Angst und Entsetzen im Frankfurter Niddatalpark. Ein toter Läufer liegt am Ufer der Nidda. Andreas Rauscher, Kommissar und Apfelweinliebhaber, macht sich auf die Jagd nach dem Joggermörder.
Er taucht ein in die Welt der Kilometerfresser, Bestzeiten und Endorphine. Die heile Läuferwelt beginnt zu bröckeln und der Fall entwickelt sich zu einem Wettrennen auf Leben und Tod.
"Das Läufer Unser" Läufer unser im Himmel! Geheiligt werde dein Laufschuh, dein Runners High komme, dein Trainingsplan geschehe, wie im Himmel so auch auf der Laufstrecke. Unser tägliches Training gib uns heute, und vergib uns den letzten trainingsfreien Tag, wie auch wir vergeben unserem inneren Schweinehund. Und führe uns nicht in die nächste Apfelweinkneipe, sondern erlöse uns von den bösen Schoppen. Denn dein ist das Reich der 10-Kilometer, und des Marathons, und der 100 Kilometer von Biel, in Bestzeit. Amen."(Auszug "Lauf in den Tod")
Für Manchen ist Laufen Glaubensbekenntnis, Weltanschauung, Religion. Was passiert, wenn im Namen dieser Religion getötet wird?
Meine Meinung: In was ist da Torben nur reingeraten. Der Kindheitsfreund von Andreas Rauscher, taucht bei ihm zu Hause auf und steht unter Schock. Nach einigen Nächten im Krankenhaus, fängt er sich wieder. Doch das Gesehene bleibt. Die Laufgruppe ist wie eine Familie. Torben gehört dazu. Natürlich deutet erst alles auf ihn hin. Das will Andreas aber nicht hören, er glaubt an dessen Unschuld. Auch ich war mir unsicher in Bezug auf Torben.
Als es zum nächsten Mord innerhalb der Laufgruppe kommt, werden auch die oberen Polizeikräfte nervös und verlangen Ergebnisse.
In der Mitte des Buches, habe ich eine Verdächtige. Doch ist sie das wirklich, oder hängt sie nur mit drin. Es bleibt alles hinter undurchsichtigem Nebel verborgen.
Das Thema Laufen wird stark thematisiert. Ich denke das der Autor selbst, Erfahrungen mit dem Laufen hat oder es liegt eine gute Recherche zugrunde.
Andreas Rauscher, was für ein Kriminalkommissar. Er besitzt Zielstrebigkeit und was man Kombinationsgabe nennt. Keine Minute lässt ihn dieser Fall los. Das Einzige was mich stört, ist die Beziehung zu Lena. Er hängt manchmal zu oft mit den Gedanken bei ihr.
Elke Erb ist eine Person die sich wunderbar in das Team einfügt.
Dr. Quast ist wie immer kompetent und gibt dem Team, viele gute Hinweise.
Debbie geht mir dagegen auf den Nerv. Frau Winter tut mir wirklich leid.
Wie immer sind in dem Buch Menschen die man gut einschätzen kann, andere nicht. Aber dieses Unwissen oder nicht hinter das Äußere schauen zu können, macht die Spannung aus. Vorallem Elisabeth kann ich nicht einordnen. Sie spielt mir zu sehr mit den Männern. Sie ist der Verführung zugetan.
Schreibstil: Kurzweilig, voller Spannung. Rasch geht die Geschichte voran. Man rätselt mit. Ein roter Faden begleitet einen durch die Seiten. Spürt die Ratlosigkeit, die Andreas Rauscher andauernd bewegt.
Mein Fazit: Sehr gerne, habe ich diese Fortsetzung der Reihe gelesen. Andreas Rauscher ist und bleibt ein toller Kommissar. Er leitet das Team gut an, auch wenn er manchmal vorprescht, ohne auf die Anderen zu warten. Seine Beziehung zu Lena ist mir ein Dorn im Auge. Mal sehen wie es mit den Zweien weiter geht. Eine Andere Beziehung wäre mir lieber. Lasst euch überraschen.
Im Niddapark wird ein Läufer ermordet. Gefunden wird er von einem Mitglied seiner Läufergruppe. Was zunächst wie ein Zufall aussieht, nimmt für die Gruppe einen tödlichen Verlauf denn der Killer scheint es auf die Mitglieder abgesehen zu haben. Kommissar Andreas Rauscher taucht ins Milieu der Endorphinsüchtigen ein und vertauscht bald den Schreibtisch mit den Joggingpfaden.
Worum es bei den Morden geht war mir recht schnell klar. Es ging also nur noch um das "wer" und nicht mehr um das "warum". Aber trotzdem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich ab der Mitte auch über das "wer" Bescheid wusste. Nur mit dem Frankfurter Dialekt hatte ich meine Schwierigkeiten.