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Das Geheimnis von Digmore Park
In Digmore Park, dem herrschaftlichem Familiensitz der Dewarys, verschwindet die Schwester des Lord spurlos. Ist Frederick, der Erbe von Digmore Park, der Mörder? Alles scheint darauf hinzuweisen doch der junge Mann ist nicht aufzufinden. Als die energische Elizabeth Porter einen neuen, attraktiven Stallmeister einstellt, ahnt sie nicht, wen sie vor sich hat ... Wird Frederick seine Unschuld beweisen und das Herz der stolzen Elizabeth erobern können? Denn die hohen Mauern von Digmore Park wissen ihre Geheimnisse gut zu bewahren.
- GenresRegency
380 pages, Paperback
First published February 1, 2013
About the author
Sophia Farago
38 books11 followersSophia Farago is the pen name used by Austrian author Ingeborg Rauchberger when she writes romance novels.
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Community Reviews
Displaying 1 - 4 of 4 reviews
May 29, 2013
Frederick Michael Anthony Dewary, einzige Sohn des Earl of Digmore wird eines schrecklichen Verbrechens bezichtigt. Um diesem Vorwurf nachzugehen, entfernt er sich heimlich von der Armee und kehrt nach England zurück. Bald erfährt er, dass er am Mord seiner Tante beschuldigt wird. Ein Verbrechen, das er nicht begangen hat. Sein alter Freund Simon Bishop bringt in als Stallmeister auf Portland Manor unter, während er selbst und Fredericks Bursche Charlie, den Dingen auf den Grund gehen wollen.
Frederick muss sich an die ungewöhnlichen Gepflogenheiten auf Portland Manor erst einmal gewöhnen. Hier hat doch tatsächlich eine Frau das Sagen. Elizabeth Porter verwaltet das Anwesen seit dem Tod ihres Vaters, bis ihr jüngerer Bruder Billy volljährig ist. Als wäre es nicht schon genug, dass sie sich mit einem neuen, zunächst recht unhöflichen Stallmeister herumschlagen muss, da taucht auch noch Billy, der eigentlich in der Schule sein sollte, mit einem seiner Freunde auf Portland Manor auf.
Fühlt sie sich zunächst noch zu Lord Linworth, Billys neuem Freund, hingezogen, so muss sie sich bald eingestehen, dass ihre Gedanken immer öfter zu einem gewissen Stallmeister wandern. Das dieser nicht ist, was er vorgibt zu sein, erfährt sie bald von Linworth, der die Familie damit erpressen will, dass sie ihren guten Ruf verlieren werden, wenn herauskommt, dass sie einem gesuchten Mörder Unterschlupf bieten. Statt sich von diesem einschüchtern zu lassen, machen sich Elizabeth und ihre Mutter mit Frederick auf den Weg nach Digmore Park um das Geheimnis um den Mord an seiner Tante zu lüften und Fredericks Unschuld zu beweisen ...
Vom ersten Wort an, war ich auf einer Zeitreise ins England der Regency-Ära. Sophia Farago malt mit ihrer wunderbaren Sprache ein hervorragendes Bild dieser Zeit und sie bleibt auch darin. Auch wenn Elizabeth Portland Manor verwaltet, bleibt sie dennoch dem Frauenbild ihrer Zeit treu. Sie ist sich bewusst, dass sie die Geschäfte an ihren Bruder abtreten wird, wenn dieser alt genug ist, und ihre Pläne für die Zeit danach sehen so aus, dass sie darauf hofft, mit ihrer Mutter in die Stadt ziehen zu können, und vielleicht doch noch einen Ehemann zu finden und eine Familie zu gründen.
