Ihr gehört ein bekannter Nachtclub in Berlin. Ihm die halbe Stadt. Nur etwas ganz Bestimmtes fehlt ihm noch... Der neue Zweiteiler von SPIEGEL-Bestsellerautorin Caren Benedikt.
Berlin, 1976: Der skrupellose Immobilienpatriarch Hanns Borchardt befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere – er ist der Mann, mit dem jeder Geschäfte machen will. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna bietet er ein luxuriöses Leben. Doch die perfekte Fassade der Borchardts trügt: Hanna sehnt sich nach Freiheit und einem selbst bestimmten Leben, Holger begehrt gegen die Familie und die spießige Gesellschaft auf, und Maria denkt über Scheidung nach. Hanns hat aber noch weitaus größere Probleme, denn mit all dem Ruhm und Reichtum geht auch eine Gier einher, die ihn eine verhängnisvolle Entscheidung treffen lässt. Welchen Preis ist Hanns bereit zu zahlen, um sein Lebenswerk zu retten? Und was hat Lea Stern, die Besitzerin von Berlins spektakulärstem Nachtclub, mit alldem zu tun?
Lesen Sie auch die spannende Familiensaga um Das Grand Hotel von Caren Benedikt.
ORIGINALAUSGABE Paperback , Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm ISBN: 978-3-7645-0772-5 Erschienen am 29. März 2023 16,00 €
Ihr gehört ein bekannter Nachtclub in Berlin. Ihm die halbe Stadt. Nur etwas ganz Bestimmtes fehlt ihm noch … Der neue Zweiteiler von SPIEGEL-Bestsellerautorin Caren Benedikt. Berlin, 1976: Der skrupellose Immobilienpatriarch Hanns Borchardt befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere – er ist der Mann, mit dem jeder Geschäfte machen will. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna bietet er ein luxuriöses Leben. Doch die perfekte Fassade der Borchardts trügt: Hanna sehnt sich nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben, Holger begehrt gegen die Familie und die spießige Gesellschaft auf, und Maria denkt über Scheidung nach. Hanns hat aber noch weitaus größere Probleme, denn mit all dem Ruhm und Reichtum geht auch eine Gier einher, die ihn eine verhängnisvolle Entscheidung treffen lässt. Welchen Preis ist Hanns bereit zu zahlen, um sein Lebenswerk zu retten? Und was hat Lea Stern, die Besitzerin von Berlins spektakulärstem Nachtclub, mit alldem zu tun?
Band 2 erscheint im Herbst 23!
Lesen Sie auch die spannende Familiensaga um »Das Grand Hotel« von Caren Benedikt.
Zur Autorin:
Caren Benedikt ist das Pseudonym der SPIEGEL-Bestsellerautorin Petra Mattfeldt. Sie liebt den Norden, eine steife Brise und das Reisen an die Orte, über die sie schreibt. Nach einer eher nüchternen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten arbeitete sie als freie Journalistin. Inzwischen ist die Schriftstellerei ihr Hauptberuf, und sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.
Meine Meinung:
Ich habe ja schon die Grand Hotel Reihe mit Begeisterung gelesen und gehört und war daher sehr gespannt auf diese neue Reihe der Autorin.
Mir ist der Einstieg hier auch wieder sehr leicht gefallen aufgrund des flüssigen Schreibstils der Autorin.
Man lernt hier natürlich zuallererst den Hauptprotagonisten, den absoluten Unsymphat, aber vom Erfolg verwöhnten Hanns Borchardt und seine Familie kennen. Seine Frau und seine Kinder Holger und Hanna waren mir aber direkt sympathisch.
Die Geschichte spielt Mitte der 70er Jahre. Ich lese immer sehr gerne aus dieser Zeit, denn ich bin Jahrgang Ende der 70er Jahre.
Auf der anderen Seite lernt man die völlig unabhängige Lea Stern kennen, die bereit ist, es mit dem Immobilienpatriarchen aufzunehmen, denn sie lässt sich nicht so einfach alles gefallen wie z.B. Hanns Frau. Ist diese Frau vielleicht sein Untergang?
Mich konnte die Geschichte von Anfang bis Ende total fesseln und begeistern und freue mich schon jetzt sehr auf den 2. Teil. Von mir bekommt Club Paradies Im Glanz der Macht eine absolute Lese- und Hörempfehlung mit 5 Sternen.
