Kapitän Feith gerät mit seinem Frachter »Svea Pacific« in den schlimmsten Sturm seit Beginn der Wetteraufzeichnungen; ein Krokodil stellt Kapitän Eils und die Mannschaft der Fähre »Atlantis« vor ungeahnte Schwierigkeiten; und eine verführerische Kellnerin fordert von Peter-Michael Luserke den ultimativen Liebesbeweis: »Entweder das Schiff oder ich.« Die besten Geschichten zur See, die je zwischen zwei Buchdeckeln versammelt wurden: unglaubliche, aber wahre Döntjes (Anekdoten), erzählt von echten Salzbuckeln (Seebären), die ihre Seele dem Meer verschrieben haben. Ihre 25 Liebeserklärungen an die Seefahrt bringen den Boden auch unter Ihren Füßen zum Schwanken.
Schöne Zusammenstellung nostalgischer Kapitänsgeschichten, die es heute in Zeiten riesiger Containerterminals und GPS so nicht mehr gibt. Die meisten Stories spielen in den Fünfziger- und Sechzigerjahren, in denen der Seemannsberuf – glaubt man den Erzählungen – noch abenteuerlicher, aber auch knochenaufreibender war als heute. Die Geschichten sind grob nach verschiedenen Themenbereichen wie Sturm, Krieg, Liebe und Piraten gegliedert, mal kürzer, mal länger, und insgesamt sehr kurzweilig zu lesen. Jedem, der gern Seeluft schnuppert und der, wenn auch nur als Kind, mal mit dem Gedanken gespielt hat, selbst zur See zu fahren, dürften diese Shortstories gefallen. Klar, der eine Kapitän kann besser schreiben, der andere weniger, aber das nimmt dem Werk nichts von seiner Magie. Auch die Gestaltung ist recht liebevoll gemacht, sodass das Buch nicht wie zuerst angedacht in den öffentlichen Bücherschrank wandert sondern einen schönen Platz in meiner Reiseecke bekommt.