Trotzdem spürt man immer wieder, welche Verantwortung auf Elizabeths Schultern lastet und dass es niemanden gibt, von dem sie wirklich Hilfe erwarten kann: Ihr Bruder unterschreibt eine Bürgschaft für Lord Linworth, die sie aufgrund seiner Minderjährigkeit anfechten will. Seinen Vormund, ihren Onkel, damit betrauen, hält sie für ebensowenig aussichtsreich, wie ihre Mutter damit belasten. Lady Porter ist es am liebsten, wenn alle Probleme von ihr ferngehalten werden. Elizabeth überrascht sich selbst damit, dass sie mit dem Gedanken spielt, den neuen Stallmeister um Hilfe zu bitten (auch wenn sie dann doch alleine loszieht). Auch fühlt sie sich immer stärker zu ihm hingezogen, so skandalös das auch sein mag.
Auch Frederick fühlt sich, nach Anfänglicher Fehleinschätzung ihres Charakters von seiner Seite aus, zu Elizabeth hingezogen. Das heißt, sobald er akzeptiert, dass sie tatsächlich als Frau Portland Manor verwaltet. Sobald Elizabeth also erfährt, dass er in Wirklichkeit der Sohn eines Earls und kein Stallmeister ist, und sie sich auf gleicher Augenhöhe begegnen, stünde einer Zukunft der beiden nichts im Wege ... wäre Frederick nicht bereits verlobt.
Als Elizabeth dies erfährt, hat ihre Mutter jedoch bereits erklärt, dass sie beide nach Digmore Park fahren werden, um Fredericks Unschuld zu beweisen. Und dort warten so einige Überraschungen auf alle Beteiligten.
Ein wenig las sich "Das Geheimnis von Digmore Park" wie zwei Romane, was daran lag, dass die Autorin - was mir durchaus gefiel - Wert darauf legte, dass Elizabeth Reise nach Digmore Park auch begründet ist. Die ganzen kleineren und größeren Wendungen und Ereignisse des ersten Teils führen dazu, dass sie mit Lady Porter aufbricht. Ich muss aber zugeben, dieser Teil kam mir zuweilen verhältnismäßig lang vor, auch wenn das Buch selbst sehr schnell zu lesen ist. Ich habe mich oft gefragt, ob wir denn Digmore Park überhaupt zu sehen bekommen und als Lady Porter dann erklärte, sie wolle unter dem Vorwand, Fredericks Vater als Witwer ihrer besten Freundin aus Jugendtagen ihr Beileid auszudrücken, nach Digmore Park reisen, war mein erster Gedanke "endlich".
Und wie haben mir die Szenen in Digmore Park selbst gefallen. Fredericks Verwandtschaft, die Ränkelspiele, die sich hinter den Kulissen abspielten, die Geheimnisse, die sich dem Leser fast beinahe so langsam enthüllen, wie den Figuren selbst ... Herrlich! Ab hier wurde der Roman zu einer Mischung aus Mysteryroman und Krimi, gewürzt mit einer zarten Liebesgeschichte, die sich passend zu den Werken des Regency entwickelt.
Nicht nur Frederick und Elizabeth, zu denen ich schon weiter oben etwas geschrieben habe, auch die anderen Figuren sind wunderbar gezeichnet. Allen voran Elizabeths Mutter, Lady Porter. Auf der einen Seite ganz ignorante Adlige, die sich nicht an die Namen ihrer Diener erinnert, auf der anderen Seite, aufgeregt wie ein Schulmädchen, als sie das Abenteuer wittert, welches sie in Digmore Park erwarten wird. Aber auch Louise, die Ehefrau von Fredericks Cousin war wunderbar geschrieben. Die perfekte, freundliche Gastgeberin gegenüber Elizabeth und ihrer Mutter, das schmollende oder bettelnde "Kind" gegenüber ihrem Mann und die herrschsüchtige Herrin gegenüber der Dienerschaft. Es war zuweilen nicht leicht, zu sagen, welche Facette die "echte" ist.
Es machte großen Spaß, mitzurätseln (auch wenn ich teilweise gehörig daneben tippte), was denn nun tatsächlich geschehen war und die Auflösung hielt noch einige Überraschungen bereit (deren Hinweise ich teilweise schlicht übersehen habe). "Das Geheimnis von Digmore Park" war viel zu schnell vorbei. Auch wenn ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht, hätte es, sobald die Handlung auf Digmore Park spielte, noch einmal so lang sein können.
