Die Behandlung des Reparationsproblems in Versailles schuf eine Weichenstellung von ausschlaggebender Bedeutung f�r die europ�ische Geschichte der zwanziger Jahre. Unbekannt blieb bisher, wie die Reichsregierung an diese Problem herausging, wie sie ihre Verhandlungspositionen f�r die finanziellen und wirtschaftlichen Friedensfragen aufbaute. Dieser Aspekt und damit zugleich ein sehr wichtiger Teil der deutschen Friedensvorbereitungen insgesamt wird in der Untersuchung Peter Kr�gers eingehend dargestellt. Der Verfasser, Mitarbeiter der Editorengruppe im politischen Archiv des Ausw�rtigen Amtes, beschreibt aufgrund ausgezeichneter Aktenkenntnis pr�zise die oft recht problematischen deutschen Vor�berlegungen und Erwartungen, welche die sp�tere gro�e Emp�rung und Verdammung des Versailler Vertrages erst verst�ndlich machen. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung geh�rt in erster Linie der klare Aufweis der Priorit�t wirtschaftlicher Fragen auf deutscher Seite und, damit zusammenh�ngend, der �berragende Einfluss fr�herer Vertreter der deutschen Wirtschaft, vor allem der Bankiers, und der hohen Reichsb�rokratie auf die Friedensvorbereitungen. Die kritische Darlegung der bei diesen Gruppen dominierenden Vorstellungen und ihrer Verhandlungsstatistik bietet zugleich eine Analyse der Einfluss- und Entscheidungsbildung in der damaligen deutschen Regierung, welche die Schw�che der nominell regierenden Sozialdemokraten gegen�ber den alten Sachverst�ndigen-Eliten aufs Neue verdeutlicht. Die Unf�higkeit Deutschlands, sich in die Rolle des Besiegten zu finden, war auch darin begr�ndet.