Joseph Rovan gehörte zu den 2.500 Franzosen, die im Juli 1944 von den Deutschen nach Dachau deportiert wurden. Dem überzeugten Katholiken und Mitglied der Résistance gelang es, seine jüdische Herkunft zu verbergen. Denn auch jenes Konzentrationslager im Dachauer Moos, ursprünglich ausschließlich für deutsche Insassen und nicht als Vernichtungslager geplant, sollte auch später -- nach Aufnahme ausländischer Häftlinge -- zumindest "judenrein" bleiben. Rovan, gebürtiger Münchner, der 1933 nach Frankreich hatte emigrieren müssen, bekam sehr bald wegen seiner Deutschkenntnisse einen Schreiberposten bei der Lager-SS, was ihm vermutlich das Überleben sicherte. Dort blieb er bis zur Befreiung im April 1945 für die Häftlingskartei zuständig. Der spätere Professor für deutsche Geschichte beschreibt in seinen persönlichen Erinnerungen relativ nüchtern, aber dennoch eindringlich die Lagersituation in der Endphase des Krieges. Solange er dabei große politische Zusammenhänge formuliert, stolpert er über seine Hauptschwäche, den Hang zur Der Nationalsozialismus (wie jede Form von Faschismus) sei unzweifelhaft eine verwerfliche Diktatur, der Kommunismus (Stalinismus) aber eine wesentlich schlimmere Variante. Vielleicht ist es genau diese Haltung, die heute Rovans Werken gerade in Deutschland, angesichts des noch nicht ausgestandenen "Historikerstreits", hohe Auflagen garantiert.Die tatsächliche Stärke Rovans zeigt sich bei seiner Darstellung von einzelnen Charakteren und Der entflohene Russe, der holländische Jude, der farbige Deutsche, die niederen SS-Chargen und deren Schwächen oder der Transport mit jüdischen Kindern -- das sind Miniaturen, die am effektivsten Einblicke in das Lager geben und dessen soziale Strukturen (Hierarchien, Nationalitäten-Konflikte sowie die Strömungen innerhalb der einzelnen Widerstandsbewegungen) ganz nebenbei transparent machen.Der Humanist Rovan besiegt (oft ungewollt) den bärbeißigen Ideologen. Das macht seine Geschichten aus Dachau lesbar. --Jürgen Grande
Siempre es interesante leer sobre la Segunda Guerra Mundial, aparte de una perspectiva que en lo personal, no me había tocado, en éste caso, de un francés, si, se me hizo interesante, aunque al principio, "como que da hueva", pero entendiendo que al final, son "prisioneros de guerra", se logra comprender todo al rededor. "Como quien dice", no es aburrido en general, pero tampoco es "de lo mejor", se podría comparar con otros textos sobre el tema, pero tampoco es el objetivo, sólo pedo decir que sugiero su lectura.