Die Liebesgeschichte verläuft sehr ruhig, wie der Rest der Handlung empfand ich sie gerade am Anfang weniger packend, als sie es später wurde. Bevor Fredericks wahre Identität enthüllt wird, existiert sie praktisch lediglich in Elizabeths Gedanken aber auch das hätte ich mir mit ein wenig stärker und mit größerem Konflikt erhofft. Dieser kommt erst in Form von Fredericks Verlobter, die nun über einer möglichen Zukunft der beiden schwebt, wie ein Damoklesschwert. Aber auch hier wurde es mit der Ankunft auf Digmore Park besser.
Ich kann das Buch Fans von Regency-Romanen nur empfehlen. Der Anfang ist langsamer, aber sofort fühlt man sich in die Zeit zurück versetzt. Die Vorstellung der Figuren und der Ausgangssituation hätte meiner Meinung nach ein wenig kürzer, die Szenen in Digmore Park dafür länger sein können. Dafür gibt es von mir vier Punkte.
Frederick muss sich an die ungewöhnlichen Gepflogenheiten auf Portland Manor erst einmal gewöhnen. Hier hat doch tatsächlich eine Frau das Sagen. Elizabeth Porter verwaltet das Anwesen seit dem Tod ihres Vaters, bis ihr jüngerer Bruder Billy volljährig ist. Als wäre es nicht schon genug, dass sie sich mit einem neuen, zunächst recht unhöflichen Stallmeister herumschlagen muss, da taucht auch noch Billy, der eigentlich in der Schule sein sollte, mit einem seiner Freunde auf Portland Manor auf.
Fühlt sie sich zunächst noch zu Lord Linworth, Billys neuem Freund, hingezogen, so muss sie sich bald eingestehen, dass ihre Gedanken immer öfter zu einem gewissen Stallmeister wandern. Das dieser nicht ist, was er vorgibt zu sein, erfährt sie bald von Linworth, der die Familie damit erpressen will, dass sie ihren guten Ruf verlieren werden, wenn herauskommt, dass sie einem gesuchten Mörder Unterschlupf bieten. Statt sich von diesem einschüchtern zu lassen, machen sich Elizabeth und ihre Mutter mit Frederick auf den Weg nach Digmore Park um das Geheimnis um den Mord an seiner Tante zu lüften und Fredericks Unschuld zu beweisen ...
Vom ersten Wort an, war ich auf einer Zeitreise ins England der Regency-Ära. Sophia Farago malt mit ihrer wunderbaren Sprache ein hervorragendes Bild dieser Zeit und sie bleibt auch darin. Auch wenn Elizabeth Portland Manor verwaltet, bleibt sie dennoch dem Frauenbild ihrer Zeit treu. Sie ist sich bewusst, dass sie die Geschäfte an ihren Bruder abtreten wird, wenn dieser alt genug ist, und ihre Pläne für die Zeit danach sehen so aus, dass sie darauf hofft, mit ihrer Mutter in die Stadt ziehen zu können, und vielleicht doch noch einen Ehemann zu finden und eine Familie zu gründen.
Trotzdem spürt man immer wieder, welche Verantwortung auf Elizabeths Schultern lastet und dass es niemanden gibt, von dem sie wirklich Hilfe erwarten kann: Ihr Bruder unterschreibt eine Bürgschaft für Lord Linworth, die sie aufgrund seiner Minderjährigkeit anfechten will. Seinen Vormund, ihren Onkel, damit betrauen, hält sie für ebensowenig aussichtsreich, wie ihre Mutter damit belasten. Lady Porter ist es am liebsten, wenn alle Probleme von ihr ferngehalten werden. Elizabeth überrascht sich selbst damit, dass sie mit dem Gedanken spielt, den neuen Stallmeister um Hilfe zu bitten (auch wenn sie dann doch alleine loszieht). Auch fühlt sie sich immer stärker zu ihm hingezogen, so skandalös das auch sein mag.
