Vermittelnd zwischen den in der früheren Forschung vertretenen Extrempositionen, soll dem pseudo-senecanischen Hercules Oetaeus die Würdigung zukommen, die ihm bisher versagt geblieben ist. Die Analyse der Quellen und die szenenweise vorgehende Interpretation erweisen diese Tragödie als durchaus pointenreiches Werk eines Dilettanten im besten Sinne, dem die literarische Tradition eine Last war und der dem Mangel an inhaltlicher Originalität durch bewußte Variation der Topoi und perfekte rhetorische Durchformung des Textes entgegenwirkte. Die Studie zum Gehalt des Hercules Oetaeus setzt sich kritisch mit seiner Klassifizierung als philosophischem Lehrdrama auseinander und begreift die Gestalt des Hercules als literarisches Konglomerat verschiedenster Einflüße.
Christine Walde has been published in several national and international journals, including The New Quarterly, Descant, The Antigonish Review, and Plath Profiles. She was most recently shortlisted for The 2009 Descant Winston Collins Award. Her first novel, The Candy Darlings, was published by Houghton Mifflin in the US (2006) and by Penguin Canada (2007). She is currently the Writer-in-Residence at The Windermere Manor and is at work on a number of new projects, including a book of poetry and her second novel. She lives in London, Ontario.