Wir rechnen diese Morde und Qualen dem Volk der Polen zu, auf daß die Besseren schamrot werden mögen, wo sie einen Juden sehen. Denn es kommt nicht darauf an, besser zu sein, sondern Einhalt zu tun. Dazu sind sie zu wenig und zu schwach.
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German writer and anti-war, anti-fascist activist.
He is best known for his six-part cycle on World War I Der große Krieg der weißen Männer
In 1934 he settled in Mandatory Palestine where he wrote a novel based on the assassination of Jacob Israël de Haan.
In 1948 he settled in the Soviet occupation zone in East-Germany. From 1949 - 1967 he was a member of the parliament of the German Democratic Republic.
Der Text ist von Herr Zweig, die Bilder von Herr Struck. Sie ergänzen sich gegenseitig, und wunderbar. Stucks Stil ist nicht leicht zu bezeichnet oder zu beschreiben, aber versuchen sich bloss vorzustellen ein pointillistischer Zille, und dann würdest du in der Nähe sein. Sein Stil ist sanfter, weicher, als Zilles; seine bärtig, gebrillte Menagerie von Menschen ist beinah ehrfurchtig in Erledigung.
Zu zurucktreten zum Text von Zweig, es ist teils soziologische Forschung, teils Dichtung, teils Vorhersage der judischer Zukunft. Seine Erzählung geht um die übliche Themenkreise verwandt mit sogennanten „Ostjuden.“ Z.B. schreibt er (oder berichtet er) über die Meinung und Einstellung der assimilierten Juden in Bezug auf die Ostjuden, und umgekehrt. Er redet von Gründe für Einwanderung der Flüchtlinge; er spricht auch von Gerüchte gegen die Ostjuden in gegenteil zu ihrer Fleissigkeit mit Handwerke und Wissen, besonders obskures judisches Wissen. Letztlich behandelt er den Missverständnis der Einstimmigkeit in der judischen Gesellschaft. Es gab Zionisten und Antzionisten (manchmal unter den gleichen Dache!); es gab Kommunisten und Juden dagegen, die für Politik jenseits des Schtetls und Ghettos waren überhaupt egal. In andere Hände als die von Zweig, könnte alles wie Schnee von Gestern scheinen. Aber seine Art, sein Stil, und seine durchdringende Auge bedeutet, dass dieses Buch kein normale Reise durch die Vergangenheit ist. Sogar ohne die Bilder ist es erzieherisch. Aber erlaube mich zu wiederholden: Die Bilder sind auch schön. Alles ist natürlich bitter-suß drin, wegen der dunkeln Wolken am Horizont (die NS-Zeit) und es tut mehr als ein bisschen Weh von Zweigs Optimismus zu lesen, wann wir wissen, was wirklich in der drohende Jahre geschehen ist. Aber empfohlen.