Auch Frederick fühlt sich, nach Anfänglicher Fehleinschätzung ihres Charakters von seiner Seite aus, zu Elizabeth hingezogen. Das heißt, sobald er akzeptiert, dass sie tatsächlich als Frau Portland Manor verwaltet. Sobald Elizabeth also erfährt, dass er in Wirklichkeit der Sohn eines Earls und kein Stallmeister ist, und sie sich auf gleicher Augenhöhe begegnen, stünde einer Zukunft der beiden nichts im Wege ... wäre Frederick nicht bereits verlobt.
Als Elizabeth dies erfährt, hat ihre Mutter jedoch bereits erklärt, dass sie beide nach Digmore Park fahren werden, um Fredericks Unschuld zu beweisen. Und dort warten so einige Überraschungen auf alle Beteiligten.
Ein wenig las sich "Das Geheimnis von Digmore Park" wie zwei Romane, was daran lag, dass die Autorin - was mir durchaus gefiel - Wert darauf legte, dass Elizabeth Reise nach Digmore Park auch begründet ist. Die ganzen kleineren und größeren Wendungen und Ereignisse des ersten Teils führen dazu, dass sie mit Lady Porter aufbricht. Ich muss aber zugeben, dieser Teil kam mir zuweilen verhältnismäßig lang vor, auch wenn das Buch selbst sehr schnell zu lesen ist. Ich habe mich oft gefragt, ob wir denn Digmore Park überhaupt zu sehen bekommen und als Lady Porter dann erklärte, sie wolle unter dem Vorwand, Fredericks Vater als Witwer ihrer besten Freundin aus Jugendtagen ihr Beileid auszudrücken, nach Digmore Park reisen, war mein erster Gedanke "endlich".
Und wie haben mir die Szenen in Digmore Park selbst gefallen. Fredericks Verwandtschaft, die Ränkelspiele, die sich hinter den Kulissen abspielten, die Geheimnisse, die sich dem Leser fast beinahe so langsam enthüllen, wie den Figuren selbst ... Herrlich! Ab hier wurde der Roman zu einer Mischung aus Mysteryroman und Krimi, gewürzt mit einer zarten Liebesgeschichte, die sich passend zu den Werken des Regency entwickelt.
Nicht nur Frederick und Elizabeth, zu denen ich schon weiter oben etwas geschrieben habe, auch die anderen Figuren sind wunderbar gezeichnet. Allen voran Elizabeths Mutter, Lady Porter. Auf der einen Seite ganz ignorante Adlige, die sich nicht an die Namen ihrer Diener erinnert, auf der anderen Seite, aufgeregt wie ein Schulmädchen, als sie das Abenteuer wittert, welches sie in Digmore Park erwarten wird. Aber auch Louise, die Ehefrau von Fredericks Cousin war wunderbar geschrieben. Die perfekte, freundliche Gastgeberin gegenüber Elizabeth und ihrer Mutter, das schmollende oder bettelnde "Kind" gegenüber ihrem Mann und die herrschsüchtige Herrin gegenüber der Dienerschaft. Es war zuweilen nicht leicht, zu sagen, welche Facette die "echte" ist.
Es machte großen Spaß, mitzurätseln (auch wenn ich teilweise gehörig daneben tippte), was denn nun tatsächlich geschehen war und die Auflösung hielt noch einige Überraschungen bereit (deren Hinweise ich teilweise schlicht übersehen habe). "Das Geheimnis von Digmore Park" war viel zu schnell vorbei. Auch wenn ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht, hätte es, sobald die Handlung auf Digmore Park spielte, noch einmal so lang sein können.