„Wie einfach sich Menschen blenden ließen und dass man auch aus den schlechtesten Situationen stets ein gutes Geschäft herausholen konnte, wenn man sich nur anstrengte und mutig genug war.“
„Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“ – so lautet die Devise des erfolgreichen Immobilienmoguls Hanns Borchardt, der die Menschen für seine Zwecke benutzt und dem es auf diese Weise gelang, vom einfachen Bauernsohn zum „Berliner Baulöwen“ aufzusteigen. Hanns definiert sich ausschließlich über sein Geld und seine Macht, seine chauvinistische und egozentrische Art verletzt vor allem seine Familie. Ein gigantisches Bauprojekt im Herzen Berlins bringt den zielstrebigen und kompromisslosen „Macher“ im November des Jahres 1976 jedoch an seine Grenzen – und damit verbunden drohen nach und nach auch seine Machenschaften ans Licht zu kommen. Doch ein Rückzug kommt für Hans Borchardt nicht in Frage – und so setzt er schließlich alles auf eine Karte.
Caren Benedikts Protagonist im ersten Band dieser neuen Familiensaga ist ein gieriger und narzisstischer Workaholic, der stets im Mittelpunkt stehen muss. Er definiert sich einzig über Geld und Macht und kümmert sich abgesehen vom finanziellen Aspekt kaum um seine Familie. Seine attraktive Ehefrau Maria und die beiden erwachsenen Kinder Holger und Hanna stellen für ihn lediglich Aushängeschilder dar, die er unnachgiebig beherrscht und unterdrückt. Die Spannung innerhalb der Familie ist hoch und im Zuge eines Streits kommt es schließlich zum Eklat. Holger verlässt sein Elternhaus und zieht zu einem Studienfreund, auch Hanna fühlt sich in der Villa ihrer Eltern nicht mehr wohl.
Die Autorin versteht es gekonnt, dem Leser die einzelnen Facetten des angespannten Familienalltags und das Auseinanderdriften der familiären Bindungen nahezubringen. Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren weist eine hohe Authentizität auf, Gedanken und Emotionen werden überzeugend zum Ausdruck gebracht. Im vorliegenden ersten Band liegt das Hauptaugenmerk auf den Protagonisten Hanns Borchardt und seiner Familie. Als zentrale Schlüsselfigur betritt die Besitzerin des Berliner Szeneclubs „Golden Paradise“ den Schauplatz der Handlung. Lea Stern ist eine äußerst selbstbewusste, unabhängige und rebellische Frau. Ihre Weigerung, sich vom mächtigen Hanns Borchardt kontrollieren zu lassen, wird für diesen schließlich zu einem erheblichen Problem. Meine größte Sympathie in diesem Buch galt sowohl der zurückhaltenden und warmherzigen Maria Borchardt, als auch dem sympathischen Rechtsanwalt der Familie, Klaus Schröder.
Der einnehmende und flüssige Schreibstil der Autorin hat bereits in der opulenten Familiensaga „Das Grand Hotel“ dafür gesorgt, dass ich die einzelnen Bände kaum aus der Hand legen mochte. Durch Hanns Borchardts betrügerische und zum Teil auch riskante Machenschaften und seinen abschätzenden und respektlosen Umgang mit seinen Mitmenschen wurde zudem ein gewisser Spannungsfaktor ins Spiel gebracht. Auch Holger Borchardts Entscheidungen und seine persönliche Entwicklung nach dem Auszug aus seinem Elternhaus halten den Leser bei der Stange. Was mein Lesevergnügen ein wenig trübte waren die Sex- und Pornofilmszenen sowie die vulgäre Ausdrucksweise eines bestimmten Personenkreises im Buch.
Die hochwertige Aufmachung und die optische Gestaltung des Buchcovers haben mir sehr gut gefallen. In einem ausführlichen Nachwort erläutert Caren Benedikt zudem, welche Charaktere und Ereignisse historisch belegt, und welche hingegen ihrer schriftstellerischen Fantasie geschuldet sind. Was mir persönlich speziell bei Buchreihen ganz besonders zusagt ist eine kleine Vorschau auf den Nachfolgeband. Die sechzehn Seiten zählende Leseprobe am Ende des Buches hat mich daher sofort wieder in den Bann gezogen und ich sehe der Fortsetzung bereits mit großer Erwartungshaltung entgegen.
Fazit: Caren Benedikts erster Teil und Einstieg in ihr neues Familienepos „Club Paradies“ war eine interessante, sehr unterhaltsame und fesselnde Lektüre. Die Autorin steuert im Verlauf von über fünfhundert Buchseiten mit facettenreichen Charakteren und aufwühlenden Entwicklungen zielstrebig auf ein dramatisches Finale zu. Von mir gibt es für „Club Paradies. Im Glanz der Macht.“ eine Leseempfehlung und vier Bewertungssterne.
