Als die junge Politikerin Natascha Eusterbeck nach Berlin ins Kanzleramt gerufen wird, ist sie selbst überrascht von diesem Karrieresprung. Mit einem Aufstieg zur Staatssekretärin hat sie nicht gerechnet, und sie tritt ihr neues Amt mit grossem Engagement an. Die Kanzlerin erteilt ihr den Auftrag, die Effizienz der Organisation im Kanzleramt zu überprüfen - doch dahinter verbirgt sich eine inoffizielle Mission von enormer Brisanz: Natascha soll heimliche Machtstrukturen entlarven und verborgene Seilschaften identifizieren. Damit hat sie nicht gerechnet, aber dennoch nimmt sie die Herausforderung an. Allerdings bekommt sie es schnell zu spüren, dass nicht alle im Kanzleramt ihre Anwesenheit schätzen: Sie wird bedroht, terrorisiert und mit allerlei perfiden Methoden eingeschüchtert. Ehe sie es sich versieht, ist sie verstrickt in ein Geflecht von Lügen und Intrigen und weiss bald nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann. Und dann kommt Natascha einer Affäre von schier unglaublicher Sprengkraft auf die Spur: den Hintergründen für die mehr als zwanzig Jahren zurückliegenden Ermordung des Bankchefs Albert Ritter. Sie ahnt, dass sie mit ihrer Entdeckung auf mörderisch dünnes Eis geraten ist - aber da scheint ihr Untergang schon besiegelt...
Die junge Staatssekretärin Natascha Eusterbeck bekommt eine neue Stelle im Kanzleramt Berlin. Voller Elan tritt sie diese an und ahnt noch nicht, dass die Bundeskanzlerin einen ganz speziellen Auftrag für sie hat. Dieser Auftrag bringt Natascha bald schon in Gefahr, und auch ihre Familie gerät ins Visier ihrer neuen Feinde. * Mein Leseeindruck: * Ich muss gestehen, dass ich mir viel mehr versprochen habe von diesem Buch und jetzt leider doch sehr enttäuscht bin. Stellenweise habe ich mich wirklich durch das Buch gequält, da es sehr langatmig für mich war und die Geschichte bald auch nicht mehr nachvollziehbar. * Mit der Hauptprotagonistin Natascha bin ich auch nicht wirklich warm geworden. Oft fühle ich mit den Protagonisten mit, freue mich mit ihnen, leide mit ihnen und begleite sie auf ihrem Weg. Das war hier leider ganz und gar nicht der Fall. Natascha war mir ziemlich gleichgültig und auch ihre eigenen Gefühle habe ich nicht gespürt. Sie kam mir sehr kalt vor. * Manchmal habe ich mich während des Lesens dabei ertappt, dass ich gar nicht mehr wusste, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Meine Gedanken schweiften immer wieder ab. Das spricht nicht gerade für das Buch. Es konnte mich leider oft nicht fesseln. * Dabei ist der Schreibstil sehr gut! Der Autor schreibt flüssig und in einer sehr angenehmen Art. Doch die Geschichte an sich hat mich leider nicht überzeugen können. Sehr schade; ich hatte mich auf das Buch wirklich gefreut.
If you know a lot about Germany’s political history, you might enjoy this book about the murder of Dr. Albert Ritter/Alfred Herrhausen and how it also could have been.
If not, you are a bit lost. A lot of details are being served. Including whole dossiers. About a lot of people. But you still miss out on things. And they are not very interesting.
The main character is a woman and not very believable. Maybe because it is a man writing this book. Every time her emotions get the better of her, to prevent her from doing the sensible thing. Really?
The end is not satisfying either. I cannot recommend this book. ☹️
Unsicher ob 3 oder 4 Sterne. Das letzte Viertel des Buches lässt mich Richtung 4 lehnen aber der Rest hatte Längen, viele oft liegengelassene narrative und teils diffuse Stories. Bis zum Ende sind viele storylines die als sehr groß aufgemacht wurden komplett liegen gelassen worden. Fast alles ist am Ende offen. Eigentlich liegt extrem viel Potential in der Geschichte aber es wurde zu viel aufgemacht, fast nichts zusammen geführt und keine Konsequenzen behandelt oder (Teil-)geschichten beendet.