Die Liebesgeschichte verläuft sehr ruhig, wie der Rest der Handlung empfand ich sie gerade am Anfang weniger packend, als sie es später wurde. Bevor Fredericks wahre Identität enthüllt wird, existiert sie praktisch lediglich in Elizabeths Gedanken aber auch das hätte ich mir mit ein wenig stärker und mit größerem Konflikt erhofft. Dieser kommt erst in Form von Fredericks Verlobter, die nun über einer möglichen Zukunft der beiden schwebt, wie ein Damoklesschwert. Aber auch hier wurde es mit der Ankunft auf Digmore Park besser.
Ich kann das Buch Fans von Regency-Romanen nur empfehlen. Der Anfang ist langsamer, aber sofort fühlt man sich in die Zeit zurück versetzt. Die Vorstellung der Figuren und der Ausgangssituation hätte meiner Meinung nach ein wenig kürzer, die Szenen in Digmore Park dafür länger sein können. Dafür gibt es von mir vier Punkte.
June 4, 2013
In diesem Buch geht es um Frederick Michael Anthony Dewary, welcher der einzige Sohn des Earl of Digmore ist. Ihm wird nachgesagt, ein schreckliches Verbrechen (Mord an seiner Tante) begangen zu haben und um zu beweisen, dass er unschuldig ist, entfernt er sich heimlich von der Armee und kehrt nach England zurück. Ein alter Freund hilft ihm, eine Stelle als Stallmeister auf Portland Manor zu bekommen, während Frederick dem Mord seiner Tante auf den Grund geht.
Auf Portland Manor begegnet er Elizabeth Porter, die das Anwesen verwaltet, bis ihr jüngerer Bruder Billy volljährig ist. Elizabeth entspricht dem damaligen Frauenbild. Etwas naiv und sich immer der Tatsache bewusst, dass sie die Geschäfte irgendwann ihrem Bruder überlassen wird. Sie hofft darauf, irgendwann zu heiraten und eine Familie zu gründen, obwohl sie schon als alte Jungfer gilt (was man ja damals schon mit 23 war).
Frederick und Elizabeth haben anfangs ihre Schwierigkeiten miteinander, aber nach und nach wird beiden klar, dass sie nicht mehr aufhören können, an den jeweils anderen zu denken. Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich mit diesem Buch so meine Schwierigkeiten und konnte nicht ganz in die Geschichte abtauchen, aber das hat sich dann Gott sei Dank wieder gelegt.
Sophia Farago hat einen sehr angenehmen Schreibstil und durch ihre Beschreibungen und Schilderungen kann man sich die Regency-Ära bildlich vorstellen. All die Umgangs- und Verhaltensformen bringt die Autorin ausgezeichnet herüber, sodass es einem vorkommt, als wäre man mitten im alten England und würde zu dieser Zeit dort leben.
Beide Hauptcharaktere haben mir gefallen, auch wenn Frederick mit seiner Einstellung, dass nur ein Mann einen Landsitz verwalten sollte und Elizabeths naive Art, mir desöfteren ein Augenverdrehen entlockt haben. Dennoch fand ich Elizabeth als Protagonisten sehr stark und auch oft schlagfertig. Fredericks Charakter ist hierbei ein Gentleman, wie er im Buche steht. Wohlerzogen und höflich. Etwas schade fand ich, dass jeder Charakter genau dem entsprach, was man als Leser erwartet hat. Einige Überraschungen diesbezüglich hätten sicherlich mehr Spannung eingebracht. Dennoch gab es auch amüsante Szenen und unterhaltsame Charaktere, die mir oft ein Schmunzeln entlockt haben.
Obwohl mir die Handlung und die Charaktere recht gut gefallen haben, fand ich, dass die Romanze etwas zu kurz kam. Auch war es für mich nicht ganz verständlich warum sich beide letztendlich ineinander verliebt haben. Mir hat einfach dieser "Oww"-Effekt gefehlt...
Fazit:
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ein schöner Roman, der den Leser in das alte England entführt. Dennoch hätten die Charaktere und auch die Entwicklung der Liebe von Frederick und Elizabeth meiner Meinung nach etwas ausgefallener sein können. Trotzdem ist dieses Buch ein moderner, historischer Roman mit einem Hauch von Krimi und sorgt für unterhaltsame Stunden.
