Dieser Band sammelt Erzählungen, die zum Provozierendsten gehören, was Boris Vian, der »Prinz von Saint-Germain« geschrieben hat. Ob Soldaten auf Tellerminen philosophieren, Polizisten sich mit Achselklappensuppen für ihr gewalttätiges Tagwerk stärken, ob mutierte Kammermusiker sich selbst zu einer Hummersuppe verkochen oder anatomisch versierte Damen und Herren in einem Zugabteil ihren störrischen Mitreisenden auf unorthodoxe Weise auseinandernehmen der Schrecken, den diese Geschichten ungeniert verbreiten, wird in fast jeder Zeile einem Gelächter preisgegeben, das alles andere als komisch ist. Es ist Ausdruck der nervösen Gereiztheit, mit der Boris Vian zeit seines kurzen Lebens auf den sinnlosen Krach zwischen kriegerischen Nationen, aggressiven Zivilisten und den ewig sich befehdenden Geschlechtern reagierte. Er tat es mit Erzählungen, die bis heute nichts von ihrer innovativen Kraft verloren haben.
Boris Vian was a French polymath: writer, poet, musician, singer, translator, critic, actor, inventor and engineer. He is best remembered for novels such as L’Écume des jours and L'Arrache-cœur (translated into English as Froth on the Daydream and Heartsnatcher, respectively). He is also known for highly controversial "criminal" fiction released under the pseudonym Vernon Sullivan and some of his songs (particularly the anti-war Le Déserteur). Vian was also fascinated with jazz: he served as liaison for, among others, Duke Ellington and Miles Davis in Paris, wrote for several French jazz-reviews (Le Jazz Hot, Paris Jazz) and published numerous articles dealing with jazz both in the United States and in France.