Wer auch immer diesen Kriminalroman unter dem Pseudonym "Jan Faber" geschrieben hat, hat mich mit seiner Vita und der Kurzbeschreibung extrem neugierig gemacht. Werden hier wirklich diffizile Interna aus dem unmittelbaren Zentrum der Macht veröffentlicht? Tritt hier jemand unter einem Decknamen dem politischen Establishment auf die Füsse? Wird Insiderwissen aus dem Mitarbeiterstab der Bundeskanzlerin der Öffentlichkeit verklausuliert zugänglich gemacht? Nun ja, es wird zumindest versucht aber ich bin skeptisch ob da wirklich ein(e) Mitarbeiter/-in aus dem inneren Zirkel des Politbetriebes diesen Thriller geschrieben hat.
Das Politik eine heimtückische Schlangengrube ist bei dem sich viele Akteure doppelgesichtig wie Janus benehmen ist bekannt. Politiker können Menschen ins Gesicht lächeln und hinter deren Rücken gleichzeitig eine hinterhältige Attacke planen. Um in diesem scheinheiligen Umfeld Karriere zu machen müssen die Ellbogen teilweise heftig eingesetzt werden um Konkurrenten auf dem Weg nach oben zu überflügeln. Der Olymp nach dem viele streben ist das Amt des/der Bundeskanzler/-in. Aber selbst diese Person kann trotz viel Macht nicht alles Wissen, kluge Entscheide fällen und gleichzeitig medial und telegen auf den vielen Reisen Reden halten und Fragen beantworten. Sie ist auf viele loyale und vor allem fleissige Helfer/-innen in den Stäben angewiesen die Fakten sammeln und ihr zu den vielfältigsten Themen beratend zu Seite stehen. Eigentlich sollten diese Mitarbeiter handverlesen sein... aber selbst dort gibt es anscheinend Egoisten die Animositäten pflegen und den Kleinkrieg im Büro perfekt beherrschen.
Ich bin Schweizer und mit dem Politbetrieb in Deutschland nicht so vertraut aber selbst ich habe in dieser Geschichte ziemlich viele reale Akteure herausgelesen. Beispielsweise der Handlungsstrang um Dr. Ritter spielt den Mord an Alfred Herrhausen, dem Vorstandsprecher der Deutschen Bank, nach der bei einem Bombenattentat ums Leben kam. (Evtl. im Internet nach diesem Namen suchen uns sich vorab informieren) Wer den tödlichen Anschlag verübte ist bis heute nicht geklärt und das obwohl sich die RAF dazu bekannte. Wer dieses Buch aufmerksam liest wird einen anderen Auftraggeber finden! Eine sehr gewagte und extrem heikle These wie ich verraten darf... !
Zum Zeitpunkt als ich dieses Buch gelesen und diese Meinungsäusserung hier geschrieben habe steht Deutschland zwei Monate vor der Bundestagswahl. Es ist bestimmt kein Zufall das dieser Krimi mit den explosiven Theorien just so kurz vor der Abstimmung erscheint. Will hier ein Eingeweihter die Gunst der Stunde nutzen und Aufmerksamkeit erregen? Will er einen Skandal provozieren oder nur sein Gewissen erleichtern? Vielleicht studiere ich auch nur zu viel am Inhalt herum und sollte es als reine Fiktion betrachten. Bloss eine Kriminalgeschichte die sich jemand ausgedacht hat. Wer weiss, wer weiss...
Der Schreibstil ist recht nüchtern und bodenständig, vielleicht etwas trocken dafür ist der Aufbau ungewöhnlich. Bei fast allen Krimis geschieht zu Beginn etwas das es aufzuklären gilt. In diesem Roman steuern wir Leser langsam auf den Knall oder die besser die Mehrzahl davon zu. Das Wissen und die Spannung steigt von Seite zu Seite...
