Um abseits vom Alltagsgeschäft einmal in Ruhe über seine Unternehmensstrategie nachzudenken, ist Paolo Massimo allein in sein Landhaus gefahren. Die Bank, die er leitet, steht kurz vor der Übernahme einer deutschen Konkurrentin. Ein Gefühl vager Bedrohung wird er auf seinem Waldspaziergang zwischen Steineichen und Edelkastanien dennoch nicht los. Als er zu seinem Haus zurückkehrt, wird er bereits von Polizisten erwartet. Auf eine anonyme Anzeige hin lässt ein gewisser Commissario Guerrini sein Anwesen durchsuchen, auf dem angeblich eine Leiche verscharrt liegen soll. Zu Massimos Entsetzen finden die Beamten in seinem Garten die sterblichen Überreste seines deutschen Kollegen Hardenberg ... Um Genaueres über die Hardenberg Bank zu erfahren, bittet die italienische Staatsanwaltschaft bei Laura in München um Ermittlungshilfe. Die hat gerade sehr mit der Tatsache zu kämpfen, dass sich ihre Kinder zunehmend von ihr abnabeln. Und auch mit Angelo läuft es nicht rund. Einerseits kommt es ihr also gelegen, dass sie einen deutsch-italienischen Fall auf den Tisch bekommt, andererseits ist Laura wenig begeistert, sich mit Banken beschäftigen zu müssen – dem internationalen Panik-Thema Nummer eins.
Ein weiterer Band von Felicitas Mayall aus der Reihe mit Kommissarin Laura Goldberg und ihrem italienischen Kommissarfreund. Die Geschichte ist gut aufgebaut, der Anteil Krimistory und Privatleben der beiden Kommissare ist ausbalanciert. Wirklich zu bemängeln ist , dass die Geschichte, nachdem sie gefühlt in 4/5 des Buches aufgebaut wurde, in ungefähr 1/5 abrupt zu Ende gebracht wird. Man hat das Gefühl, die Autorin hatte entweder keine Lust mehr oder es ist ihr kein schlüssiges Ende eingefallen. Schade!