Das Verwirrende an Boschs Bildwerken ist, daß die meisten zu verschiedenen, einander völlig entgegengesetzten eigenwilligen Interpretationen verführen. Jeder Betrachter kann seine Weltanschauung in die Bilderwelt Boschs hineintragen, und so mancher Autor ist bei der Arbeit über Hieronymus Bosch zu einem Dichter geworden. Aber auch ohne den Sinngehalt der Bilder mit ihrer überwältigenden Fülle von Einzelheiten, ohne ihre inhaltliche Bedeutung zu kennen, ist das Betrachten der Tafeln erregend. Sie erzählen von Krieg, Liebe, Erden- und Höllenpein, von Feuersbrünsten, Eremiten und ihren Plagegeistern, von des Menschen Torheit und Bosheit, von der Passion Jesu Christi, von Schwarzen Messen, Kämpfen mit Drachen, sie illustrieren einen Teil der biblischen Geschichte und der Heiligenlegenden, aber immer ist die Welt, in der Bosch lebte, gemeint.
Bücher über Personen zu schreiben, über die kaum Zeugnisse vorhanden sind ist schwierig wenn nicht unmöglich.
Das Buch beschäftigt sich zunächst mit der Einordnung der damaligen Gesellschaftlichen Verhältnisse. Anschließend wird kurz auf das kaum dokumentierte Leben Boschs eingegangen. Der Rest des Buches sind Interpretationen seiner Bilder. Ich persönlich mag Interpretationen nicht gerne lesen.
An sich war das Buch gut geschrieben jnd lies sich auch gut lesen, aber für mich hat sich das Buch nicht gelohnt. Aber auch nur weil ich die falsche Zielgruppe bin. Für Personen die Interpretationen mögen, oder tiefer in Boschs Werke eintauchen wollen, ist das Buch lesenswert.