Nachdem mir die Grand Hotel Trilogie von Caren Benedikt wirklich sehr gut gefallen hat, war ich schon sehr auf ihren neuen Zweiteiler gespannt, der diesmal in den Siebziger Jahren in Berlin spielt.
Unser Hauptprotagonist ist Hanns Borchardt. Er ist ein unsympathischer, manipulativer und machtbesessener Baulöwe, der seine Interessen durchsetzt und seine Macht ausspielt. Hanns definiert sich ausschließlich über sein Geld. Seine patriarchalische und egozentrische Art verletzt vor allem seine Familie: seine Frau Maria, Sohn Holger und Tochter Hanna. Borchardts nächstes Vorhaben soll das größte Bauprojekt, welches es je in Berlin gegeben hat, werden. Doch genau dieser Traum stellt ihn vor ein großes Problem. Um die notwendigen Kredite zu bekommen, braucht er dringend ein bestimmtes Objekt: den Club Paradies. Die Besitzerin des Clubs, Lea Stern, denkt jedoch nicht daran, den Club zu verkaufen.
Sein Sohn Holger, ein Student, hat große Probleme mit dem Ansichten seines Vaters. Nach einem Vorfall zwischen Maria und Hanns zieht Holger aus. Er schließt sich den Studentenprotesten an und lernt Monika kennen...eine verhängnisvolle Liebschaft, die Holger in gefährliche Kreise zieht. Hanna sucht hingegen noch sich selbst und lotet aus, wohin ihr zukünftiger Weg gehen soll. Dabei lernt sie Lea Stern kennen, die Besitzerin des Club Paradies. Sie ist fasziniert von der selbstbewussten Frau, die weiß was sie will, und die ihrem Vater die Stirn bietet.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Hanns, Holger, Maria, Hanna und Lea erzählt. Ort, Datum und Zitate der jeweiligen Figuren leiten die Kapitel ein. So weiß man immer, aus welcher Sicht man gerade liest. Dabei haben wir sehr unterschiedliche Charaktere, die zwar sehr authentisch, aber auch ein bisschen stereotyp dargestellt sind. Maria ist die typisch unterwürfige Ehefrau, die ihr Studium der Liebe wegen aufgegeben hat und für ihren Ehemann nur mehr als Vorzeige-Ehefrau fungieren darf. Hinter den Kulissen ist sie jedoch nur mehr ein ungeliebtes Anhängsel. Maria fühlt sich nach all den Jahren in ihrer Ehe verloren und bedauert nicht mehr aus ihrem Leben gemacht zu haben. Holgers Entwicklung, der durch seine neue Liebe in gefährliche Kreise gerät, ist ebenfalls spannend zu lesen. Einzig Hanna blieb mir etwas zu blass und ich konnte keinen richtigen Zugang zu ihr finden.
Der titelgebende Club Paradies kommt, meiner Meinung nach, viel zu kurz, denn wenn auch Clubbesitzerin Lea Stern ein sehr interessanter Charaktere ist, so bilden Hanns und seine Familie den Mittelpunkt der Geschichte.
Caren Benedikt hat die historischen und politischen Hintergründe, sowie die Aufbruchstimmung der Siebziger Jahre sehr gut eingefangen. Studentenstreiks, die RAF, freie Liebe und das Aufkommen der Pornofilmszene sind nur einige der Themen, die in "Club Paradies - Im Glanz der Macht" zum Thema werden. Auch wenn es micht nicht wirklich störte, dass unser Hauptprotagonist ein unsympathischer Charakter ist, hat mich der erste Band der Dilogie noch nicht so ganz mitreißen können, wie die Grand Hotel Reihe. Was mein Lesevergnügen ebenfalls ein wenig trübte, war die oftmals vulgäre Ausdrucksweise eines bestimmten Personenkreises im Buch.
Die dramatischen Entwicklungen zum Ende hin, die mit einem Cliffhanger enden, sind packend erzählt. Die sechzehn Seiten zählende Leseprobe am Ende des Buches hat mich daher sofort wieder in den Bann gezogen und ich sehe der Fortsetzung bereits mit großer Erwartungshaltung entgegen. Am Ende des Buches gibt es zusätzlich noch ein Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt, welche Charaktere und Ereignisse historisch belegt, und welche hingegen Fiktion sind.
