Dies ist kein Buch über Alkohol- und Drogenmissbrauch. Dies ist eine Liebesgeschichte.
Bei Facebook finde ich mit den Jahren verloren gegangene Freunde wieder. Es ist schön zu sehen, dass sie alle noch da sind. Und es macht Freude zu hören, wie es ihnen ergangen ist.
Nur den, den ich am verzweifeltsten suche, finde ich Oliver!
Als ich ihn endlich finde, kann ich nichts mehr tun. Nichts, außer ihm mit diesem Buch meine letzte Ehre zu erweisen, und meiner Liebe zu ihm ein Denkmal zu setzen.
Aus dem
Wir gehen im Wald spazieren. Die Sonne scheint. Wo soll ich anfangen zu erzählen? Wo sie? Ich will alles wissen. Ich will alles erzählen. „Weißt Du noch der? Weißt Du noch die? Weißt Du was von Oliver?“
Sie sagt es zuerst. Nicht ich. Obwohl ich es war, die von ihm geträumt hat. Gerade erst. Gerade wieder. „Nein!,“ ich schüttle den Kopf. „Du?“ Sie verneint auch. Wir schweigen einen Moment. Dann fragt “Stört es dich, dass ich auch mit ihm zusammen war?“ „Kein bisschen!“ Und das meine ich ehrlich so.
Matilda kannte ihn, als wir uns schon entzweit hatten. Er und ich und sie und ich. Beide waren meine Freunde gewesen. Wieso sollte ich es ihnen missgönnt haben?
„Ich kann ihn nicht finden“, erzähle ich ihr. „Weißt du, manchmal träume ich von ihm. All die Jahre schon. Immer mal wieder. Aber in letzter Zeit passiert es öfter. Und so habe ich ihn auch im Internet, im Telefonbuch, auch seinen Bruder Dave und seine Mutter Betty. Aber sie sind alle wie vom Erdboden verschluckt. Es wäre schön gewesen, du hättet mir von ihm berichten können.“