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Künstler und Gesellschaft

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Von Alphons Silbermann Ober die Jahrtausende hinweg, von der Stammesgesellschaft anwarts bis zu unseren Tagen wird es im allgemeinen als eine Selbstverstandlichkeit angesehen, dass die Kunste in dieser oder jener Form der Gesellschaft Dienste erweisen. Gleich ob diese Dienste darin bestehen, das Leben zu verschonern, Prestige zu verleihen, kritisch die Welt zu durchleuchten, Aufklarung zu vermitteln, Werte zu etablieren oder Existenz zu negieren - stets wird ihnen eine Funktion zuerteilt, selbst wenn von gewissen kunstlerischen Schopfungen behauptet wird, deren Funktionslosigkeit stelle ihre Funktion dar 1. Und eben weil dem so ist, d. h. eben weil den Kunsten die Rolle eines dem Individuum oder dem Kollektiv dienenden Pendants zuerteilt ist, besteht jenes ordnende Recht, genannt Bewertung. Dementsprechend wandte sich die Philosophie, ihrer kritisch reflektierenden Aufgabe entsprechend, seit Beginn ihrer Geschichte Wertprufungen zu und etablierte eine Rangordnung von Wert klassen, die von Lustwerten uber Dienstwerte bis zu Sclbstwerten reicht 2. Diese "klassische- Tradition der Philosophie bei der Bewertung von Kunst und Kunst werken blieb beherrschend bis in die Jahre des Ersten Weltkrieges. Erst danach, zwischen 1920 und 1930, als Folge des Vordringens der Bedeutung der Behavioral Sciences (Disziplinen wie Anthropologie, Psychologie und Soziologie) verlagerte sich das Interesse von der philosophischen Studie der Werte auf eine deskriptive, d. h. nicht-philosophische Untersuchung derselben: die wissenschaftliche Forschung be gann, sich direkt mit dem menschlichen Verhalten zu befassen."

356 pages, Paperback

First published January 1, 1975

About the author

Alphons Silbermann (1909 - 2000) was a German Jewish sociologist, musicologist, entrepreneur and publicist.

He studied musicology, sociology and law at the Universities of Cologne, Freiburg i. Br. and Grenoble. After he gained his doctorate, the Nazis' rise led Silbermann to emigrate to the Netherlands and 1938 from Amsterdam via Paris, where he worked as a waiter, to Sydney. In Australia he started as a dishwasher but went soon from rags to riches with his own fast food restaurant Silver's Food Bars. He initiated the first fastfood chain of Australia, becoming a successful entrepreneur.

His academic career started in 1944 in Sydney at the New South Wales State Conservatorium of Music. As an empirical culture-sociologist, he went back to Europe (especially Paris) in 1951. Seven years later, René König brought him back to Cologne, where he taught at the University. In 1964 he was called to the Lausanne as a successor of Vilfredo Pareto and later at the University of Bordeaux.

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