzukommen. Nach Eaglehurst im Allgemeinen und in das Zimmer Nummer 214 im Besonderen. Das hatte William für ihn entschieden, und jetzt lag es an ihm, die bevorstehende Aufgabe zu lösen.« Ex-Agent James Gerald (70) zieht vorübergehend in das Seniorenheim Eaglehurst in Hastings, um den Tod seines Freundes und Kollegen William Morat aufzuklären. Kurz nach James� Ankunft kommen zwei weitere Heimbewohner zu Tode. Bald kommt er mit Hilfe seiner früheren Kollegin Sheila Humphrey einem dunklen Geheimnis auf die Spur ...
Marlies Ferber, geboren 1966, ist Sinologin und Germanistin, gelernte Buchlektorin und seit 2004 freie Autorin und Übersetzerin für Englisch und Niederländisch. Mit "Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst" legte sie 2012 ein locker-leichtes Krimi-Debüt hin, das viele Leser begeisterte und dem 2013 das Urlaubs-Abenteuer von James Gerald und seiner ehemaligen Kollegin Sheila Humphrey folgte: "Agent an Bord". Das dritte Abenteuer von Ex-Geheimagent James alias Null-Null-Siebzig führt ihn noch einmal in offizieller, aber geheimer Mission nach China. Derweil erklimmt Null-Null-Siebzig die Bühne: "Operation Eaglehurst", für die Bühne bearbeitet von Stefan Schröder, wird am 8. August 2014 im Theater an der Volme/Hagen Premiere feiern.
James Gerald ist 70 Jahre alt und war früher beim Geheimdienst tätig. Gemeinsam mit seiner früheren Kollegin und jetzigen Nachbarin und Freundin Sheila macht er sich daran, den Tod seines Freundes William aufzuklären. Der starb in einem Altenheim in Hastings an Herzversagen, hatte aber zuvor noch eine etwas merkwürdige Nachricht an James geschrieben. James glaubt dank dieser Nachricht, dass William ermordet wurde.
* Meine Meinung * Dieser Krimi ist einer der etwas ruhigeren Art. Wer Action, Blutvergießen und Gänsehaut sucht, wird von dem Buch wohl eher enttäuscht sein. Wer aber „Miss Marple“ mag, der wird sicherlich seine Freude an diesem Buch haben – so wie ich! :) Die Protagonisten James und Sheila waren mir sofort sympathisch. Jede der Figuren hat seine ganz eigene und unverwechselbare Art, was mir sehr gefallen hat. Sie wirken so viel echter und man kann sich ein gutes Bild von ihnen machen. Ganz besonders gut gefallen haben mir die Orte, an denen die Geschichte spielt! Hastings, Battle Abbey, Dover und Dover Castle! Ich konnte mir alles richtig gut vorstellen, da ich 2011 genau dort Urlaub gemacht habe und somit ein deutliches Bild vor Augen hatte! Da kamen noch mal die Urlaubserinnerungen zurück; herrlich! Die Handlung ist nachvollziehbar und durchdacht, spannend und hin und wieder auch durchaus humorvoll! Nur das Ende war mir persönlich irgendwie nicht rund genug, wobei ich gar nicht genau sagen kann, was mir gefehlt hat. Ich gebe dem Buch trotzdem volle fünf Sterne, da es mich sehr gut unterhalten konnte und ich viel Freude an der Geschichte hatte!
Der pensionierte SIS Agent James Gerald will sich nach einem längeren Krankenhausaufenthalt aufpäppeln lassen. Warum dann nicht das Gute mit dem Nützlichen verbinden. Sein bester Freund William Morat ist plötzlich gestorben. Er wohnte in der Seniorenresidenz Eaglehurst an der Südküste Englands. Und genau dorthin macht sich James auf den Weg. Zwar körperlich geschwächt, aber wachen Geistes will er die näheren Todesumstände klären. Ein einfaches Herzversagen, das kann einfach nicht sein. Bereits kurz nach James` Ankunft stirbt ein weiterer Bewohner. Zufall? Natürlich sterben alte Menschen, aber innerhalb weniger Wochen mit vermeintlich ähnlichen Ursachen? James Gerald wird den Dingen auf den Grund gehen.
Liebenswert schrullig wirken James Gerald und seine ehemalige Sekretärin und jetzige Nachbarin Sheila Humphrey. Hier verdient sich James seinen Spitznamen 0070 zunächst alleine. Sheila weilt noch in London, doch sie wird nicht lange auf sich warten lassen. Gemeinsam sind die beiden unschlagbar. Sie ergänzen sich in Intelligenz, Erfahrung und Können, eine echte Büro-Ehe, die auch nach der Pensionierung bestens funktioniert. Wie undurchsichtige Vorgänge in dem Altenheim bestätigen, hat James´ Riecher ihn nicht getrogen. Hier gibt es Vorgänge, die eigentlich im Dunkeln bleiben sollen. Da haben die Geheimnistuer aber nicht mit James gerechnet. Schon für seinen verstorbenen Freund will er ans Licht bringen, was es zu entdecken gibt.
