Die Arat-Bearbeitung des sp�tantiken Autors Avien (verfasst um 360 n. Chr.) ist bekannt f�r ihre Sperrigkeit. Als Bearbeiter fr�herer Lehrgedichte hat sich Avien die Freiheit genommen, seine Vorlage nach Belieben zu erweitern oder zu k�rzen. Der vorliegende Kommentar enth�lt detaillierte Informationen zur Astronomiegeschichte, zur Mythologie der Sternbilder und versucht, die dichterische Technik und den oft barock wirkenden Text zu erl�utern. Kennzeichnend ist vor allem Aviens selbst�ndiger Umgang mit epischen Versatzst�cken und der gro�en Menge an Quellenmaterial. Die Einzelbetrachtungen der Untersuchung lassen eines erkennen: Der Heide Avien ist ein vielfach untersch�tzter poeta doctus einer Epoche, in der das Christentum l�ngst die Oberhand gewonnen hat.