In einer angesichts der Kriegslage drastischen Verschärfung schrieb Erika Mann 1942 im Exil in den USA einen atemberaubenden politischen Jugendroman mit Anklängen an Erich Kästners "Emil und die Detektive": Kinder aus aller Welt, Flüchtlinge vor dem Krieg, finden in einer Reformschule in Kalifornien ihr neues Zuhause. Doch der Frieden trügt. Der geheimnisvolle Mr. X soll den Terror in die Vereinigten Staaten, mitten unter sie, tragen. Die jugendliche "Gang of Ten" ist ihm auf der Spur - und es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit.
Although the intention of this book may have been good and the message that national differences can be overcome by cooperation which then leads to better things, I did not enjoy it at all. It draws a black-and-wight-picture of the good US (and its allies) versus evil Nazi-Germany, with very few exceptions and without explaining the atrocities committed by the Nazis, that indeed made it necessary for their enemies to defeed them. The author rejects the oportunity to address antisemitism and persecution, when she introduces the only non-stereotypic character Frank, who is a German refugee, without mentioning the cause for his family's escape from Germany. Most other characters are described according to common national stereotypes and especially the narrator, a female adult journalist, is finally turned into a typical gender stereotype when she resigns her job to marry her boss. In addition she is depited as naive and inferior to the child protagonist and also her style of narration annoyed me, for example by building suspence artificially. Above all else I do not believe that the novel is suitable for children, because it is supportive of war and violence as a good method to solve problems. The protagonists find ways to help fund the war and eventually prevent the Nazi villain's plot to place a bomb at a military airplane factory. While some of the aspects I critiqued may be due to its time of origin, I think the book failed in its attempt at a children's story with an anti-fascist theme. To be honest I suspect that the good reviews are a result of the author's famous name and, in my opinion, are not justified.
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Erika Mann, Tochter von Nobelpreisträger Thomas Mann, Nichte des linken Visionärs Heinrich Mann und Schwester von Enfent terrible Klaus Mann, ist heute deutlich weniger bekannt als ihre Verwandtschaft. Zu Unrecht. Sie teilt damit aber das Schicksal vieler Kabarettisten nach ihrer aktiven Zeit und Kinder- und Jugendbuchautoren.
"Zehn jagen Mr. X" ist heute ein historisches Jugendbuch und braucht wohl auch eine ganze Menge Kontext. Ein paar Begriffe werden in einem Glossar erklärt. Weiteren Aufschluss bietet das Nachwort von Mann-Kenner Uwe Naumann.
Die Ich-Erzählerin ist eine etwas glücklose Journalistin, die in einem kleinen US-amerikanischen Ort lebt und sich mit den Schülern eines Internats anfreundet. In dieser Schule sind auch Kinder aus den verschiedenen Ländern Europas untergebracht, die unter dem Krieg und dem Nazi-Regime zu leiden haben. Sie beschließen, die Vereinten Kinder zu gründen, um ihren Teil im Kampf gegen das Böse zu leisten. Dazu bekommen sie dann im Fortgang der Erzählung die Gelegenheit.
Kurz: ein schönes und wichtiges Buch – für ältere Kinder und Jugendliche, aber auch gern für Erwachsene.
Westliche Kriegspropaganda für Kinder orientiert an "Emil und die Detektive".
Es ist wirklich interessant wie viele autobiographische Aspekte Erika Manns in diesem Werk zu finden sind. Sie verbaut deutlich ihre Motivation die Alliierten zu unterstützen und den Krieg gegen Nazi-Deutschland weiter voranzutreiben in diesem Jugendroman. Ich fand es wirklich spannend zu sehen, wie Kindern während der Kriegsjahre der Nationalsozialismus präsentiert wird.
Leider ist das aber auch das einzig Spannende an dem Buch...
Die Spionage- /Detektivstory hat mich nur an wenigen Stellen gepackt. Sie gerät tatsächlich auch eher wegen der vielen kriegspropagierenden Stellen in den Hintergrund. Die gesamte Handlung ist durchweg politisiert. Das Werk kann natürlich nicht losgelöst von sinem Entstehungszeitraum betrachtet werden, jedoch wird und wurde das Buch als Spionagegeschichte im Stile von Erich Kästner beworben. Und das ist es nun mal nur zu einem gewissen Teil.