Auf Portland Manor begegnet er Elizabeth Porter, die das Anwesen verwaltet, bis ihr jüngerer Bruder Billy volljährig ist. Elizabeth entspricht dem damaligen Frauenbild. Etwas naiv und sich immer der Tatsache bewusst, dass sie die Geschäfte irgendwann ihrem Bruder überlassen wird. Sie hofft darauf, irgendwann zu heiraten und eine Familie zu gründen, obwohl sie schon als alte Jungfer gilt (was man ja damals schon mit 23 war).
Frederick und Elizabeth haben anfangs ihre Schwierigkeiten miteinander, aber nach und nach wird beiden klar, dass sie nicht mehr aufhören können, an den jeweils anderen zu denken. Ich muss gestehen, am Anfang hatte ich mit diesem Buch so meine Schwierigkeiten und konnte nicht ganz in die Geschichte abtauchen, aber das hat sich dann Gott sei Dank wieder gelegt.
Sophia Farago hat einen sehr angenehmen Schreibstil und durch ihre Beschreibungen und Schilderungen kann man sich die Regency-Ära bildlich vorstellen. All die Umgangs- und Verhaltensformen bringt die Autorin ausgezeichnet herüber, sodass es einem vorkommt, als wäre man mitten im alten England und würde zu dieser Zeit dort leben.
Beide Hauptcharaktere haben mir gefallen, auch wenn Frederick mit seiner Einstellung, dass nur ein Mann einen Landsitz verwalten sollte und Elizabeths naive Art, mir desöfteren ein Augenverdrehen entlockt haben. Dennoch fand ich Elizabeth als Protagonisten sehr stark und auch oft schlagfertig. Fredericks Charakter ist hierbei ein Gentleman, wie er im Buche steht. Wohlerzogen und höflich. Etwas schade fand ich, dass jeder Charakter genau dem entsprach, was man als Leser erwartet hat. Einige Überraschungen diesbezüglich hätten sicherlich mehr Spannung eingebracht. Dennoch gab es auch amüsante Szenen und unterhaltsame Charaktere, die mir oft ein Schmunzeln entlockt haben.
Obwohl mir die Handlung und die Charaktere recht gut gefallen haben, fand ich, dass die Romanze etwas zu kurz kam. Auch war es für mich nicht ganz verständlich warum sich beide letztendlich ineinander verliebt haben. Mir hat einfach dieser "Oww"-Effekt gefehlt...
Fazit:
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten ein schöner Roman, der den Leser in das alte England entführt. Dennoch hätten die Charaktere und auch die Entwicklung der Liebe von Frederick und Elizabeth meiner Meinung nach etwas ausgefallener sein können. Trotzdem ist dieses Buch ein moderner, historischer Roman mit einem Hauch von Krimi und sorgt für unterhaltsame Stunden.
August 10, 2013
Der historische Roman spielt im 19. Jahrhundert in England und bietet Liebe, Intrigen, Mord und Geheimnisse en masse.
Die Charaktere sind bunt gemischt und vor allem die Mutter der Protagonistin Elisabeth - Lady Porter - entwickelt sich herrlich erfrischend, auch wenn sie zuvor eher nicht so gut bei mir wegkam. Die Protagonisten Elizabeth und Frederick sind gut gezeichnet und relativ nachvollziehbar gestaltet.
Was mir sehr gut gefallen hat ist die Gestaltung des Buches: Wunderschönes Cover und an jedem Kapitelanfang eine schöne Rose in der Ecke.
An sich ist das Buch gut zu lesen, doch die ständigen Normen- und Sittenerklärungen fand ich etwas unpassend. Ich finde es besser, wenn es nicht erklärt und ständig wiederholt wird (wie das der Ruf einer Dame zerstört werden kann, wenn sie im selben Raum wie ein Mann nächtigt usw.), sondern besser in den Text verpackt wird. Es war doch etwas viel, auch die Charaktere haben sich ständig in Gedanken an die strengen Sitten ermahnt, sodass es etwas gekünstelt wirkte.
