Ein Traum wird wahr: Adrian gewinnt einen Programmiererwettbewerb und darf bei Allgames arbeiten, dem Spiele-Imperium mit den perfekten Simulationsabenteuern. Sogar Kain Marverick, der reichste Mann der Welt und Besitzer von Allgames, kümmert sich hier persönlich um ihn. Doch dann verliert Adrian bei einem Test das Augenlicht. Ihm wird zwar ein Chip implantiert, der seine Sehkraft ersetzen soll – doch tatsächlich entwickelt sich der Traum nach und nach zum Albtraum: Adrian wird zum ferngesteuerten Teil des erbarmungslosen Systems Allgames – und als er dahinterkommt, schwebt er bereits in höchster Lebensgefahr …
Christian Waluszek, geboren 1952, studierte zuerst Jura, wechselte dann aber zur Germanistik, Slawistik und den Musikwissenschaften. Außerdem hat er jahrelang Theater mit Jugendlichen gemacht. Heute ist er Lehrer und unterrichtet Deutsch und Musik. Er schreibt hauptsächlich für junge Erwachsene, seine Themen sind vielfältig. Waluszeks Romane sind auch in Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Spanien, Frankreich, China und Japan erschienen. ---- Christian Waluszek, born in 1952, first went to Law School, but changed to German Studies, Slavic Studies and Music Studies. He also made theatre plays with children for a long time. Nowadays, he is a teacher and teaches German and Music. He mainly writes for young adults, and he covers a lot of subjects. Waluszeks books are also available in Denmark, Belgium, The Netherlands, Spain, France, China and Japan.
Christian Waluszek schreibt sehr ausführlich über die Funktionsweise der Technik und der Programme, die Adrian in diesem Buch verwendet. Was dazu führt, dass auf den ersten 250 Seiten gefühlt gar nichts passiert. Deshalb empfehle ich dieses Buch auch nur denen, die ein gewisses Interesse an Technik und Computerprogrammen haben. Hat man dieses Interesse, „übersteht“ man die ersten 250 Seiten leichter und kommt schließlich zum spannenden Teil der Geschichte.
Was mich außerdem gestört hat, war Adrians Naivität und ganz besonders folgende Situation: Adrian wacht nach OP im Krankenhaus auf und fragt was passiert ist. Arzt sagt: „Sie sind erblindet, aber dank eines Computers, denn wir Ihnen ins Gehirn gepflanzt haben, haben wir es geschafft Ihnen Ihr Sehvermögen wiederzugeben.“ Adrians Reaktion: „Okay cool.“ Die Ärzte haben ohne sein Einverständnis an seinem Gehirn rumgespielt!? Und Adrian nimmt das einfach so hin?! Das war keine Notfall-OP, die man sofort hätte durchführen müssen, um das Leben des Patienten zu retten! Es ging „nur“ darum sein Augenlicht zurück zu holen. Dass Adrian das einfach so hingenommen hat, hat mich bis zur letzten Seite verfolgt.
Was mir besonders gefallen hat und ich so noch in keinem anderen Buch gelesen habe, war die Tatsache, dass Adrian drei Versuche braucht, um endlich ans Ziel zu kommen. In den meisten Büchern kommt der Held seinem Ziel sehr nahe, hat deinen einen Brake-down, wird auf die Füße gezogen und gewinnt. In Allgames ist das nicht so. Hier gibt es keinen Ich-bin-am-Boden-Moment. Adrian weigert sich schlicht und einfach aufzugeben und kämpft immer weiter. An einem Punkt saß ich da und dachte mir nur: „Mach schon! Wach auf! Du musst aufwachen, Adrian!“ Es passiert nicht oft, dass ich so mit den Protagonisten mitfiebere.
Die Allgames-Welt hat mich staunen lassen. Es ist einfach nur unglaublich was kreative Köpfe erschaffen können.