Hat diese Liebe eine Chance? - Das Finale der Seahorse-Trilogie Cuan und Shona stehen vor ihrer schwersten Prüfung. Anscheinend kann Shona genau wie Cuan die andere Dimension der Insel, den Lebensort der Wasserpferde, erreichen. Bis jetzt ist dies noch nie einem Menschen gelungen - hinter die Nebel zu treten und diese auch wieder zu verlassen. Was bedeutet das? Und wieso kann Cuan sich nicht an seine Familie erinnern? Sind er und Shona wirklich Halbgeschwister, wie er befürchtet? Um ihre wahre Identität zu entschlüsseln, müssen die beiden die verlorenen Seiten im Buch der Mythen finden. Doch ihre Liebe ist noch von einer anderen Seite Der Widersacher Peabody hat ein ganz eigenes Interesse an den Wasserpferden und an Shonas und Cuans Geschichte. Große Liebe, wunderschöne Pferde, tief verwurzelte Geheimnisse - Expertin Karin Müller hat das Rezept für spannende Pferdeunterhaltung Schottische Traumkulisse trifft auf alte Legenden und Fabelwesen Für alle Pferdemädchen und Romantikfans ab 12 Jahren
Darum geht‘s: Shona ist unbeschadet auf der Insel der Wasserpferde angekommen. Sie und Cuan können sich jedoch nicht erklären, wie Shona diese andere Dimension erreichen und auch wieder ohne Probleme verlassen kann, was zuvor noch keinem Menschen gelungen war. Bedeutet das, dass die beiden tatsächlich Halbgeschwister sind? Antworten können sie nur auf den verlorenen Seiten der Mythen finden. Gleichzeitig verfolgt der geheimnisvolle Peabody seinen eigenen dunklen Plan und bringt alle Wasserpferde in große Gefahr.
So fand ich’s: Da ist er nun der heißersehnte dritte und letzte Band zu Karin Müllers Trilogie „Seahorse“. Da der zweite Band etwas länger her ist, musste ich mich zwar erst wieder zurechtfinden. Aber es hat dann nicht allzu lange gedauert, bis ich wieder mittendrin war in Shonas und Cuans Geschichte. Allerdings hat mir das wieder gezeigt, dass es sich absolut empfiehlt, diese Serie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, um alle Zusammenhänge und Entwicklungen zu verstehen.
In diesem dritten Teil ist sich die Autorin treu geblieben und hat in gewohnter altersgerechter, flüßiger und einfühlsamer Erzählweise mein Kopfkino auf Hochtouren laufen lassen. Neben den lebendigen Figuren hat sie die passende Prise an Landschaftsbeschreibungen gefunden, so dass man sich alles wunderbar bildlich vorstellen kann. Und auch diesmal hat sie es geschafft, eine ausgewogene Balance zwischen moderner Erzählung und alten Legenden und Mystik zu finden.
Vor allem in der zweiten Buchhälfte überschlagen sich die Ereignisse und schlussendlich werden alle offenen Fragen beantwortet. Auch wenn das Ende für meinen Geschmack etwas abrupt kam, war ich mit der Auflösung und den entsprechenden Entwicklungen zufrieden und konnte das Buch mit einem guten Gefühl zuklappen.
Mit dieser Trilogie kommen vor allem Pferdebücherfans auf ihre Kosten. Für mich hatte diese Geschichte auch etwas von den Romantik-Thrillern, die ich als junges Mädchen verschlungen hatte. Von mir gibt es daher eine begeisterte Leseempfehlung.
Der dritte Band schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band zwei an. Deswegen hatte ich keine Probleme wieder in die Geschichte zu finden, die mich erneut von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen hat. So flogen die Seiten nur so dahin, weil ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte und es auch gar nicht wollte. Denn nicht nur Shona erfährt einige Dinge aus ihrer Vergangenheit, die sie bis ins Mark erschüttern, sondern auch Cuan. So habe ich mit Shona und Cuan die ganze Zeit mitgefiebert, mitgelitten und ihnen die Daumen gedrückt, dass sie die Wasserpferde retten können.
Mit Shona und Cuan sind der Autorin zwei authentische Figuren gelungen, die beide ihr Päckchen zu tragen haben, immer wieder in ein regelrechtes Gefühlschaos stürzen, aber nie aufgeben. Gerade das beide nie aufgeben, immer versuchen, sich in den jeweils anderen hineinzuversetzen und sich gegenseitig zu unterstützen, hat mir an beiden sehr gut gefallen. Man merkt einfach in jeder Zeile, wie viel sich beide bedeuten, selbst wenn etwas zwischen ihnen steht.
Das Rätsel um die Zeichnungen mit der mysteriösen Schrift und dem Buch der Mythen fand ich spannend und interessant. Ebenso war ich gespannt darauf, wer dieser geheimnisvolle Peabody ist und was er von Shona und Cuan möchte. Was ihn angeht, hatte ich zwar schon eine Vermutung wäre aber ehrlich gesagt nie darauf gekommen, wer er wirklich ist. Damit und mit einigen Wendungen konnte mich die Autorin überraschen.
Außerdem fand ich es interessant zu erfahren, was wirklich an dem Tag passierte, an dem Shonas Mutter verschwand, ebenso wie etwas über die Vorfahren von Shona. So bekam man noch mal einen anderen Blickwinkel auf alles und konnte die Beweggründe einiger Figuren, wieso sie so handelten, wie sie es taten, noch besser nachvollziehen.
Fazit: Ein gelungener Abschluss der Reihe, der mich von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen konnte, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Ich habe mit Shona und Cuan von der ersten Zeile an mitgefiebert, mitgelitten und ihnen die Daumen gedrückt, dass sie die Wasserpferde retten können. Zudem hat mich die Autorin mit einigen Wendungen und Geheimnissen der Familien von Shona und Cuan überraschen können, ebenso wie mit der wahren Identität von Peabody und seinen Beweggründen.
Shona konnte die Nebel durchqueren und in die Dimension der Wasserpferde wechseln. Doch eigentlich sollte das kein Mensch können. Auf der Suche nach ihrer wahren Identität werden sie und Cuan von einem Fremden bedroht, der seine ganz eigenen Interessen gegenüber den Wasserpferden verfolgt.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr schwer, da es etwas her ist, dass ich den 2. Band gelesen habe. Dafür haben die Erklärungen am Anfang leider nicht ausgereicht.
Shona und Cuan decken nach und nach einige Geheimnisse über ihre Familien auf und müssen sich die Frage stellen, wo sie herkommen und ob das definiert, wer sie sind. Eine spannende Thematik für ein Jugendbuch, die toll umgesetzt wurde.
Die Rückblicke zu Shonas Vorfahren und die wechselnden Perspektiven auch zum Gegenspieler geben dem Leser vielfältige Einblicke in die Handlung.
Dieser abschließende Band der Reihe hat sich für mich vor allem in der ersten Hälfte sehr gezogen und ich hatte das Gefühl, dass er mich in vielen Punkten an eine andere Reihe der Autorin erinnert.
Am Ende werden alle Geheimnisse gelüftet und die Verbindungen in die Vergangenheit aufgeklärt. Ein runder Abschluss für die Reihe, die für mich persönlich im 2. Band am fesselndsten war.