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Unter Tränen fragend: nachträgliche Aufzeichnungen von zwei Jugoslawien-Durchquerungen im Krieg, März und April 1999

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German

157 pages, Hardcover

First published January 1, 1999

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About the author

Peter Handke

312 books1,195 followers
Peter Handke (* 6. Dezember 1942 in Griffen, Kärnten) ist ein österreichischer Schriftsteller und Übersetzer.

Peter Handke is an Avant-garde Austrian novelist and playwright. His body of work has been awarded numerous literary prizes, including the Nobel Prize in Literature in 2019. He has also collaborated with German director Wim Wenders, writing the script for The Wrong Move and co-writing the screenplay for Wings of Desire.

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Profile Image for Dimitris.
476 reviews2 followers
March 21, 2026
Τον αγαπώ. Τι γενναίος λογοτέχνης και άνθρωπος!
Τώρα πρέπει να ξαναδιαβάσω την παλιά νουβέλα του Η αγωνία του τερματοφύλακα τη στιγμή του πέναλτι (1970) γιατί δεν μου είχε αρέσει καθόλου πριν πέντε χρόνια και μάλλον κάτι δεν θα είχα καταλάβει καθόλου.
Profile Image for Frank.
657 reviews130 followers
October 19, 2019
Gut. Ich liebe ein Volk (was immer das bedeutet, Sartre antwortete auf diese Frage einst: Ich liebe meine Freunde!) und bin betroffen, wenn man es mit Krieg überzieht. Das kann sein. Ich stelle mir vor, Russland marschiert in die Ukraine ein oder die NATO greift Russland an. Das würde mich betroffen, wütend, sprachlos machen. Aber ich würde im Angesicht der Vorgeschichte auch die Schuldigen kennen, die nie nur auf einer Seite, aber eben doch zu benennen sind. Handke lässt nichts dergleichen sehen, sieht man einmal von der Bemerkung ab, es seien die Kriegsgewinnler, denen es schon vor dem Zerfall (?) Jugoslawiens gut und nur um ihren Gewinn gegangen sei, und die auch jetzt ihren Teil Schuld an dem Ganzen hätten. Ansonsten Betroffenheits- Pathos und Beschreibung der Reaktionen einfacher Serben auf die ihnen angetanen Verwüstungen, Tötungen (aus der Luft!). Das ist berechtigt und nichts war schofeliger als dieser vom Grünen Joe Fischer mitgetragene NATO- Krieg, aber die hier erstmals spürbar werdende (fast) komplette Ausblendung des Leids der Anderen ist genauso schofelig. Bis kurz vor Ende kann man der Beschreibung noch irgendwie folgen, wenn einem die abstruse Behauptung, serbische Kriegspropaganda sei "sanft" und irgendwie "wirklich" im Vergleich zu der plumpen Medienpropaganda des Westens (vgl. S. 9), nicht ein doofes Grinsen entlocken würde (Handke toleriert Propaganda?), aber auf Seite 70 ist endgültig Schluss mit lustig: "Die Fluchten der Albaner aus dem Kosovo, sind sie nicht Fluchten zur (für) Wiederkehr? Die Fluchten dagegen der Serben - Hunderttausende aus der Krajina 1995, aus Sarajevo, aus Slawonien..." (S. 70). DAS ist zynisch! Das ist genauso, als wenn jemand die Vertreibung der Deutschen aus ihren jahrhundertealten Siedlungsgebieten im Osten (die waren auch alle nicht unschuldig - ich weiß) als Rückkehr in die deutsche Heimat begrüßen würde. Das alles sind Menschen, die ihre Heimat verloren haben! Hier wird Handkes einseitige und völlig ungerechtfertigte Bevorzugung der Serben als eines quasi auserwählten Opfervolkes dann doch sichtbar. Ich musste vier Bücher lesen, um das endlich (?) zu finden. Aber ich habe es gefunden. Das ist zu verurteilen und das lässt die Entscheidung des Nobelpreiskomitees freilich zwielichtig erscheinen. Aber es rechtfertigt dennoch nicht den unverhohlenen Hass, der nun kübelweise über Handke ausgeschüttet wird. Er ist a) dennoch kein TÄTER und b) habe ich einen Haufen seiner Texte durchforsten müssen, um eine (eindeutige) Stelle zu finden. Was unzweifelhaft bleibt ist sein publikumverstörendes Frühwerk als innovativer Bürgerschreck und ein folgendes Schaffen, das offensichtlich in die Sackgasse einer untauglichen Poetik führt. Was auch bleibt ist der Eindruck von einem Künstler, der als Mensch eher durchschnittlich ist. Gut, das war Hauptmann auch. Aber für Hauptmann sprechen bis heute seine Werke. Für Handke sprechen (zumindest die späten) Werke nicht und was dort an "serbenfeundlicher" Haltung (die ich nach wie vor ausdrücklich begrüße- solange sie das Volk betrifft) deutlich wird, ist mitnichten humanistisch begründet oder zielt auch nur auf allgemeinmenschliches Mitgefühl. Handke ist Partei und das in einer Weise, die er als junger Mensch verabscheut hätte. Dafür hat er mein Mitleid, das sich paart mit dem Mitleid mit mir selbst, so viel Geld ausgegeben und so viel Zeit geopfert zu haben, um endlich auf diesen einen (den oben zitierten) Satz zu stoßen. Hätte unsere Journaille mit Sachverstand und nicht bloß mit Verblendung über Handke geschrieben und die entscheidenden Stellen zitiert (das hat niemand, sie haben also keine Ahnung und wenn, dann nur eine oberflächliche!), dann hätte ich mir den ganzen Quatsch sparen können. Schande auf die "Qualitätsmedien" und ihre antiserbischen Lohnschreiber (das musste dann doch mal gesagt werden!). Das Buch desavouiert sich selbst. Es ist unnötig wie ein Kropf. Ein Punkt ist also eine Schmeichelei und betrifft - wenn überhaupt - dann die eine oder andere (sicher) zutreffende Beobachtung, das Leiden im Krieg betreffend.
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