Wo immer sie auftritt, ist sie von Verehrern umschwärmt. Die junge Baronesse Jenny von Westphalen gilt als »das schönste Mädchen von Trier«, als Ballkönigin, charmant, witzig, intelligent. In ihrem Elternhaus wurde ihr eine umfassende Bildung zuteil. Ihre Wahl fiel schließlich auf einen Bürgersohn jüdischer Herkunft: Karl Marx. Dass er ihr fürs Erste kein standesgemäßes Leben würde bieten können, ist Jenny klar. Was sie dann erlebt, übertrifft wohl selbst ihre schlimmsten Befürchtungen: lebenslanges Exil, materielle Not, Krankheiten, politische Enttäuschungen. Mehrere ihrer Kinder und Enkelkinder sterben früh, was weder Jenny noch Karl je verwinden können. Doch unterkriegen lässt sich Jenny Marx nicht. Immer wieder gelingt es ihr, sich von den Schlägen zu erholen. In der sozialistischen Bewegung ihrer Zeit spielt sie eine aktive Rolle. Und ohne Jenny hätte Karl Marx niemals der sein können, der er war, lautet das Urteil ihrer jüngsten Tochter Eleanor. Über ihr Leben hat sich Jenny Marx (1814 1881) immer wieder in Briefen an vertraute Menschen ausgesprochen. Diese Texte zählen zum Schönsten, was die Briefliteratur des 19. Jahrhunderts zu bieten hat. Aus ihnen formt sich das Bild einer der außergewöhnlichsten Frauengestalten ihrer Zeit.
Warum geht es in einem Buch über Jenny Marx mehr um Karl Marx als um sie selber ? Würde es gerne nochmal lesen uns zählen wer öfter erwähnt wird aber ich glaube das wäre zu frustrierend
Beinhaltet viele private und auch interessante Details zur Familie Marx. Leider zeitweilig sehr mühsam zu lesen, da es eher "trocken" geschrieben ist. Zudem bezieht sich das Buch insgesamt eher auf das Leben und Wirken des Ehemanns Karl Marx, welcher im Zentrum der Darlegungen steht. Jenny Marx wird hier also hauptsächlich als Ehefrau von Karl Marx betrachtet und hauptsächlich in ihrer Rolle als Mutter und Gattin in Bezug auf Familie und Ehemann porträtiert. Wer eine ausführliche und profunde Biographie von der Person Jenny Marx sucht, sollte ein anderes Buch lesen.