Interessanter Überblick über Motive, Hintergründe und Ausprägungen asketischer Praktiken jenseits von Lifestyle Magazinen die inzwischen ja auch gerne mal Mäßigung und "less is more" propagieren. Michaels geht es um die radikalen Verweigerer, die gegen die Welt und gegen den Körper, gegen ihre Gesundheit und gegen gesellschaftliche Normen versuchen Transzendenz zu erreichen. Schwerpunkt ist hier Indien aber auch das Christentum wird behandelt. Immer auf religionssoziologischen Arbeiten aufbauend (Weber etc.) Besonders interessant fand ich die Diskussion der "Spende", auch im Kontext der gesellschaftlichen Grundlagen die Askese erst möglicht macht. Auch interessant: die für mich neue Unterscheidung zwischen Mytsik und Askese. Gut, dass Hinduismus, Buddhismus, Islam etc. nicht auf eine feelgood Gesamtmystik zusammengedampft werden sondern die Unterschiede klar benannt werden.