Auch einige der Szenen wirkten nicht ganz lebensecht und etwas gewollt. Andere hingegen sind jedoch sehr gut gelungen und erzeugten eine schöne Spannung. Die grundlegende Geschichte war ziemlich schnell zu durchschauen. Wirkliche Überraschungen gab es nur wenige.
Insgesamt ist es also ein recht durchmischtes Buch - handwerklich okay, gut zu lesen, manchmal etwas zu gewollt und ein wenig fehlte dadurch die historische Authentizität. Andererseits hat die Lektüre auch viel Spaß gemacht und man hat mit Elizabeth und Frederick mitgefiebert.
Die Charaktere sind bunt gemischt und vor allem die Mutter der Protagonistin Elisabeth - Lady Porter - entwickelt sich herrlich erfrischend, auch wenn sie zuvor eher nicht so gut bei mir wegkam. Die Protagonisten Elizabeth und Frederick sind gut gezeichnet und relativ nachvollziehbar gestaltet.
Was mir sehr gut gefallen hat ist die Gestaltung des Buches: Wunderschönes Cover und an jedem Kapitelanfang eine schöne Rose in der Ecke.
An sich ist das Buch gut zu lesen, doch die ständigen Normen- und Sittenerklärungen fand ich etwas unpassend. Ich finde es besser, wenn es nicht erklärt und ständig wiederholt wird (wie das der Ruf einer Dame zerstört werden kann, wenn sie im selben Raum wie ein Mann nächtigt usw.), sondern besser in den Text verpackt wird. Es war doch etwas viel, auch die Charaktere haben sich ständig in Gedanken an die strengen Sitten ermahnt, sodass es etwas gekünstelt wirkte.
Auch einige der Szenen wirkten nicht ganz lebensecht und etwas gewollt. Andere hingegen sind jedoch sehr gut gelungen und erzeugten eine schöne Spannung. Die grundlegende Geschichte war ziemlich schnell zu durchschauen. Wirkliche Überraschungen gab es nur wenige.
Insgesamt ist es also ein recht durchmischtes Buch - handwerklich okay, gut zu lesen, manchmal etwas zu gewollt und ein wenig fehlte dadurch die historische Authentizität. Andererseits hat die Lektüre auch viel Spaß gemacht und man hat mit Elizabeth und Frederick mitgefiebert.
October 22, 2024
Hörbuch 4 ⭐️
Die Story hat mir gut gefallen. Die Idee mit den zwei Handlungssträngen fand ich sehr gut. Der Strang des Lords ist auch prima gelungen. Das war recht spannend und nicht immer vorhersehbar. Den Ausklang von Elizabeths Seite fand ich etwas zu lasch gelöst. Da hätte ich doch gerne noch das dumme Gesicht von … gesehen. Charakterlich mochte ich beide gerne, weil sie einen Prozess durchleben und lernen, Menschen nicht auf einen einzigen Moment oder Blick zu reduzieren.
Insgesamt wurde ich gut unterhalten und auch die Hörbuchversion hat mir sehr zugesagt.
Die Story hat mir gut gefallen. Die Idee mit den zwei Handlungssträngen fand ich sehr gut. Der Strang des Lords ist auch prima gelungen. Das war recht spannend und nicht immer vorhersehbar. Den Ausklang von Elizabeths Seite fand ich etwas zu lasch gelöst. Da hätte ich doch gerne noch das dumme Gesicht von … gesehen. Charakterlich mochte ich beide gerne, weil sie einen Prozess durchleben und lernen, Menschen nicht auf einen einzigen Moment oder Blick zu reduzieren.
Insgesamt wurde ich gut unterhalten und auch die Hörbuchversion hat mir sehr zugesagt.
Displaying 1 - 4 of 4 reviews