Ich bin sicher das dieser Politthriller kontroverse Meinungen und Bewertungen hervorrufen wird. Ich werde die Rezensionen hier bei Amazon verfolgen und bin gespannt was Leser/-innen schreiben werden die sich für profunde Kenner der politischen Szene halten und Leser/-innen die sich überhaupt nicht für Politik interessieren. Die einen werden sehr viele Anspielungen, die ich mangels Wissen nicht erkannt habe, finden und für die anderen dürfte es reine Fiktion bleiben.
Einige (politische) Journalisten empfahlen mir dieses Buch, das zwar offenbar mit Blick auf den Bundestagswahlkampf geschrieben und auf den Markt geworfen wurde, aber überhaupt kein Echo fand. Die Kolleg_innen von der Presse fanden es total spannend, einen richtigen Thriller. Und natürlich erkannten sie all die Personen, die es im wahren Leben auch gibt (die Kanzlerin, den ermordeten Bundesbankpräsidenten, den Kanzleramtschef, den Sicherheitschef, den Fraktionsvorsitzenden der Opposition ...). Man munkelt, "Jan Faber" sei ein Pseudonym eines bekannten Pressemanns in der Hauptstadt, jedenfalls einer Person, die intime Einblicke in die Macht genießt. Nun ja. Dass Politiker in Bordelle gehen und es im Kanzleramt Intrigen gibt, ist so neu dann auch nicht. Und wenn Jan Faber in Wirklichkeit ein Pressemann oder gar Politiker ist, dann jedenfalls ein eher älterer. Sein Frauen- und Männerbild ist ein extrem traditionelles. Und diverse Dialoge/Szenen/Ereignisse erscheinen mir als Leserin, die nicht so häufig hinter die Kulissen der "großen Politik" blickt, etwas weit hergeholt. Das Buch hat eine gewisse Spannung, das lässt sich schon sagen. Aber auch für dieses Opus gilt, wie ich in meinen Rezensionen anzumerken nicht müde werde: Gute Journalisten sind nicht unbedingt gute Romanautoren. Die detaillierten Beschreibungen von Situationen, Kleidung, Ambiente etc. zeichnen den guten Reporter aus. Der Romancier sollte jedoch auch den Figuren seines Romans eine gewisse Tiefe verleihen können. Faber kann das nicht.
Den ziemlich dämlichen Klappentext lasse ich jetzt mal außen vor. Das Buch selbst war eigentlich gar nicht so schlecht: zur Abwechslung mal in der deutschen Politik beheimatet und auch recht interessant geschrieben. Etliche nette Anspielungen auf tatsächliche Personen (die natürlich unter anderem Namen auftauchen, aber anhand von Beschreibungen oder Charakteristike leicht zu entlarven sind), die dem Ganzen einen zusätzlichen Prickelfaktor verleihen. Aber die Auflösung und das Ende haben mich schwer enttäuscht. Da hätte ich mir einiges mehr erwartet, und diese Enttäuschung am Ende schlägt auch auf die Gesamtbewertung durch. Der Rest hat durchaus drei Sterne verdient, an einigen Stellen vielleicht auch vier.
Solide gemacht, im Zentrum der Macht. das prickelnde: Du hast das Gefühl, mittendrin zu sein.Spannung aus der Bundeswaschmaschine im Schleudergang mit Hochtouren. Abzug gibt es hierfür: Seitenhandlungen werden angerissen, aber nicht weiter verfolgt, Das Gefühlsleben der Hauptpersonen bleibt weitestgehend an der Oberfläche, auch die Spannung und Angst wird beobachtend beschrieben. Das ist schade, dennoch sieht man eine spannende Kinoverfilmung vor dem inneren Auge.
Den Charme des Buchs macht natürlich vor allem das Setting im Kanzleramt aus, nicht gerade eine besondere sprachliche Qualität. Ein schöner Krimi in Zeiten des Wahlkampfs. Die Geschichte braucht zwar ein bisschen, bis sie Fahrt aufnimmt. Und man merkt ab und an, dass sich ein Mann versucht hat, in eine Protagonistin einzufühlen. Aber ich mochte das Buch.