Fazit: Eine interessante Familiengeschichte um einen Immobilenmogul in den "wilden" siebziger Jahren. Es geht um Macht und Geld, aber auch um das Aufbegehren der jungen Generation. Caren Bendikt hat diese Themen in ihrem ersten Teil dieser Dilogie spannend dargelegt. Trotzdem konnte mich "Club Paradies" noch nicht ganz so überzeugen, wie die Grand Hotel Trilogie.
Covertext: Berlin, 1976: Der skrupellose Immobilienpatriarch Hanns Borchardt befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere, er ist der Mann, mit dem jeder Geschäfte machen will. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna bietet er ein luxuriöses Leben. Doch die perfekte Fassade der Borchardts trügt: Hanna sehnt sich nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben, Holger begehrt gegen die Familie und die spießige Gesellschaft auf, und Maria denkt über Scheidung nach. Hanns hat aber noch weitaus größere Probleme, denn mit all dem Ruhm und Reichtum geht auch eine Gier einher, die ihn eine verhängnisvolle Entscheidung treffen lässt. Welchen Preis ist Hanns bereit zu zahlen, um sein Lebenswerk zu retten? Und was hat Lea Stern, die Besitzerin von Berlins spektakulärstem Nachtclub, mit alldem zu tun?
„Club Paradies - Im Glanz der Macht“ ist der erste Band der neuen Dilogie von Bestsellerautorin Caren Benedikt. Nach dem ich die Reihe „Das Grand Hotel“ verschlungen habe und auch die Veröffentlichungen unter ihren anderen Pseudonymen begeistert lese war ich auf „Club Paradies“ schon sehr gespannt.
Die Protagonisten sind wieder interessant und lebendig gestaltet Im Mittelpunkt steht die Familie Borchardt. Hanns Borchardt stammt eigentlich aus einem einfachen Elternhaus. Mit seinem Geschäftssinn und seiner Skrupellosigkeit hat er es bis ganz nach oben geschafft. Unter seiner Machtbesessenheit und seiner Egozentrik leidet seine Familie. Seine These ist stets „Wer nicht wagt der nicht gewinnt“. Jetzt scheint Hanns sich verspekuliert zu haben. Ein riesiges Bauprojekt mitten in Berlin scheint ihm das Knick zu brechen. Doch aufgeben ist keine Option. Zu viel steht auf dem Spiel.
Auch seine Frau Maria und die Kinder Holger und Hanna durchleben einige Höhen und Tiefen. Immer häufiger kommt es zu Streitigkeiten in der Familie. Das hat zur Folge, dass Holger sein Elternhaus verlässt und zu einem Studienfreund zieht. Auch Hanna spielt mit dem Gedanken endlich ein freies Leben zu führen. Maria stellt sich selbst immer in den Hintergrund. Für sie zählt die Familie. Doch die droht langsam zu zerbrechen.
Dann gibt es da noch Lea Stern. Sie ist die Besitzerin des Nachtclubs „Golden Paradise“. Sie scheint die einzige zu sein die sich von Hanns Borchardt nicht manipulieren lässt.
Im ersten Band „Club Paradies - Im Glanz der Macht“ begleiten wir die Protagonisten über einen Zeitraum von 5 Wochen. In dieser Zeit passiert so wahnsinnig viel. Caren Benedikt erzählt die Geschichte in einem ordentlichen Tempo, dass mich beim lesen richtig in Atem gehalten hat. Nach einige Seiten wurde ich wie durch einen Sog in die Geschichte hineingezogen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Einige Ereignisse mit historischem Hintergrund wie z. B. die Studentenunruhen und die RAF werden in die Geschichte eingeflochten. Auch die aufkommenden Pornofilme finden Erwähnung. Die 1970er Jahre werden von der Caren Benedikt sehr authentisch widergespiegelt. Der bekannte flüssige und unterhaltsame Schreibstil der Autorin mit vielen interessanten Ereignissen findet sich auch in dieser Geschichte wieder.
Am Ende gibt es noch ein interessantes Nachwort von Caren Benedikt und eine Leseprobe zum zweiten Teil auf den ich schon sehr gespannt bin.
Ich lese sehr gerne historische Romane die mich in eine andere Zeit mitzunehmen, über die 70er Jahre allerdings habe ich bisher recht wenig gelesen und war deshalb auf dieses Buch sehr neugierig!