Alt werden möchte man, alt sein aber nicht. Wer kann die Zipperlein und Wehwehchen schon gebrauchen, die die Jahre mit sich bringen. Auch James Gerald ist im Wesen jung geblieben und überhaupt nicht damit einverstanden, dass sein Körper das nicht recht zu verstehen scheint. Mit wachem Geist geht er den Hinweisen auf den Grund und entdeckt Zustände in der Residenz, mit denen er nicht gerechnet hätte. Damit versteht er seine Leser zu fesseln und ihnen gleichzeitig eine Gemütlichkeit wie vor einem heimelig brennenden Kaminfeuer zu vermitteln. Seine Gewitztheit kombiniert mit Sheilas quirligem Wesen bietet dem Leser spannende Unterhaltung, mit der es sich gedanklich in britische Gefilde begeben lässt, um dieses plüschige althergebrachte England zu genießen. Gemeinsam mit James und Sheila kann man rätseln, was geschah, und wird einige Überraschungen zutage fördern.
"Null-Null-Siebzig: Operation Eaglehurst" ist der erste Band in einer Reihe von Detektiv-Romanen über den gealterten Geheimagenten James Gerald (70) und seine ehemalige Kollegin, Sheila (67). Der Krimi beginnt ganz klassisch: ein guter Freund von Mr Gerald ist in dem Altenheim Eaglehurst ums Leben gekommen, nachdem er James einen mysteriösen Brief hat zukommen lassen - der alte Geheimagent macht sich natürlich sofort auf den Weg in die Altenresidenz, um den Mordfall aufzuklären. Gleich am ersten Tag dort stirbt ein weiterer Bewohner der Residenz: ein angeblicher verrückter ehemaliger Chemieprofessor. Wa haben die beiden gemeinsam? Wird es noch mehr Tote geben? Und ist Mr Gerald ebenfalls in Gefahr?
Während die Grundidee, eine Krimireihe über zwei ältere Menschen zu machen, schon sehr ungewöhnlich ist, ist der Rest des Buches relativ klassisch: man kommt zwar nicht gleich darauf, wer es getan hat, aber man weiß schon ungefähr warum und wie. Das ist ein wenig langweilig, wird aber in diesem Fall durch den Humor des Buches aufgewiegelt. Die Dialoge zwischen Mr Gerald und den anderen Bewohnern des Heims sowie mit Sheila oder Dr Goat waren sehr amüsant. Insgesamt gebe ich dem Buch 3.5 Sterne - eine Verbesserung nach oben ist ganz klar noch möglich, aber da ja noch weitere Bände folgen und die Autorin ganz offensichtlich Potential hat, runde ich auf.
„Agent Null Null Siebzig – Operation Eaglehurst“ von Marlies Ferber handelt von James Gerald (70) einem SIS-Agenten im Ruhestand, der nach überstandener Krankheit in die Seniorenresidenz Eaglehurst zieht um den vermeintlichen Mord an seinem ehemaligen Kollegen und Freund William aufzuklären. Gleich am ersten Tag stirbt ein weiterer Bewohner vor aller Augen (beim Bingo! :) und der Fall nimmt seinen Lauf …. Tatkräftig unterstützt (praktisch wie moralisch) wird James von der Ex-Geheimdienst Sekretärin Sheila (67) die gleichzeitig seine Nachbarin ist, wenn er nicht gerade ins Seniorenheim zieht.
Die beiden Hauptfiguren, James und Sheila, finde ich großartig. Jeder der beiden hat seine Marotten, die den anderen zwar eigentlich stören aber aus Gewohnheit und/oder Respekt mehr oder weniger ohne grummeln hingenommen werden.
Ich kannte „Agent Null Null Siebzig – Operation Eaglehurst“ bereits als Hörbuch und fand das Taschenbuch trotzdem an keiner Stelle langweilig. Die Autorin schreibt – meiner Meinung nach – flüssig und in einem guten Tempo. Zugegeben, es ist nicht der weltbeste, spannendste Fall aber schön ausgedacht und gut zu ende geschrieben. Für mich persönlich gute Unterhaltung und für jemanden der gern Krimis liest (ohne vor Spannung schlaflose Nächte zu erwarten) als Urlaubs-, Entspannungs- oder Einfachzwischendurch Lektüre jederzeit zu empfehlen. Den zweiten Teil „Agent an Bord“ habe ich schon bestellt :)
Wenn ich halbe Sterne vergeben könnte, hätte ich auch 3 1/2 vergeben :)