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Baba Rada : Das Leben ist vergänglich wie die Kopfhaare

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Das geheime US-amerikanische Gefängnis in der rumänischen Hafenstadt Tulcea wurde überflutet. In einem abgelegenen Dorf im Donau-Delta legt ein Motorboot an, darin ein Terrorist und sein überforderter Wächter, der die Unterbringung des geheimen Gefangenen gegen Bezahlung der Familie Baba Radas überlässt.

Baba Rada, die Erzählerin, ist eine ruchlose Grossmutter, die ihren Mann auf dem Gewissen hat. Als der Terrorist seinen betrunkenen Wächter erwürgt, beschliesst Baba Rada, erneut die Spuren eines Mordes zu verwischen, um das Motorboot zu behalten und – auf den Geschmack gekommen – den Terroristen mit ihrer Tochter zu vermählen. Damit beginnt das Unheil von neuem. Diesmal so schrecklich wie nie.

In ihrem Erstling "Baba Rada" entführt uns die junge, auf Deutsch schreibende Bukaresterin Dana Grigorcea in eine burleske Welt im neu entstehenden Europa. Diese Welt der Mythen und abenteuerlichen Gebräuche wird noch immer von den bizarren Wünschen ihrer Einwohner zusammengehalten. Das winterliche Donau-Delta wird in Dana Grigorceas überwältigend bildhafter, kristalliner Sprache zu einem Gemälde von der allgegenwärtigen Gewalt.

156 pages, Hardcover

First published January 1, 2011

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Dana Grigorcea

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January 24, 2016
Das ist ein Buch für Leser, die sich gerne überraschen lassen, die das Spielerische in einem Text, unerwartete (auch sprachliche) Einfälle, interessante Geschichten / Mythen/Bräuche usw. lieben. Einen einfach erzählbaren Plot hat es nicht, dafür eine ganze Reihe von skurrilen Figuren (die im Titel erwähnte Baba Rada, die nach ihren eigenen Regeln spielt, ein Terrorist, der nur über die Morse-Sprache kommuniziert, der einäugige Antim, die Albino Ileana usw) und Themen, die manchmal durchaus weh tun. (Die Versenkung der Insel Ada Kaleh durch die Kommunisten).

Der Begriff magischer Realismus könnte hier auch passen.

Alles in allem schimmert hier ein sehr interessantes und buntes Bild des Lebens an der rumänischen Donaudelta durch.
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