Inhaltlich geht es ins Berlin, 1976: Der skrupellose Immobilienpatriarch Hanns Borchardt befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere – er ist der Mann, mit dem jeder Geschäfte machen will. Seiner Frau Maria und seinen beiden Kindern Holger und Hanna bietet er ein luxuriöses Leben. Doch die perfekte Fassade der Borchardts trügt: Hanna sehnt sich nach Freiheit und einem selbstbestimmten Leben, Holger begehrt gegen die Familie und die spießige Gesellschaft auf, und Maria denkt über Scheidung nach. Hanns hat aber noch weitaus größere Probleme, denn mit all dem Ruhm und Reichtum geht auch eine Gier einher, die ihn eine verhängnisvolle Entscheidung treffen lässt. Welchen Preis ist Hanns bereit zu zahlen, um sein Lebenswerk zu retten? Und was hat Lea Stern, die Besitzerin von Berlins spektakulärstem Nachtclub, mit alldem zu tun?
Der Schreibstil hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Er war leicht zu lesen und dabei bildhaft und mitreißend. So habe ich das Buch, trotz der Dicke in nur wenigen Tagen durchgelesen weil ich in jeder freien Minute wissen wollte wie es weiter geht.
Die Protagonisten des Buches wurden alle gut beschrieben, die Gefühle und Gedanken konnte ich meist nachvollziehen und auch die Handlungen waren immer authentisch. Manche Protagonisten habe ich schnell ins Herz geschlossen, andere haben bei mir negative Gefühle ausgelöst aber das sollte natürlich auch so sein!
Die Autorin hat mich mit diesem Auftaktband richtig mit in die 70er Jahre genommen und ich konnte historisch und politisch viel über diese Zeit lernen und mitnehmen. Das Buch wurde in keiner Minute langweilig und so gebe ich gern eine Leseempfehlung und die vollen fünf Sterne.
Die Geschichte spielt in Berlin, Mitte der 1970er Jahre. Hanns Borchardt ist ein skrupelloser Geschäftsmann, und sein nächstes Bau-Projekt stellt alles Gewesene in den Schatten. Ein Grundstück fehlt ihm jedoch noch – und das gehört Lea Stern, die ihren erfolgreichen Club Paradies jedoch nicht aufgeben will. Hanns versucht alles, um zu seinem Ziel zu kommen – und das ohne ohne Rücksicht auf Verluste.
Obwohl die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und jedem Kapitel auch immer voransteht, wer jetzt gerade berichtet, ist es doch Hanns, der den Mittelpunkt bildet. Er ist ein Egoist und Patriarch, der nur sein Geld und den damit verbundenen Luxus im Sinn hat – seine Ehefrau Maria behandelt er schlecht, seine Kinder Hanna und Holger leiden ebenfalls unter seiner Dominanz. Kurzum – er ist unsympathisch durch und durch. Maria ist zwar sympathisch, aber sie hätte ich gerne gerüttelt und geschüttelt – denn sie lässt sich völlig unterkriegen von ihrem Ehemann und von ihm vorschreiben, was sie tun oder sagen darf – ganz die unterwürfige Ehefrau. Sohn Holger kann das Ganze nicht ertragen und zieht kurzerhand aus – das mach ihn sympathisch. Er gerät dann aber in Kreise, die ihn moralisch in die Bredouille bringen. Hanna bleibt zwar zuhause, ermutigt aber ihre Mutter immer wieder, sich dem Willen ihres Ehemanns zu widersetzen – und auch sie geht ihre eigene Wege, die nicht immer den damals geltenden Konventionen entsprechen. Mein geheimer Liebling dieses Buches ist aber Lea Stern – sie strahlt eine kühle Gelassenheit und Stärke aus, und ich habe genossen, wie Hanns daran verzweifelt.
Während die erste Hälfte eher ruhig ist und man so die Charaktere in ihren Rollen kennenlernt, wird es in der zweiten dann von Seite zu Seite spannender – bis zu einem überraschenden Ende, das neugierig auf die Fortsetzung macht. Gelungen ist die Atmosphäre der 1970er Jahre – die hat die Autorin sehr gut eingefangen, insbesondere auch die vielen Probleme, die damals aufkamen: Es geht neben dem materiellem Konsum auch um die Studentenstreiks, um freie Liebe, um die RAF und die Pornofilmszene; mir war es ein wenig zu viel an Themen und einige hätte die Autorin auch weglassen können, ohne dass die Geschichte an Spannung verloren hätte.
Der Schreibstil ist eingängig und lebendig, so dass die Seiten rasch dahinfliegen. Die Autorin weiß, Atmosphäre zu schaffen und vor allem auch, Spannung aufzubauen – gerade die zweite Hälfte hat mich wirklich richtig gefesselt. Ich bin nun gespannt, wie es weitergeht und empfehle das Buch gerne weiter.