Dienstmädchen stellten in Ruálands Metropolen bis weit ins zwanzigste Jahrhundert die gröáte Gruppe weiblicher Erwerbstätiger, und breite Schichten der städtischen Bevölkerung beschäftigten in ihren Haushalten Personal. Dieses Buch ist die erste umfassende Studie ueber Dienstboten und Dienstherrschaften im Zarenreich. Es untersucht die Situation der wachsenden Zahl weiblicher Dienstboten in den Groástädten vor dem Hintergrund des Verhältnisses zwischen Herrschaften und Dienstboten beiderlei Geschlechts im traditionalen Adelshaushalt. Es zeigt, wie der Obrigkeit und den gebildeten Kreisen eine äDienstbotenfrageô erwuchs, die angesichts langer Leibeigenschaft, stuermischer Industrialisierung und Revolutionsgefahr noch brisanter war als in Mittel und Westeuropa.